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Contracting als Instrument zur Realisierung von Energieeinsparpotentialen

Dargestellt anhand oö. Gemeinden

Diplomarbeit 1999 125 Seiten

Umweltwissenschaften

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A Methodik und Ablauf von Contracting
1. Einleitung
2. Grundlagen des Contracting
2.1. Grundidee des Contracting
2.2. Grundlegende Arten des Contracting und deren Funktionsweise
2.2.1. Anlagencontracting
2.2.2. Einsparcontracting
2.3. Akteure bei Contracting
2.3.1. Contractinganbieter
2.3.2. Contractingnutzer
2.4. Vor- und Nachteile von Contracting
2.4.1. Vor- und Nachteile für den Anbieter
2.4.2. Vor- und Nachteile für den Nutzer
2.4.3. Weitere Vorteile von Contracting
3. Einzelne Schritte bei der Umsetzung von Contractingprojekten
3.1. Projektvorbereitung
3.2. Grundlagenermittlung
3.2.1. Energiebuchhaltung und Kennzahlen
3.2.2. Weitere Möglichkeiten der Grundlagenermittlung
3.3. Offerteinholung / Grobanalyse
3.4. Bewertung der Angebote
3.4.1. Vollkostenrechnung
3.4.2. Nicht-monetäre Kriterien bei der Angebotsauswahl
3.5. Vorvertrag
3.6. Feinanalyse
3.7. Contractingvertrag
3.8. Projektdurchführung
4. Beispiele von realisierten Contractingprojekten
4.1. Wärmeschutzmaßnahmen und Solarenergienutzung im Neubau
4.2. Heizanlagenumstellung
4.3. Lichtregelsystem bei der Straßenbeleuchtung
4.4. Energiemanagementsystem im Gebäudebereich

B Potentiale der Anwendung der Contractingmethode in oö. Gemeinden
1. Erhebung von Energiedaten
1.1. Untersuchungsziele
1.2. Vorgehensweise bei der Erhebung
2. Auswertung der erhobenen Daten
2.1. Rücklaufquote und Datenqualität
2.2. Bekanntheit und Interesse an Contracting
2.3. Energiekennzahlen nach Gebäudebaujahren und Verwendungszweck
2.3.1. Energiekennzahlen für Raumwärme nach Gebäudejahren und Verwendungs- zweck
2.3.2. Energiekennzahlen für den Stromverbrauch nach Verwendungszweck
2.4. Energiekennzahlen im Zusammenhang mit der Gebäudesanierung und der Heiz- anlage
2.4.1. Gebäudesanierungen
2.4.2. Heizanlagen
2.5. Energiekosten der einzelnen Energieträger
2.6. Vergleich der Ergebnisse mit anderen Studien
2.6.1. Studie des Landes Oberösterreich von 1994
2.6.2. Studie der Energieverwertungsagentur (E.V.A.) von 1997
2.6.3. Weitere Studien
3. Contractingpotential in den untersuchten Gemeinden
3.1. Voraussetzungen um Energieeinsparpotentiale mit Contracting umzusetzen
3.2. Potential im Gebäudebereich
3.3. Potential bei der Straßenbeleuchtung
3.4. Potential bei Freibädern
4. Hochrechnung des Contractingpotentials auf oö. Gemeinden
4.1. Datengrundlagen für die Hochrechnung
4.2. Abschätzung des Gesamtpotentials in oö. Gemeinden
4.2.1. Gebäudebereich
4.2.2. Straßenbeleuchtung
4.2.3. Freibäder
5. Empfehlungen
6. Zusammenfassung der Erhebung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anhang
Erhebungsbogen für Gebäude
Fragebogen an die Gemeinden

A Methodik und Ablauf von Contracting

1. Einleitung

Die globale Erwärmung der Erdatmosphäre stand zuletzt im Dezember 1997 beim UNO-Klimagipfel in Kyoto und in der Nachfolgekonferenz 1998 in Buenos Aires im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Ob die erzielten Ergebnisse ausreichen, um den Klimawandel zu verlangsamen oder gar aufzuhalten, bleibt mehr als fraglich. Wesentlich ambitionierter sind die Ziele der Klimabündnismitglieder. Diese streben eine CO2-Reduktion um 50% gegenüber 1987 bis zum Jahr 2010 an. Über 800 europäische Bundesländer, Städte und Gemeinden sind bereits Mitglieder dieses Bündnisses. In Oberösterreich sind Ende 1998 neben dem Bundesland Oberösterreich, 35 Städte und Gemeinden Mitglieder des Bündnisses. Die Reduktion von Treibhausgasen, allen voran CO2, kann und muß durch verschiedenste Maßnahmen erfolgen. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählt sicherlich die Ausschöpfung von Energieeinsparpotentialen. In der Praxis bestehen eine Reihe von Hemmnissen, obwohl die Maßnahmen auch wirtschaftlich sinnvoll wären.

- fehlende Motivation

In der Industrie z.B. sind die Energiekosten in vielen Branchen nur ein geringer Teil der gesamten Produktionskosten. Entsprechend geringe Bedeutung wird der Optimierung der Energieströme beigemessen.

- Informationsmangel

Informationsdefizite bestehen in wirtschaftlichen und energietechnischen Bereichen. Im wirtschaftlichen Bereich sind vor allem fehlende Kenntnisse über Energieverbrauch und -kosten sowie Informationsdefizite über die Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienzmaßnahmen festzustellen. Im technischen Bereich fehlt es oftmals an der Marktübersicht von energieeffizienten Technologien und deren Möglichkeiten.

- fehlende Finanzmittel

Bei angespannter finanzieller Situation in privaten wie öffentlichen Bereichen fehlt es vielfach an den nötigen Geldmitteln, um energieeffiziente Maßnahmen zu setzen.

- Investor-Nutzer-Problematik

Die Investor-Nutzer-Problematik tritt auf, wenn der Investor der energieeffizienten Maßnahme nicht gleich der Nutznießer der gesetzten Maßnahmen ist. Typisches Beispiel dafür ist der soziale Wohnbau. Bei einer besseren Wärmedämmung würden zwar die Heizkosten sinken, aber die Baukosten steigen. Bei einer Vermietung der Wohnungen trägt der Mieter die Heizkosten, der Vermieter profitiert nicht von den geringeren Heizkosten. Somit besteht für den Vermieter kein Anreiz, in verbesserte Wärmedämmung oder andere energiesparende Techniken zu investieren. Zusätzlich stehen die höheren Baukosten für die Wärmedämmung in Konkurrenz, z.B. mit Investitionen in eine komfortablere Innenausstattung, die eine Mietpreiserhöhung für den Vermieter ermöglichen.[1]

Die Investor-Nutzer-Problematik tritt auch in öffentlichen Haushalten durch die Kameralistik auf. Eine Investition, z.B. eine Heizungsanlage wird aus dem Vermögenshaushalt angeschafft, die laufenden Kosten werden vom Verwaltungshaushalt bestritten. Diese Zweiteilung kann dazu führen, daß nicht die energietechnisch sinnvollste sondern die kostengünstigste Heizungsanlage angeschafft wird.[2]

- Disparität der Rentabilitätsanforderungen

Energieeffiziente Investitionen konkurrieren mit anderen Investitionen. In Industrieunternehmen z.B. sind Amortisationszeiten von 2- 5 Jahre üblich. Diese kurze Pay-back-Zeiten erhöhen die Flexibilität des Unternehmens am Markt. Investitionen in energiesparende Techniken haben durchwegs eine längere Amortisationszeit. Falls die Amortisationszeiten gleich wären, was selten der Fall ist, wird vor dem Hintergrund begrenzter finanzieller Mittel, zumeist in Kernbereiche des Unternehmens investiert z.B. in eine Produktionsanlage.[3]

Seit einigen Jahren wird im deutschen Sprachraum im Zusammenhang mit Energieeinsparpotential immer öfter Contracting genannt. Contracting ist ein Instrument, um oben erwähnte Hemmnisse abzubauen bzw. zu überwinden und vorhandene Energieeinsparpotentiale stärker als bisher auszuschöpfen.

2. Grundlagen des Contracting

2.1. Grundidee des Contracting

Die Idee des Contracting stammt ursprünglich aus den USA und wurde dort Anfang der 80er Jahre unter dem Namen Third Party Financing bekannt. Im Laufe der Jahre wurden in den USA verschiedene synonyme Begriffe verwendet, beispielsweise „Public Private Partnership“, „Performance Contracting“ oder „Build Operate Transfer“. Im deutschsprachigem Raum werden ebenfalls unterschiedliche Definitionen und Bezeichnungen verwendet. Beispiele dafür sind „Drittfinanzierung“, „Outsourcing von Energiedienstleistungen“ oder „Dienstleistungen über Dritte“. Die Contractingidee hat sich in den USA und Kanada durch die aktive Beteiligung der öffentlichen Hand rasch verbreitet.[4]

Alle diese Begriffe haben eine gemeinsame Grundidee. Es handelt sich um eine konkrete Energiesparmaßnahme bei einem Energieverbraucher (Contractingkunde), bei der die erforderlichen Leistungen dafür von einem Dritten (Contractor) ganz oder teilweise erbracht werden. Der Contractor investiert in die Optimierung der Energieströme des Contractingkunden und refinanziert seine erbrachten Leistungen über bisher nicht ausgeschöpfte Einsparpotentiale.[5] Nach Vertragsablauf geht normalerweise die Investition in das Eigentum des Kunden über und dieser profitiert im vollem Umfang von den gesetzten Maßnahmen.

Konventionelle Finanzierung (Bankkredit), Leasing und Contracting haben als Gemeinsamkeit, daß die Finanzierung aus der Sicht des Kunden, über einen Dritten erfolgt. Contracting geht aber weit darüber hinaus, nur eine Finanzierungsvariante zu sein. Contracting bietet den Kunden die Möglichkeit, die Optimierung der Energieströme auszulagern und die Verantwortung dafür an einen Dritten zu übergeben, ohne daß dadurch ein finanzieller Aufwand entsteht. Abbildung 1 stellt die drei genannten Finanzierungsmöglichkeiten nach deren Leistungsumfang gegenüber. Wie aus der Abbildung ersichtlich ist, bietet Contracting im Gegensatz zu den beiden anderen Finanzierungsmöglichkeiten ein Gesamtleistungspaket. In der idealtypischen Form plant, baut und finanziert der Contractor die jeweilige Maßnahme und führt in weiterer Folge auch Betrieb, Administration, Service und Wartung durch.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Leistungsumfang bei konventioneller Finanzierung, Leasing und Contracting[6]

Derzeit wird im Zusammenhang mit Contracting zumeist von Energieeinsparpotentialen ausgegangen. Grundsätzlich läßt sich das Contractingmodell auch auf andere Bereiche, z.B. Abwasser übertragen. Contracting erscheint überall dort anwendbar zu sein, wo Einsparpotentiale vorhanden sind, die unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten realisierbar sind. Dem Contracting sehr ähnlich ist das sogenannte „Intracting“. Intracting bezieht sich auf den öffentlichen Verwaltungsbereich. Es tritt anstelle eines externen Contractors eine interne Organisationseinheit der Verwaltung, die Contractingkunden sind andere Organisationseinheiten der Verwaltung.[7] Bekannt geworden ist Intracting auch unter den Begriff „Stuttgarter Modell“ oder „internes Contracting“.

2.2. Grundlegende Arten des Contracting und deren Funktionsweise

Die beiden nachfolgend beschriebenen Arten des Contracting stellen eine grundlegende Unterscheidungsmöglichkeit dar. Unter Heranziehung des Energieflusses von Primärenergie bis zur Energiedienstleistung kann eine Zuordnung erfolgen. Abbildung 2 gibt den Energiefluß in einfacher Form wieder und ordnet die zwei grundlegenden Arten von Contracting zu.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Energiefluß unter Zuordnung von Contracting[8]

Entlang des Weges der Energieträger von der Primärenergie bis zur eigentlich gewünschten Energiedienstleistung treten eine Reihe von Transport- und Umwandlungsverlusten auf, die mehr oder weniger vermeidbar sind. Am Beispiel einer Ölheizung soll dies verdeutlicht werden.

Als Primärenergie wird das Erdöl gefördert, zu Raffinerien transportiert, dort aufbereitet (Sekundärenergie) und als Endenergie in Form von Heizöl dem Verbraucher geliefert. Im dortigen Heizkessel wird das Heizöl verbrannt, über das Leitungssystem zu den Heizkörpern transportiert und als Wärme (Nutzenergie) in die Räume abgegeben. Das Interesse des Verbrauchers besteht aber nicht an Wärme, sondern an temperierten Räumen. Er benötigt die Energiedienstleistung.[9] Ausschöpfen von Energieeinsparpotentialen heißt in diesem Zusammenhang die Vermeidung von Transport- und Umwandlungsverlusten auf den Weg von der Primärenergie zur Energiedienstleistung und nicht etwa wie im obigen Beispiel der Verzicht auf Komfort in Form von weniger temperierten Räumen.

Anhand der Abbildung 2 ist ersichtlich, daß sich Anlagencontracting auf den Bereich zwischen Endenergie und Nutzenergie, Einsparcontracting auf den Bereich zwischen Nutzenergie und Energiedienstleistung bezieht. In der Praxis ist diese eindeutige Unterscheidung nicht immer möglich. Es kann durchaus sein, daß bei einem Projekt beide Grundarten zur Anwendung kommen.

2.2.1. Anlagencontracting

Anlagencontracting wird im deutschen Sprachraum häufig auch als Nutzenergiecontracting bezeichnet. Die zwei wichtigsten Merkmale von Anlagencontracting ist zum einen, daß es sich um eine Investition in eine Energieumwandlungsanlage handelt und zum anderen, daß die Refinanzierung über die Bereitstellung von Nutzenergie erfolgt. Beispiele, die auch in der Praxis bereits durchgeführt wurden, sind Blockheizkraftwerke und Heizanlagenumstellungen.

Die Ausgangssituation stellt sich üblicherweise wie folgt dar. Ein Energieverbraucher, z.B. eine Gemeinde bezieht Endenergie und wandelt diese in die gewünschte Nutzenergie um. Beim Anlagencontracting übergibt der Energieverbraucher diesen Schritt in den Verantwortungsbereich eines Contractors. Für die Gemeinde wird dadurch nicht mehr der Endenergiebezug, sondern der Nutzenergiebezug vom Contractor die relevante Energiegröße. Das Aktionsfeld für den Contractor besteht darin, die Energieverluste der Umwandlung von Endenergie in Nutzenergie zu reduzieren. Der Contractor wird dabei nicht die technisch bestmögliche sondern wirtschaftlich sinnvollste Variante durchführen. Neben der Reduzierung der Umwandlungsverluste bestehen für den Contractor noch weitere Möglichkeiten, Kosten für die Nutzenergiebereitstellung zu reduzieren, z.B. günstigere Einkaufskonditionen als der Contractingnutzer für Endenergie. Maßnahmen zur Verringerung des Nutzenergiebedarfs sind nicht Gegenstand bei einem typischen Anlagencontracting und verbleiben weiterhin im Verantwortungsbereich des Nutzers.

Die Refinanzierung für die Leistungen des Contractors erfolgt durch die Bereitstellung von Nutzenergie. Bei der Vereinbarung bezüglich der Zahlung vom Nutzer an den Contractor sind mehrere Varianten möglich. Die unterschiedlichen Varianten führen zu einer unterschiedlichen Aufteilung des Absatzrisikos. Ein Absatzrisiko ergibt sich durch die Situation, wenn weniger Energie durch den Contractingnutzer benötigt wird als die Anlage produziert. Die Übernahme des Absatzrisikos durch den Contractor erfordert eine genaue Bestimmung des benötigten Nutzenergiebedarfs und eine entsprechende Auslegung der Anlagengröße. Eine Verringerung des Absatzrisikos kann dadurch erreicht werden, daß überschüssige Energie in das öffentliche Netz eingespeist wird, auch wenn die erzielbaren Erlöse geringer sind. Wie bereits oben erwähnt, liegen Maßnahmen zur Reduzierung des Nutzenergiebedarfs weiterhin im Verantwortungsbereich des Contractingnutzers. Die Gestaltung der Contractingrate hat u.a. Einfluß auf die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen zur Nutzenergiebedarfsreduktion. Folgende Varianten der Gestaltung der Contractingrate sind verbreitet:

a) der Nutzer zahlt einen nutzungsunabhängigen Grundpreis und einen nutzungsabhängigen Arbeitspreis
b) der Nutzer zahlt einen fixen Betrag pro abgenommener Energieeinheit

zu a)

In der Praxis kommt meist diese Variante zur Anwendung. Durch die Zahlung eines nutzungsunabhängigen Grundpreises und eines nutzungsabhängigen Arbeitspreises erfolgt eine Aufteilung des Absatzrisikos. Durch den nutzungsunabhängigen Grundpreis werden in der Regel die fixen Kosten des Contractingprojekts abgedeckt, mit dem nutzungsabhängigen Arbeitspreis werden die variablen Kostenbestandteile refinanziert. Die fixen Kostenbestandteile sind die Kapital-, Personal-, Wartungs- und Instandhaltungskosten, aber auch Versicherungs- und allfällige Verwaltungskosten. Zu den variablen Kosten werden vor allem die Kosten für den Endenergiebezug des Contractors gezählt.[10] Die Höhe des Arbeitspreises hat direkten Einfluß auf die Wirtschaftlichkeit von Maßnahmen zur Nutzenergiebedarfsreduktion. Die Hessen-Energie bietet z.B. ein Standard-Blockheizkraftwerk mittels Contracting an. Der Arbeitspreis bei diesem Angebot bezieht sich proportional auf die erzeugte Strommenge. 1996 waren es umgerechnet ca. 40 Groschen pro kW/h bei einer Anlagenauslastung von jährlich 6000 Betriebsstunden.[11] Durch einen derart günstigen Strompreis ist es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht rentabel, während der Vertragslaufzeit investive Maßnahmen zur Nutzenergiebedarfssenkung durchzuführen.

zu b)

Wenn der Nutzer nur die tatsächlich abgenommene Energiemenge durch einen fixen Betrag je Energieeinheit bezahlt, trägt der Contractor das Absatzrisiko. In diesem Betrag je Energieeinheit ist der Grundpreis anteilig enthalten. Dadurch ist der fixe Betrag deutlich höher als der Arbeitspreis in der obigen Variante. Für den Nutzer bedeutet eine Verringerung des Nutzenergiebedarfs eine größere Kosteneinsparung als bei einer Aufteilung in Grund- und Arbeitspreis.[12]

2.2.2. Einsparcontracting

Die zwei wichtigsten Merkmale beim Einsparcontracting sind zum einen, daß es sich um Maßnahmen zur Senkung des Nutzenergiebedarfs handelt und zum anderen, daß die Refinanzierung aus den eingesparten Energiekosten erfolgt. In der Praxis erfolgreich durchgeführte Projekte sind z.B. Energiemanagementsysteme.

Die Refinanzierung des Contractors für die erbrachten Leistungen erfolgt durch die eingesparten Energiekosten. Für die Feststellung der eingesparten Energiekosten ist die Definition eines Referenzwertes nötig. Dieser stellt jenen Energieverbrauch dar, welcher sich ohne Maßnahmen ergibt. Der Einsparerfolg ergibt sich durch die Differenz zwischen Referenzwert und Ist-Wert. Der Energieverbrauch wird allerdings auch von verschiedenen Faktoren beeinflußt, die nicht mit der durchgeführten Maßnahme zusammenhängen. Diese Faktoren müssen berücksichtigt werden, um die tatsächliche Energieeinsparung durch die gesetzten Maßnahmen berechnen zu können. Zu den wichtigsten Faktoren, die berücksichtigt werden müssen zählen z.B. Anzahl der Heiztage, Nutzerverhalten oder Energiepreise. Der Einfluß der Heiztage ist durch die Heizgradtagzahlen eruierbar, ebenfalls sind Änderungen bei den Energiepreisen leicht zu berücksichtigen. Die Auswirkungen einer Veränderung des Nutzerverhaltens ist hingegen nur schwer und ungenau festzustellen. Durch die Einflußfaktoren ergeben sich Risiken bei der Erreichung der Energieeinsparung.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Funktionsweise des Einsparcontracting[13]

Nach obiger Definition erfolgt die Refinanzierung der Contractorleistungen durch die eingesparten Energiekosten. In der Praxis haben sich vor allem zwei Varianten bei der vertraglichen Ausgestaltung der Refinanzierung bewährt.[14]

a) Der Contractor erhält, über eine zumeist festgelegte Vertragslaufzeit, einen bestimmten Anteil an den tatsächlichen Kosteneinsparungen. Der Vorteil einer Beteiligung des Nutzers an den Einsparungen ist, daß für den Nutzer ebenfalls ein Anreiz besteht, den Energiebedarf zu senken, d.h. die Interessen des Contractors und des Nutzers werden durch die Aufteilung des Einsparerfolges gleichgerichtet.

b) Der Contractor garantiert eine bestimmte Mindesteinsparung. Wenn die Mindesteinsparung nicht erreicht wird, zahlt der Contractor die Differenz an den Nutzer. Zusätzlichen Einsparungen über die garantierte Mindestmenge, werden durch einen Aufteilungsschlüssel geregelt.

2.3. Akteure bei Contracting

In diesem Abschnitt wird der Contractingmarkt hinsichtlich der Beteiligten dargestellt und mögliche Vor- bzw. Nachteile von Contracting aufgezeigt. Auf der einen Seite des Marktes sind jene Gruppe zu sehen, die Contracting in Anspruch nehmen, auf der anderen Seite die Gruppe, welche Contracting anbietet. Contracting zeichnet sich dadurch aus, daß der Leistungsumfang die komplette Durchführung der Maßnahmen umfaßt. Die einzelnen Anbieter von Contracting müssen nicht zwangsläufig alle Leistungen selbst erbringen, oftmals werden mehrere Firmen einbezogen, die sich in sogenannte Konsortien zusammenschließen. Vor allem zur Finanzierung werden Kapitalgeber benötigt, da es für Contractinganbieter in der Regel nicht möglich ist, die Vorfinanzierung mehrerer Projekte alleine durchzuführen. Auf der anderen Seite sind die Contractingnutzer. Nachdem sich Contracting für viele Anwendungen im Energiebereich eignet, kommen als Contractingnutzer theoretisch alle Energieverbraucher in Frage.

2.3.1. Contractinganbieter

Wie bereits einführend erwähnt, umfaßt Contracting in der Idealform alle Leistungen die im Zusammenhang mit dem Ausschöpfen von Energieeinsparpotentialen zu erbringen sind. Auf dem noch jungen Contractingmarkt treten verschiedene Gruppen von Anbietern auf. Der Anbietermarkt läßt sich zunächst in zwei Gruppen unterteilen. Die eine Gruppe sind Anbieter, die ein anderes Kerngeschäft haben und im Contractingmarkt diversifizieren, z.B. Energieversorgungsunternehmen und Hersteller. Für die andere Gruppe stellt Contracting eine Erweiterung des bisherigen Tätigkeitsbereichs dar, z.B. Energieagenturen und Planungsbüros.[15]

- Energieagenturen

Energieagenturen sind halbstaatliche und staatliche Institutionen, die gemeinnützig agieren und im öffentlichen Auftrag tätig sind. Das Tätigkeitsfeld umfaßt alle Bereiche des Themas „Energie“. Im Zusammenhang mit Contracting treten die Agenturen nicht nur in wissenschaftlicher Funktion auf, etwa durch Marktanalysen und Studien, sondern auch als Contractinganbieter, z.B. Hessen-Energie mit einem Standard-Blockheizkraftwerk. Der Schwerpunkt der Tätigkeit von Energieagenturen beim Contracting liegt aber vor allem in den Beratungstätigkeiten und in der Begleitung von Projekten.

- Ingenieur- und Planungsbüros

Diese Gruppe von Anbietern beschäftigte sich bereits bisher mit dem Themenkomplex und führte vor allem Planung und Beratungstätigkeiten durch. Zu den selbst durchgeführten Leistungen gehören neben den bisherigen Tätigkeiten auch die Administration. Bei den restlichen Leistungen wird vorwiegend mit anderen Firmen zusammengearbeitet.

- Hersteller

Diese Gruppe umfaßt z.B. Hersteller von Blockheizkraftwerken oder Kesselanlagen im Bereich des Anlagencontracting oder von Gebäudeautomatisationstechniken für das Energieeinsparcontracting. Von Herstellern wird oftmals der gesamte Leistungsumfang, ausgenommen der Finanzierung, selbst erbracht.

- Energieversorgungsunternehmen (EVU)

EVU kommt am Contractingmarkt eine doppelte Bedeutung zu. Einerseits treten diese Unternehmen selbst als Anbieter auf, andererseits sind sie Energielieferanten. Als Energielieferanten liefern sie zum einen die benötigte Endenergie und übernehmen zum anderen die überschüssige Nutzenergie beim Anlagencontracting. Als Contractinganbieter arbeiten sie oftmals mit Herstellern zusammen.

- Banken und Leasinggesellschaften

Die größte Bedeutung dieser Gruppe beim Contracting liegt sicherlich in der Finanzierung der Projekte, d.h. in der Kapitalgebung. Wenn diese als Anbieter auftreten, übernehmen sie zumeist die Finanzierung und bedienen sich für die übrigen Leistungen anderer Firmen.

Die verschiedenen Anbieter können jetzt teilweise mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten, aber auch als alleiniger Anbieter am Markt auftreten oder sich in Betreibergesellschaften zusammenschließen. Für den Contractingkunden ist im letzten Fall die Betreibergesellschaft die entscheidende Kontaktstelle und nicht die einzelnen beteiligten Unternehmen. Die Betreibergesellschaft koordiniert die einzelnen Leistungsflüsse und vertritt die einzelnen Unternehmen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Leistungsflüsse einer Betreibergesellschaft bei Anlagencontracting[16]

2.3.2. Contractingnutzer

Grundsätzlich eignet sich Contracting für die verschiedensten Energieinvestitionen, dementsprechend breitgestreut sind auch die möglichen Nutzer. Contracting stellt für all jene eine interessante Möglichkeit dar, deren Energieversorgung ersetzt, erneuert oder optimiert werden soll und die die erforderlichen Maßnahmen dafür nicht selbst durchführen wollen oder können. Die Gründe warum jemand Contracting in Anspruch nimmt, können sehr vielfältig und individuell sein.

Gründe für Contracting können sein:

- fehlende Finanzmittel
- fehlen des technischen Know-how
- anderes Kerngeschäft
- Personalknappheit
- andere Investitionen stehen im Vordergrund

Mögliche Nutzer von Contracting können sein:

- Gewerbe und Industrie
- Dienstleistungsunternehmen, z.B. Hotels
- öffentliche Hand z.B. Schulen, Spitäler, Verwaltungsgebäude
- Wohnungsgenossenschaften,- verwaltungen,- besitzer
- private Haushalte; einzelne private Haushalte sind aufgrund der geringen Projektgrößen für Contractoren nicht interessant, durch den Zusammenschluß von mehreren Haushalten in eine Projektgemeinschaft können aber durchaus attraktive Projekte entstehen.[17]

In der Praxis wurde Anlagencontracting vor allem bei Industrie und bei großen Energienachfragern im tertiären Sektor durchgeführt. Einsparcontracting wurde bei Industrie und Gewerbe bislang wenig umgesetzt.

2.4. Vor- und Nachteile von Contracting

In der Einleitung wurden Hemmnisse in bezug auf eine rationellere Energienutzung angeführt und darauf hingewiesen, daß Contracting ein geeignetes Instrument ist, diese Hemmnisse zu überwinden. Im folgenden werden die einzelnen Hemmnisse beschrieben und dargestellt wie Contracting diese überwindet.

- Disparität der Rentabilitätsanforderungen (Investitionsdilemma)

Energieeffiziente Investitionen stehen in Konkurrenz mit anderen Investitionen. Im Betrieb kann dies z.B. eine Investition in eine Produktionsanlage sein. In der unternehmerischen Praxis werden möglichst kurze Amortisationszeiten angestrebt. Gründe sind etwa die Senkung des Investitionsrisikos oder eine möglichst kurze Kapitalbindung, um die Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität am Markt nicht zu gefährden. Dadurch ergeben sich hohe Erwartungen an die Rentabilität einer Investition. Wenn an die energieeffiziente Investition die gleichen Anforderungen gestellt werden, können in den meisten Fällen die Rentabilitätserwartungen nicht erfüllt werden und die Investition unterbleibt. Für den Contractor besteht dieses Investitionsdilemma nicht. Der Contractor kann die Rentabilitätsanforderungen stärker an die technische Nutzungsdauer der Investition ausrichten. Dadurch ergeben sich längere vertretbare Amortisationszeiten und viele energieeffiziente Investitionen werden dadurch wirtschaftlich interessant. Durch die Orientierung an die technische Nutzungsdauer der Investition sinken die Ertragserwartungen des Contractors in Richtung marktüblicher Verzinsung.[18]

- Investor-Nutzer-Problematik

Das Investor-Nutzer-Problem entsteht, wenn der Nutzen einer energieeffizienten Maßnahme nicht dem Investor zugute kommt, sondern anderen. Im Wohnungsbau trifft dieses Problem den Bauherrn. Durch energieeffiziente Maßnahmen könnten die späteren Heizkosten zwar deutlich reduziert werden, aber die Baukosten steigen zumeist. Wenn eine spätere Vermietung des Objekts geplant ist, tragen die Vermieter die Heizkosten. Für den Bauherrn besteht dadurch kein Anreiz in heizkostenreduzierende Maßnahmen zu investieren, wenn keine Möglichkeit besteht, diese zusätzlichen Baukosten abgegolten zu bekommen. Diese Situation stellt sich anders dar, wenn die energieeffizienten Maßnahmen ein Contractor durchführt und die Investitionen durch den Wärmeverkauf an die Mieter refinanziert werden. Der Contractor und die späteren Mieter haben das gleichgerichtete Interesse, die Heizkosten zu reduzieren. Das Investor-Nutzer-Problem im Wohnungsbereich kann somit überwunden werden.

Beim öffentlichen Bereich tritt das Investor-Nutzer-Problem durch die Kameralistik auf. Investitionen werden vom Vermögenshaushalt angeschafft, laufende Kosten bestreitet der Verwaltungshaushalt. Bei energieeffizienten Investitionen wird der Vermögenshaushalt belastet, aber der Verwaltungshaushalt durch geringere Energiekosten entlastet. Dadurch ergibt sich ein internes Investor-Nutzer-Problem. Eine Abteilung ist nicht bereit ihre Voranschlagstelle zu belasten, um für eine andere Abteilung Einsparungen zu erzielen. Die Refinanzierung beim Contracting erfolgt durch die eingesparten Energiekosten, d.h. es betrifft jene Abteilung, wo auch die Maßnahmen durchgeführt werden.[19]

- fehlende Finanzmittel

Die Grundidee des Contracting ist die Refinanzierung der Maßnahmen durch das Ausschöpfen von Energiesparpotentialen. Der Nutzer von Contracting benötigt kein eigenes Kapital.

- fehlende Motivation und Informationsmangel

In der Industrie sind z.B. die Energiekosten nur ein kleiner Teil der gesamten Produktionskosten und dadurch hat der Bereich „rationelle Energienutzung“ oftmals nur untergeordnete Bedeutung. Weiters fehlt es oft an Kenntnissen über die Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienzmaßnahmen, bzw. sind die technologischen Möglichkeiten nur unzureichend bekannt. Die vorhandenen personellen Kapazitäten werden für den Kernbereich des Unternehmens benötigt und durch den vorhandenen Informationsmangel erscheint es aus unternehmerischer Sicht nicht sinnvoll, personelle Kapazitäten für den Randbereich „rationelle Energienutzung“ zur Verfügung zu stellen. Falls es einen Umweltbeauftragten gibt, ist dieser zumeist mit den laufenden Aufgaben so stark ausgelastet, daß für die Erschließung von Einsparpotentialen keine Zeit bleibt. Mit Contracting ist eine Übertragung der Verantwortung für die Energieversorgung bzw. einer rationellen Energieverwendung möglich. Für den Contractor ist rationelle Energienutzung der Kernbereich seiner Aktivitäten und oben genannte Defizite und sich daraus ergebende Hemmnisse können durch Auslagerung an den Spezialisten überwunden werden.

2.4.1. Vor- und Nachteile für den Anbieter

Bei den Vorteilen durch Contracting für Anbieter ist zunächst grundsätzlich zwischen einer Energieverwertungsagentur und Anbietern, die betriebswirtschaftliche Interessen verfolgen, zu unterscheiden. Energieagenturen agieren zumeist im öffentlichen Auftrag, mit der Zielsetzung eine sinnvolle Energienutzung zu fördern und zu unterstützen. Es werden meistens keine gewinnorientierten Ziele verfolgt. Anders sind die Interessen von Energieversorgungsunternehmen, Herstellern, Ingenieur- und Planungsbüros, Banken und Leasinggesellschaften gelagert. Diese Anbieter verfolgen gewinnorientierte Ziele und erwarten sich durch Contracting letztendlich einen betriebswirtschaftlichen Gewinn. Vorteile die sich durch Contracting ergeben, können von einer Absatzsteigerung für Anlagenhersteller bis zur Unterstützung der Markteinführung von neuen Technologien reichen. Anhand eines Energieversorgungsunternehmens (kurz EVU) wird auf die Vorteile näher eingegangen. Die genauere Betrachtung eines EVU ist aus zweierlei Sicht interessant. Zum einen wird den EVU eine dominierende Rolle am Contractingmarkt bescheinigt und zum anderen können EVU auf den ersten Blick als Verlierer von Contracting erscheinen, weil durch die Ausschöpfung von Einsparpotentialen für ein EVU Absatzeinbußen entstehen.

Vorteile für ein EVU aus Contracting können sein:

- Gewinnung neuer, zusätzlicher Kunden

Üblicherweise ist der Wirkungsbereich eines EVU auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt. Durch Contracting können aber neue Kunden angesprochen werden, auch wenn diese außerhalb des eigenen Versorgungsgebietes liegen.

- langfristige Absicherung der Belieferung von bestehenden Kunden

Vor dem Hintergrund einer Liberalisierung des Strommarktes und der sich daraus ergebenden Möglichkeit für Großkunden ab Februar 1999 den Energieversorger frei zu wählen, ist für EVU mit Absatzrückgängen bzw. Abwanderung von Großkunden zu rechnen. Eine Möglichkeit für EVU besteht darin, entsprechende Preisnachlässe zu gewähren um die Kunden zu halten. Eine andere Möglichkeit ist, durch Contracting diese Kunden längerfristig an sich zu binden. Auch in anderen Energiebereichen ist mit einer Liberalisierung des Marktes zu rechnen.[20]

- Imagegewinn

Mit Contracting wandelt sich ein EVU von einem Versorgungsunternehmen zu einem Dienstleistungsunternehmen. Die Akzeptanz und damit das Image des EVU beim Kunden wird steigen, da die angebotene Leistung stärker den Bedürfnissen des Kunden entsprechen.

- stärkere Nutzung vorhandener Kapazitäten

EVU haben jahrzehntelange Erfahrung im Energiebereich und sind als kompetente Ansprechpartner in Energiefragen bekannt. Das zur Verfügung stehende technische und betriebswirtschaftliche Know-how kann auch für Contracting gewinnbringend eingesetzt werden. Für EVU besteht somit die Chance sich einen neuen Markt zu erschließen, ohne dabei in gänzlich neue Geschäftsbereiche vordringen zu müssen.

- Nutzung der Einsparungen um steigenden Strombedarf abzudecken

Der Strombedarf wird auch in Zukunft weiter steigen. Die Einsparungen am Energiebedarf, der mit Contracting realisiert wird, kann zur Abdeckung des zukünftigen zusätzlichen Bedarfs verwendet werden. Für ein EVU ist Contracting mit Sicherheit der erfolgreichere Weg um den zukünftigen Energiebedarf abzudecken.[21]

Mögliche Nachteile bzw. Risiken für den Anbieter ergeben sich durch die Grundkonzeption von Contracting. Contracting ist eine Form der Projektfinanzierung, bei der die erforderlichen Rückflüsse der Investition aus dem jeweiligen Projekt selbst erfolgen, d.h. der erforderliche Kapitaldienst muß durch den Cash-Flow des jeweiligen Projekts aufgebracht werden. Risiken ergeben sich, wenn die Rückflüsse nicht den Erwartungen entsprechen und dadurch die Investition nicht vollständig refinanzierbar ist. Nicht nur für den Anbieter, sondern auch für einen Fremdkapitalgeber sind die Projektrisiken von großer Bedeutung.[22] Ein Teil dieser Risiken kann an den Kunden übertragen werden. Üblicherweise wird der Contractor versuchen, jene Risiken an den Kunden zu übertragen, die er nicht selbst beeinflussen kann. Aber nicht nur während der Projektlaufzeit bestehen Risiken für den Contractor, sondern auch im Vorfeld einer Vertragsunterzeichnung ergeben sich für den Anbieter mögliche Nachteile. Bevor ein Contractingvertrag abgeschlossen wird, sind zahlreiche Vorarbeiten zu leisten, die nicht alle abgegolten werden. Derzeit ist es zum Beispiel üblich, daß der Anbieter eine kostenlose Grobanalyse durchführt. Wenn es zu keinem späteren Vertragsabschluß kommt, entstehen dem Anbieter unfinanzierte Kosten. Während der Vertragslaufzeit ergeben sich Risiken in der Errichtungs- und der Betriebsphase.[23]

- Errichtungsphase

In der Errichtugsphase einer Anlage können technische und wirtschaftliche Risiken unterschieden werden. Zu den technischen Risiken gehören z.B. zu geringe Wirksamkeit der geplanten Anlage, Funktionsstörungen oder Montageprobleme. Wirtschaftliche Risiken ergeben sich durch eine zeitliche und kostenmäßige Überschreitung des vorher festgelegten Projektablaufs. Ein weiteres wirtschaftliches Risiko ergibt sich, wenn mit anderen Firmen für das Projekt zusammengearbeitet wird und eine dieser Firmen in Konkurs geht.

- Betriebsphase

Risiken in der Betriebsphase sind unterscheidbar nach Anlagencontracting und Einsparcontracting. Beim Anlagencontracting ist ein wesentliches Merkmal, daß die Refinanzierung über

die Bereitstellung von Nutzenergie erfolgt. Das bedeutendste Risiko beim Anlagencontracting ist eine entsprechende Anlagenauslastung, d.h. daß die erzeuge Nutzenergie auch tatsächlich vom Nutzer nachgefragt wird. Weitere Risiken ergeben sich z.B. durch Ausfall der Energiezulieferung oder Betriebsstörung der Anlage. Beim Einsparcontracting erfolgt die Refinanzierung durch die eingesparten Energiekosten. Das bedeutendste Risiko ergibt sich im Zusammenhang mit der Festlegung des Referenzwertes. Der Referenzwert stellt die Ausgangssituation vor Durchführung der Maßnahmen dar. Klimaschwankungen, Nutzerverhalten oder die Energiepreisentwicklung haben Einfluß auf den tatsächlichen Energieverbrauch und müssen bei der Berechnung der Verbrauchsreduktion berücksichtigt werden. Vor allem jene Einflußfaktoren die im Contractingvertrag nicht oder nicht exakt genug definiert wurden, stellen ein Risikopotential dar.[24]

- Bonität

Ein Risiko das in der Errichtungs- und der Betriebsphase eines Contractingprojektes besteht, ist die Bonität des Nutzers. Eigentumsrechtliche Absicherungen der installierten Anlage können die Verluste bei Zahlungsunfähigkeit des Nutzers nicht zur Gänze vermeiden. Teile der installierten Anlage sind sehr spezifisch auf den jeweiligen Nutzer angepaßt. Diese Teile können nicht ohne weiteres für andere Nutzer verwendet werden. Bei einer thermischen Gebäudesanierung ist das Eigentum des Contractors untrennbar mit dem Objekt verbunden, eine andere Verwendung somit gar nicht möglich. Die Prüfung der Bonität des Nutzers spielt daher eine entscheidende Rolle. Für den öffentlichen Bereich kann davon ausgegangen werden, daß das Bonitätsrisiko gering ist.

2.4.2. Vor- und Nachteile für den Nutzer

Vorteile für den Nutzer von Contractingmodellen lassen sich von dem angebotenen Leistungsumfang des Contractors ableiten. Die Grundkonzeption von Contracting ermöglicht es dem Nutzer, den gesamten Verantwortungsbereich für den jeweiligen Energiebereich auszulagern. Die Abbildung 5 zeigt den möglichen Leistungsumfang von Contractinganbietern.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 5: Leistungsumfang von Contractinganbieter[25]

In der Praxis wird beim Contracting nicht immer der gesamte Leistungsumfang vom Nutzer in Anspruch genommen. Je nachdem, welche Leistungen der Nutzer in Anspruch nimmt, können sich für ihn folgende Vorteile ergeben:[26]

- Wirtschaftliche Identität

Beim Contracting ist der Planer, Ersteller und Betreiber der Anlage wirtschaftlich identisch. Die wirtschaftliche Identität und die Refinanzierung der erbrachten Leistungen durch die eingesparten Energiekosten führen dazu, daß der Contractor an der wirtschaftlich sinnvollsten Gesamtlösung interessiert ist. Für den Nutzer bedeutet dies, daß seine Interessen und jene des Contractors gleichgerichtet sind.

- Realisierung von größeren Einsparpotentialen

Der Contractor kann seine Rentabilitätsanforderungen stärker an der technischen Nutzungsdauer der Anlage orientieren. Dadurch ergeben sich aus der Sicht des Contractor mehr wirtschaftlich interessante Einsparpotentiale als aus der Sicht des Nutzers. Der Nutzer kann dadurch aus seiner Sicht unrentable Investitionen durch einen Contractor durchführen lassen.

- „Alles aus einer Hand“

Der Nutzer hat für den „Randbereich“ Energie einen kompetenten Ansprechpartner und kann sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren. Die zeitaufwendige Beschäftigung mit Energiespartechnologien entfällt. Der Nutzer kann das spezielle Wissen und die Erfahrung des Contractors nutzen, dessen Kerngeschäft der Energiebereich ist.

- Günstiger als Eigendurchführung

Der Contractor kann durch Einkaufspooling und standardisierte Lösungen die jeweilige Anlage kostengünstiger realisieren. Durch die Erfahrung des Contractors können die gesamte Anlagenerrichtung und die nötigen Genehmigungsverfahren rascher durchgeführt werden. Weitere Kostenvorteile ergeben sich z.B. durch günstigere Versicherungskonditionen, geringere Wartungs- und Instandhaltungskosten und eventuell durch Personaleinsparungen. In Summe kann es für den Nutzer kostengünstiger sein, die entsprechenden Maßnahmen mit einen Contractor durchzuführen als in Eigenregie. Voraussetzung, um diese Kostenvorteile erkennen zu können ist eine Vollkostenrechnung. Dabei werden alle anfallenden Kosten und Erträge im Zusammenhang mit den erbrachten Leistungen berücksichtigt. Ein Kostenvergleich zwischen Eigendurchführung und Contracting nur anhand des Zinssatzes oder der Energiebezugskosten würde zu einem falschen Ergebnis führen.

- Risikoverlagerung von Fehlinvestitionen

Durch die Übertragung der Verantwortung für den jeweiligen Energiebereich an den Contractor entfallen für den Nutzer zumindest teilweise das technische und das finanzielle Risiko von Fehlinvestitionen.

- kein eigenes Kapital nötig

Für die Realisierung der Einsparinvestitionen muß der Nutzer kein eigenes Kapital aufwenden. Oftmals wird der Nutzer an den eingesparten Energiekosten von Beginn an beteiligt und hat dadurch sofort geringere Energiekosten.

- Beitrag zum aktiven Umweltschutz

Durch den Einsatz von modernen und effektiven Technologien erfolgt eine Senkung der Schadstoffemissionen.

Neben den zahlreichen Vorteilen können auch nachteilige Aspekte angeführt werden.

- lange Vertragslaufzeit

Die Vertragslaufzeit beträgt in der Regel zwischen 5 und 10 Jahren. Es erfolgt somit eine längerfristige Bindung an den Contractor. Zukünftige Entwicklungen sind für diesen Zeitraum schwer vorhersehbar. Beispielsweise kann bei einem Konkurs des Contractors beim Anlagencontracting das Problem der zukünftigen Energielieferung und eventueller finanzieller Mehrbelastungen entstehen. In Deutschland übernimmt z.B. der Verband für Wärmelieferung in Hannover eine treuhänderische Absicherung und garantiert die Weiterführung zu den gleichen Konditionen.[27]

- vertragliche Regelung sind umfangreich und komplex

Es müssen eine Vielzahl von vertraglichen Details geregelt werden. Der Nutzer verfügt zumeist nicht über das Spezialwissen des Contractors. So besteht etwa die Gefahr, daß bei der Festlegung des Referenzverbrauchs verschiedene Einflußfaktoren zum Nachteil des Nutzers interpretiert werden[28].

- zusätzlicher organisatorischer Aufwand

In der Projektvorbereitung ist mit vermehrtem zeitlichen und personellem Aufwand zu rechnen. Erst nach Vertragsabschluß wird der Aufwand unter dem Ausgangsniveau liegen.

- Mindestprojektgröße und Mindesteinsparpotential

Kleinere Projekte sind derzeit mit Contracting nicht realisierbar. Von den Anbietern werden derzeit jährliche Energiekosten von mindestens 400.000,- und ein Energieeinsparpotential von ca. 20 - 30% als Voraussetzung genannt.[29] Der Grund ist der hohe Aufwand bei der Vertragsgestaltung und -abwicklung. Die meisten Contractingprojekte haben eine Laufzeit von maximal 10 Jahren. Kostenintensive Maßnahmen lassen sich in dieser Zeit nicht vollständig refinanzieren. Vorsicht seitens des Nutzers ist geboten, daß der Contractor nicht nur die wirtschaftlich attraktivsten Einsparpotentiale auszuschöpfen versucht. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über verschiedene Maßnahmen, deren Amortisationszeit und die erzielbaren Kosteneinsparungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Maßnahmen bei Contracting[30]

2.4.3. Weitere Vorteile von Contracting

Neben den Vorteilen für Anbieter und Nutzer von Contracting gibt es noch weitere Vorteile, die der Allgemeinheit bzw. der Volkswirtschaft zu Gute kommen. In erster Linie sind dies Umwelt- und Beschäftigungseffekte.

Durch Contracting werden Maßnahmen durchgeführt, die sonst nicht oder nicht zu diesem Zeitpunkt realisiert werden könnten. Durch den eingesparten Energieverbrauch ergeben sich positive Umwelteffekte. Je nach gesetzter Maßnahme können die Umweltentlastungen unterschiedlich hoch sein. Die Umstellung z.B. einer veralteten Ölheizung auf Fernwärme bringt mehr positive Effekte, wie eine Reduzierung des Strombedarfs bei der Straßenbeleuchtung. Auch wenn die Umweltentlastungen durch die gesetzten Maßnahmen im letztgenannten Fall geringer sind, sind sie als positive Effekte zu bewerten, d.h. die eingesetzten Energiemengen für die Einsparmaßnahmen sind geringer als die eingesparten Energiemengen durch die entsprechenden Maßnahmen.[31]

Das Investitionsvolumen für Contractingmaßnahmen wird in Österreich auf mehrere hundert Millionen Schilling geschätzt, entsprechende positive Beschäftigungseffekte sind zu erwarten.

Der Contractor erbringt nicht alle Leistungen des jeweiligen Projektes selbst, er bedient sich auch anderer Firmen. Für den Contractor ist es, wenn er nicht in der jeweiligen Region ansässig ist, durchaus von wirtschaftlichen Interesse regionale und örtliche Unternehmen in das Projekt einzubinden, um z.B. Wartungs- und Servicekosten geringer zu halten. Mit zunehmender Verbreitung des Contractingmodells und nicht zuletzt durch das Energie-Contracting-Impuls-Programm[32] des Landes Oberösterreich werden auch vermehrt oberösterreichische Unternehmen das Konzept aufgreifen und zu einer Stärkung der regionalen Wirtschaft beitragen.

3. Einzelne Schritte bei der Umsetzung von Contractingprojekten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 7: Ablaufschema für Contractingprojekte

Die in der Abbildung 7 dargestellten einzelnen Schritte sind ein möglicher Weg um ein Contractingprojekt zu realisieren, wenn z.B. eine Gemeinde von sich aus tätig wird. Mittlerweile gibt es einige Erfahrungsberichte aus der Schweiz, Deutschland und auch aus Österreich. Die einzelnen Schritte werden in diesem Abschnitt näher beschrieben. Einen Ratgeber und einen Leitfaden für Einsparcontracting hat vor kurzem die Energieverwertungsagentur herausgegeben.

3.1. Projektvorbereitung

Ein erster Schritt besteht darin, sich mit den Möglichkeiten von Contracting vertraut zu machen. Zumindest sollten die grundsätzliche Finanzierungsidee, Vor- und Nachteile sowie der Ablauf von Contractingprojekten bekannt sein. Für Gemeinden wurde in Oberösterreich von der oö. Umweltakademie eine Informationsveranstaltung angeboten, die einen Einstieg in das Thema ermöglicht.

Wenn Contracting als eine interessante Möglichkeit erscheint, muß im nächsten Schritt abgeklärt werden, ob das ins Auge gefaßte Energiesparobjekt für Contracting grundsätzlich geeignet ist. Die Eignung eines Objektes hängt beim Energieeinsparcontracting von der Isolierbarkeit der Maßnahme, Meßbarkeit der Einsparung und der Festlegbarkeit des Referenzwertes ab.[33]

Beim Einsparcontracting wird die Refinanzierung über die eingesparten Energiekosten durchgeführt. Dazu ist es notwendig, den Energiebedarf vor und nach der gesetzten Maßnahme bestimmen zu können. Bei einem Gebäude heißt dies, daß Heizkosten, Stromverbrauch etc. getrennt für dieses Gebäude erfaßbar sein müssen. Wenn eine Heizanlage mehrere Gebäude beheizt, muß für das in Betracht kommende Gebäude ein eigener Zähler installiert werden. Bei schwankendem Energieverbrauch müssen die Gründe dafür eruierbar sein (z.B. Wetter, Benutzerverhalten). In den meisten Fällen können diese Voraussetzungen geschaffen werden. Bei Anlagencontracting werden die Investitionen über die abgenommene Energiemenge refinanziert und dadurch ergibt sich ein einfacherer Ansatzpunkt.

Als die zwei entscheidenden Punkte für die Vorauswahl, ob ein Gebäude für Contracting geeignet ist, werden die möglichen Einsparpotentiale und die Höhe der Energiekosten angeführt. Als geeignete Größe werden ca. 20-30 % Einsparpotential und jährliche Energiekosten von mindestens 400.000 öS als Voraussetzungen genannt. Vor allem die Grenze der Energiekosten ist jedoch nicht als absolut anzusehen. Sie ergibt sich dadurch, daß bei zu geringem Projektumfang die Transaktionskosten zu hoch sind. Die Energiekosten müssen nicht unbedingt von einem einzelnen Gebäude erreicht werden, auch die Zusammenlegung von mehreren Gebäuden ist durchführbar. In Berlin z.B. wurde das Projekt „Energiesparpartnerschaft Berlin“ realisiert. Es wurden einmal 42 und einmal 46 Gebäude in je einen Pool zusammengefaßt. Durch die Zusammenlegung von mehreren Objekten ist es auch möglich, weniger effiziente Einzelmaßnahmen durchzuführen bzw. im Pool unterzubringen.[34]

Die oben genannten Energiekosten beziehen sich auf den Gebäudebereich. Bei Projekten im Bereich der Straßenbeleuchtung oder für die solare Beckenwassererwärmung in Freibädern sind als Untergrenze deutlich niedrigere jährliche Energiekosten von seiten der Contractoren angegeben.

Nicht unterschätzt werden darf der zeitliche und personelle Aufwand, der mit einem Contractingprojekt verbunden ist. Erst nach dem Vertragsabschluß wird der Aufwand deutlich geringer sein als bei Eigendurchführung. Einige Autoren schätzen den zeitlichen und personellen Aufwand bei der Durchführung von Contractingprojekten bis zum Vertragsabschluß zumindest gleich hoch ein wie bei einer Durchführung der Maßnahmen in Eigenregie und herkömmlicher Finanzierung.[35]

Organisatorische Maßnahmen in der Projektvorbereitung können von der Bestimmung eines einzelnen Verantwortlichen bis zur Einführung einer Projektgruppe reichen. Für die spätere Zusammenarbeit mit dem Contractor ist auf jedenfall eine Ansprechperson zu bestimmen. In der Phase der Projektvorbereitung werden auch die Anforderungen an das Projekt definiert. Bei einer beabsichtigten Ausschreibung des Projekts empfiehlt es sich, die Anforderungen und Datengrundlagen in Form eines Pflichtenheftes festzuhalten.

3.2. Grundlagenermittlung

Bei der Grundlagenermittlung sollten die nötigen Daten für die Offerteinholung ermittelt werden. Es gibt drei Möglichkeiten an die benötigten Daten zu gelangen. Im Punkt 3.2.1. wird ausführlich auf die Bedeutung der Energiebuchhaltung eingegangen, im Punkt 3.2.2. werden noch andere Möglichkeiten der Grundlagenermittlung beschrieben.

3.2.1. Energiebuchhaltung und Kennzahlen

Eine Energiebuchhaltung und eine Kennzahlenanalyse stellen für Betriebe wie auch für Gemeinden ein Instrument mit zahlreichen Vorteilen dar. Bereits durch die Beschäftigung mit dem Thema Energie wird damit häufig bewußter umgegangen und es können sich dadurch Einsparungen ergeben. Als ein Nachteil von Contracting wird von den Nutzern oft das unterschiedliche Know-how angesehen. Durch die Beschäftigung mit dem Thema Energie im Vorfeld eines Projektes kann dieses Defizit zumindest zum Teil ausgeglichen werden. Für die Durchführung von Contractingprojekten stellen die Daten einer Energiebuchhaltung eine erste Informationsbasis dar.

In folgenden Projektphasen können die Daten aus der Energiebuchhaltung und Kennzahlen eingesetzt werden.[36]

- Projektbeurteilung

Durch die Daten aus der Energiebuchhaltung und den daraus abgeleiteten Kennzahlen ist es möglich, Aussagen über die Eignung eines Projektes für Contracting zu machen. Wenn keine Daten vorhanden sind, muß die Ist-Situation vorher erhoben werden. Wenn dies der Contractor durchführt, entstehen Kosten, die dem Contractingnehmer direkt verrechnet werden oder beim Abschluß eines Contractingvertrages zusätzlich refinanziert werden müssen. In der Regel entstehen für eine Grobanalyse den Kunden keine Kosten. Von den Contractoren werden aber zumeist Energiekennzahlen verlangt, um eine grobe Einschätzung der Projekttauglichkeit durchführen zu können.

[...]


[1] Vgl. Bertelmann, H., Braunmühl, W.v.: Neue Betriebsformen in der Energieversorgung. Wuppertal 1994. S.12.

[2] Vgl. Voigt, M.: Einspar-Contracting im Gebäudebestand. Hannover o.J.. S. 5.

[3] Vgl. Bertelmann, H.: Contracting - Idee, Anwendung, Vorteile und Risiken. Adliswil 1996. S.12.

[4] Vgl. Oberfinanzdirektion Stuttgart: Drittfinanzierung von Energiesparmaßnahmen. Stuttgart 1997. S. 3.

[5] Vgl. Henzelmann, T.: Energieversorger als Dienstleistungspartner. Regensburg 1997. S.93.

[6] Vgl. Braunmühl, W.v.: Contracting. Wuppertal o.J.. S.6 ff..

[7] Vgl. Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie: Pilotprojekte Einsparcontracting und Intracting in NRW. Wuppertal 1998. S. 1 ff..

[8] Vgl. Papousek, B.: Was ist Drittfinanzierung ?. 1997.

[9] Vgl. Duscha, M., Hertle, H.: Energiemanagement für öffentliche Gebäude. Heidelberg 1996. S. 22 f..

[10] Vgl. Herz, T.: Wirtschaftlichkeit von Contractingmodellen. 1997. S. 5 f.

[11] vgl. Hessen-Energie: Das Standard-BHKW. Wiesbaden 1996. S. 14

[12] Vgl. Freund, R.: Einspar-Contracting für den Klimaschutz. Rosenheim 1997. S. 4.

[13] Vgl. Papousek, B.: Contracting - Energiesparen ohne Belastung des Gemeindebudgets. 1997.

[14] Vgl. Energieverwertungsagentur: Drittfinanzierung in Österreich. Wien 1997. S. 8.

[15] Vgl. Energieverwertungsagentur: Drittfinanzierung in Österreich. Wien 1997. S. 9.

[16] Vgl. Bertelmann, H., Braunmühl, W. v.: Neue Betriebsformen in der Energieversorgung. Wuppertal 1993. S. 10.

[17] In Deutsch Feistritz wurden fünf Häuser zu einem Projekt zusammengelegt und mit zentraler Solaranlage und Hackschnitzelheizung ausgestattet.

[18] Vgl. Bertelmann, H.: Contracting - Idee, Anwendung, Vorteile und Risiken. Adliswil 1996. S.14 f..

[19] Vgl. Zeiringer, D., Pöltl, S.: Grazer Magistratsobjekte. Graz 1995. S. 8 f..

[20] Vgl. Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch: Contracting in der kommunalen und industriellen Energieversorgung. Hamburg o.J.. S. 2

[21] Vgl. Emch, G.: Contracting bietet neue Geschäftsfelder für Energieversorgungsunternehmen. Adliswil 1996. S. 128 f..

[22] Vgl. Kleiner, M., Rey, M.: Geteiltes Risiko: Projektfinanzierung. Düsseldorf 1996. S. 17 ff.

[23] Vgl. Bertelmann, H.: Contracting - Idee, Anwendung, Vorteile und Risiken. Adliswil 1996. S.27 f..

[24] Vgl. Energieverwertungsagentur: Drittfinanzierung in Österreich. Wien 1997. S. 109.

[25] Vgl. Papousek, B.: Was ist Drittfinanzierung ?. 1997.

[26] Vgl. Weise, M.: Vorsicht (Vertrags-) Falle. Düsseldorf 1996. S.26 f..

[27] Vgl. Liebernickel, T.: Vorsicht Contractor. Herrsching 1995. S.65.

[28] Vgl. Energieverwertungsagentur: Drittfinanzierung in Österreich. Wien 1997. S. 5.

[29] Vgl. Energieverwertungsagentur: Einspar-Contracting in der Praxis. Wien 1998. S. 53.

[30] Vgl. Benke, G.: Stellt die Drittfinanzierung eine praktikable Alternative zur Forcierung von Energiesparinvestitionen dar ?. 1996. S.4

[31] Vgl. Schreiber, M.: Energie-Einspar-Contracting. Heidelberg 1997. S. 185.

[32] Vgl. Richtlinien für das Energie-Contracting-Impuls-Programm (ECIP) des Landes Oberösterreich

[33] Vgl. Sommer, H.: Contracting - Leitfaden und Vertragsmodelle zur Energieeinsparung. Adliswil 1996. S.31.

[34] Vgl. Münschen, K.: Drittfinanzierung für Energiesparmaßnahmen bei öffentlichen Gebäuden. Wien 1997. S. 17.

[35] Vgl. Hessen-Energie: Energiedienstleistungs- und Contracting-Angebote in Hessen. Wiesbaden 1996. S. 18.

[36] Vgl. Energieverwertungsagentur: Drittfinanzierung in Österreich. Wien 1997. S. 73.

Details

Seiten
125
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
1999
ISBN (eBook)
9783832451608
ISBN (Buch)
9783838651606
Dateigröße
872 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v220687
Institution / Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz – Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
Note
Schlagworte
drittfinanzierung energie energieeinsparung gemeinden contracting

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Titel: Contracting als Instrument zur Realisierung von Energieeinsparpotentialen