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Ausländische Direktinvestitionen in der S. R. Vietnam

Diplomarbeit 2001 77 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Theoretische Grundlegung
2.1 Definition, Formen und Motive von Direktinvestitionen
2.2 Ansätze zur Erklärung von Direktinvestitionen
2.3 Raumwirksamkeit von Direktinvestitionen

3. Ausländische Direktinvestitionen in Vietnam
3.1 Politische und sozio-ökonomische Rahmenbedingungen
3.2 Gesetzliche und institutionelle Rahmenbedingungen
3.3 Entwicklung ausländischer Investitionsprojekte in Vietnam
3.4 Volumen ausländischer Investitionsprojekte in Vietnam
3.4.1 Die Aufteilung nach Branchen
3.4.2 Die Aufteilung nach Ländern
3.4.3 Die Aufteilung nach Regionen

4. Standortbewertung ausländischer Direktinvestitionen
4.1. Konzeption und Datenerhebung
4.2 Betrachtung der Standortfaktoren
4.2.1 Arbeitsmarkt
4.2.2 Absatz- und Beschaffungsmarkt
4.2.3 Verkehrsinfrastruktur
4.2.4 Allgemeine Versorgung
4.2.5 Boden und Gebäude
4.2.6 Gesetzgebung und Behörden
4.2.7 Fühlungsvorteile
4.2.8 sonstige Faktoren
4.3 Bewertung der Standortfaktoren nach Regionen

5. Voraussetzungen für ausländische Investoren

6. Zukunftsaussichten

7. Die neue Asienpolitik der Deutschen Bundesregierung

Literatur- und Quellenverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Sektorenstruktur der ausländischen Direktinvestitionen in Vietnam (1995-1999)

Tab. 2: Ausländische Direktinvestitionen nach Branche (01/1988-11/2001)

Tab. 3: Länderstruktur der ausländischen Direktinvestitionen in Vietnam in den Anfangsjahren (1988-1995)

Tab. 4: Gesamte Investitionsverpflichtungen nach Herkunftsland (01/1988- 11/2001)

Tab. 5: Die regionale Aufteilung der Investitionsprojekte in Vietnam (01/1988-11/2001)

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Regionale Verteilung der auslaendischen Direktinvestitionen in Vietnam

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Für viele Asienkenner stellt Vietnam eines der nächsten ”Tigerländer” in der wirtschaftlich dynamischen Wachstumsregion Südostasien dar. Dafür sprechen der enorme Nachholbedarf in einem 78 Millionen Konsumentenmarkt, ein großes Reservoir an natürlichen Ressourcen und an außerordentlich engagierten und lernfreudigen Arbeitskräften und eine liberale Auslandsinvestitionsgesetzgebung.

Ziel dieser Arbeit ist es zu zeigen, welche konkreten Erwägungen ausländische Investoren veranlassen, in Vietnam zu investieren, welche wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen sie zu erwarten haben, und welche Voraussetzungen sie für ein erfolgreiches Engagement in Vietnam mitbringen müssen.

Ein Teil meiner Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Umfang und der Struktur ausländischer Direktinvestitionen, unter Verwendung vorhandener Statistiken, die größtenteils von vietnamesischen Institutionen bezogen wurden. Anschließend sollen durch eine sekundärstatistische Untersuchung einerseits die Standortvorteile Vietnams als Ansiedlungsort einer Direktinvestitionsunternehmung herausgearbeitet werden. Andererseits sollen auch die Schwierigkeiten und sozio-ökonomischen Hindernisse eines Engagements im sozialistischen Vietnam untersucht werden, um eine Aussage über den potentiellen Erfolg einer Auslandsinvestition treffen zu können.

Auch eine primärstatistische Datenerhebung in Form von Interviews mit ausländischen Unternehmensrepräsentanten in Hanoi und einem standardisierten Fragebogen zur Bewertung der einzelnen Standortfaktoren wurde durchgeführt. Aber aufgrund des geringen Erhebungsumfangs im Raum Hanoi konnten keine repräsentativen Erkenntnisse gewonnen werden.

Der letzte Teil der vorliegenden Arbeit beinhaltet Empfehlungen an den potentiellen Investor und eine vorausschauende Schlußbetrachtung der Zukunftsaussichten für Vietnam. Schließlich wird noch eine kurze Darstellung der heutigen Asienpolitik der Bundesregierung Deutschlands gegeben.

2. Theoretische Grundlegung

Ziel dieses Kapitels ist es, sowohl eine definitorische Eingrenzung des Begriffs Direktinvestitionen vorzunehmen als auch die unterschiedlichen Motive der Investoren und Formen von Direktinvestitionen im Allgemeinen sowie auf Vietnam selbst bezogen zu erläutern. Im Anschluß werden Ansätze zur theoretischen Erklärung der Existenz und Raumwirksamkeit von Direktinvestitionen erklärt.

2.1 Definition, Formen und Motive von Direktinvestitionen

Definition von Direktinvestitionen

Bei Direktinvestitionen handelt es sich um Investitionen, die vom Investor zum Zweck der eigenen unternehmerischen Tätigkeit, d.h. zur Einflußnahme auf die Geschäftstätigkeit und zu einer effektiven Managementkontrolle, vorgenommen werden[1]. Hierbei geht es um den Transfer von Kapital, Technologie, Know-how und Managementleistungen. Reine Finanzinvestitionen, die alleine der Renditeerzielung dienen, werden im allgemeinen als Portfolioinvestitionen bezeichnet und sind somit abzugrenzen.

Formen von Direktinvestitionen

Wenn sich Investoren im Ausland engagieren, geschieht dies meistens in Form von Firmenneugründungen, Übernahmen (Aufkäufen) oder Beteiligungen[2]. Neugründungen lassen sich unterscheiden in rechtlich selbständige Tochtergesellschaften und in rechtlich unselbständige Betriebsstätten (Zweigniederlassungen, Filialen)[3]. Sie bewirken im Gegensatz zu Beteiligungen und Übernahmen eine Ausweitung der Produktionskapazitäten im Zielland, während sich bei den anderen Direktinvestitionsformen zunächst nur die Eigentumsverhältnisse und nicht Produktionsvolumen und –struktur ändern.[4] Ein Sonderfall unter den Direktinvestitionsformen sind Joint Ventures. Bei diesen rechtlich selbständigen Gemeinschaftsunternehmungen liegt die Betriebsführung, die Kapitalbeschaffung und die Haftung in den Händen mehrerer unabhängiger Partner. Dadurch wird häufig versucht, den Gesetzesrestriktionen des Gastlandes, die eine einheimische Beteiligung an ausländischen Unternehmungen in ihrem Land fordern, zu entsprechen oder nationale Zulassungsbeschränkungen zu umgehen.

Wahl der Direktinvestitionsform in Vietnam

In Vietnam sind Joint Ventures und Firmenneugründungen, die zu 100% in ausländischem Besitz sind, die weitverbreitetsten Formen von Direktinvestitionen. Akquisition einer bestehenden Firma durch einen ausländischen Investor ist nämlich kaum möglich[5]. Vor allem Joint Ventures werden von der vietnamesischen Regierung bevorzugt bewilligt, da ein einheimischer Kooperationspartner die mangelnden Vietnam-Kenntnisse des ausländischen Investors kompensieren und somit die Wahrscheinlichkeit eines Mißerfolges gering halten kann. Weitere Vorteile des Joint Ventures für einen ausländischen Investor sind der Zutritt in ein bereits bestehendes Beziehungsnetz zu Kunden, Lieferanten und Behörden, das der ausländische Investor im Alleingang auch nach Jahren nicht erreichen könnte. Auch die landesweite Publizität durch den Vertragsabschluß bringt ein beachtliches Maß an kostenlosen Public Relations, wodurch sich die erforderlichen Aufwendungen zum Aufbau einer Marktpräsenz weiter reduzieren lassen. So fallen die meisten Kosten beim Erwerb der Landnutzungsrechte, beim Aufbau des Distributionssystems sowie bei der Ausbildung des Personals an.

Nachteilig macht sich die Joint Venture Form im Hinblick auf das Konfliktpotential bemerkbar. Bei dieser Art von Zusammenarbeit, bei der erhebliche Informationsasymmetrien und große Kulturdifferenzen bestehen, können Unstimmigkeiten hinsichtlich Personalmanagement, Standortwahl, Gewinnteilung, Managementkompetenzen, Technologieeinsatz oder unterschiedlicher Zielsetzungen zu ernsten Konflikten führen[6]. Ein weiteres Argument gegen die Joint Venture Gründung ist die aus Devisenmangel erzwungene Exportverpflichtung, wodurch man mit dem Mutterunternehmen bzw. mit anderen Niederlassungen in Konkurrenz treten könnte.

Viele dieser Nachteile einer Kooperation sind wiederum Argumente für eine Neugründung. Hier herrscht größtmögliche Autonomie bei der Gestaltung der Markterschließung. Sowohl die Bestimmung und Durchsetzung der Unternehmenspolitik als auch die Verfügungsfreiheit über Personalangelegenheiten werden nicht durch einen Partner eingeschränkt, so daß ständige Konflikte auf strategischer und operativer Ebene ausbleiben. Daraus folgt , daß Absatzaktivitäten auf den Weltmärkten koordiniert werden können und es zu keiner direkten Konkurrenzierung mit anderen Tochtergesellschaften kommen kann. Auch technologische Wettbewerbsvorteile müssen nicht unmittelbar an andere transferiert werden, wie es bei Joint Ventures üblich und notwendig ist. Im Vergleich mit einem Joint Venture ist die Neugründung allerdings sehr kostspielig und macht eine Markterschließung äußerst langwierig. Zahlreiche Hindernisse müssen selbst überwunden werden, sei es im Umgang mit den staatlichen Behörden, sei es mit dem Aufbau einer Marketing- bzw. Beschaffungsstruktur oder mit der Personalbeschaffung.

Motive für Direktinvestitionen

Die Beweggründe und Motive für Direktinvestitionen zeigen eine weite Bandbreite von unterschiedlich gewichteten Erwartungen, die sich in vier Kategorien unterteilen lassen:[7]

- markt- und absatzorientierte Motive,
- beschaffungsorientierte Motive,
- kosten- und ertragsorientierte Motive,
- politische Motive.

Wissenschaftlich-empirische Untersuchungen[8] zeigen eine klare Dominanz der markt- und absatzorientierten Motive. Diese Absatzmarktziele können defensiver Natur (Marktsicherungsziele) oder offensiver Natur (Markterweiterugnsziele) sein. Durch beschaffungsorientierte Direktinvestitionen hingegen, versuchen Unternehmen die Zulieferung von Rohstoffen oder Vorprodukten, die nur oder wirtschaftlicher im Ausland erhältlich sind, sowie die Kontrolle über ihre Preise langfristig zu sichern.[9] Zu den politischen Motiven zählen beispielsweise staatliche Investitionsförderung im Gastland, geringere Belastungen durch Steuern, Sozialabgaben, Umweltauflagen, bessere Ausstattung mit Infrastruktur und ähnliche. Zusammen mit den kosten- oder ertragsorientierten Motiven bilden die politischen Motive die Motivgruppe “standortrelevante Einflußfaktoren”. In der Praxis werden nicht einzelne Motive isoliert, sondern ein ganzes Motivbündel den Ausschlag für eine Direktinvestitionsentscheidung geben.

2.2 Ansätze zur Erklärung von Direktinvestitionen

Es existieren keine einheitlichen und in sich geschlossenen Theorien der Direktinvestitionen. Vielmehr versuchen verschiedene Erklärungsansätze, sich mit Hilfe partialanalytischer Modelle der Thematik anzunähern. Im folgenden sollen fünf Haupttheorien vorgestellt werden.

Die Kapitaltheorie betrachtet Direktinvestitionen als eine Art internationaler Kapitalbewegungen. Entsprechend der “einfachen Zinssatztheorie” fließen sie von relativ kapitalreichen Ländern mit niedrigem Zinssatz und niedriger marginaler Kapitaleffizienz in relativ kapitalarme Länder mit hohem Zinssatz und hoher marginaler Kapitaleffizienz. Bei der “erweiterten Zinssatztheorie” werden außerdem noch die Informations- und Transaktionskosten berücksichtigt und Ungewißheit und Risiko miteinbezogen.[10] Die Einführung dieser neuen Determinanten erschwert allerdings die Ableitung vergleichbarer Zinssätze, da sich der Kapitalfluß nun auch an der subjektiven Beurteilung der zu erwartenden Risiken orientiert[11].

Die Theorie des internationalen Handels begründet Direktinvestitionen und den Transfer des Faktors Kapital[12] als eine Alternative zur Versorgung von Auslandsmärkten durch den ständigen Transfer von Gütern. Demnach werden Direktinvestitionen getätigt, wenn es günstiger erscheint, einen bestimmten Markt im Ausland nicht durch Exporte zu bedienen, sondern durch Güter, die vor Ort produziert werden.[13] Allerdings müssen sich die Marktbearbeitungstrategien Export und Direktinvestitionen nicht zwangsläufig ausschließen, sie können sich vielmehr ergänzen. Die Anwesenheit eines Unternehmens in einem Gastland kann durch gezielte Kundenpflege und Service zu einer erhöhten Nachfrage der Produkte des ausländischen Unternehmens führen. Dies hat eine exportfördernde Wirkung.

Im Mittelpunkt der Industrial-Organization Theorie stehen branchenspezifische Marktstrukturen sowie branchenspezifisches Marktverhalten von Unternehmen. Ausschlaggebend für das Kalkül potentieller Investoren sind Einflußfaktoren wie Anzahl und Größenverteilung von Unternehmen auf der Angebots- und Nachfrageseite des Marktes, Grad der Produktdifferenzierung, Höhe der Markteintrittsbarrieren, Wachstumsrate der Marktnachfrage und Elastizität der Nachfrage.[14] Relevant sind hier die Elemente der branchenspezifischen Marktstruktur sowohl im Ursprungsland, als auch auf internationaler Ebene und speziell in den potentiellen Direktinvestitionszielländern.

Im Rahmen der Theorie der Unternehmung werden organisationstheoretische Modelle herangezogen , die sich mit den Problemen beschäftigen, die innerhalb und außerhalb des Unternehmens aus Elementen der Unternehmensorganisation und –struktur auftreten. Faktoren wie die Organisationsstruktur des Unternehmens, der Ablauf des Entscheidungsprozesses oder die Position des Entscheidungsträgers innerhalb des Unternehmens versuchen Direktinvestitionsentscheidungen zu erklären. Einerseits können verhaltensspezifische Determinanten, wie z.B. Risikobereitschaft oder verfügbare Informationen eine große Rolle spielen, andererseits können die Unternehmensziele, wie z.B. Ausrichtung auf ausländische Märkte und das Wachstumsmotiv ausschlaggebende Internalisierungsmotive sein.

Das letzte partialanalytische Modell zur Erklärung von Direktinvestitionen ist die Standorttheorie. Investitionen im Ausland sind in erster Linie Standortentscheidungen, bei denen die Standorteigenschaften potentieller Zielländer eine wesentliche Rolle spielen. Zu den am häufigsten diskutierten Standortspezifika gehören die Marktgröße bzw. das Marktwachstum, die Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen, Löhne, Steuern, staatliche Eingriffe, wie z.B. Investitionsförderung, und politische Faktoren. Die Marktgröße und das Marktwachstum des Empfängerlandes sind bei absatzorientierten Direktinvestitionen die wichtigste Entscheidungsvariable, während angebotsorientierte Standortmerkmale Infrastruktur, Arbeitskräfte, Produktionskosten oder Rohstoffe sein können. Jedoch gilt für die standorttheoretische Analyse, wie für andere partialanalytischen Erklärungsansätze, daß sie nur in Verbindung mit anderen Ansätzen zur Erklärung von Direktinvestitionen im Ausland geeignet sind.[15]

Eine empirisch-gehaltvolle und allgemeingültige Theorie der Direktinvestitionen versuchte Dunning 1977 zu entwickeln. Die Bezeichnung “eclectic approach” wurde gewählt, weil diese drei Zweige der Wirtschaftstheorie integriert:[16] Die Industrial-Organization Theorie, die Transaktionskostentheorie und die Standorttheorie. Die grundlegende Annahme Dunnings ist, daß die Unternehmen Oligopolisten sind und auf unvollkommenen Märkten agieren. Dunnings Kernthese (für das produzierende Gewerbe) ist, daß ein Unternehmen ausländische Direktinvestitionen durchführen wird, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:[17]

1. Das Unternehmen besitzt unternehmensspezifische Wettbewerbsvorteile (ownership-specific advantages). Welche Vorteile dies sind wird mit Hilfe der Beiträge zur Industrial-Organization Theorie beantwortet[18].
2. Es muß für das Unternehmen profitabler sein, diese Wettbewerbsvorteile selbst im Ausland zu verwerten als sie an ausländische Dritte zu verkaufen, zu lizensieren oder durch andere Vertragsformen abzutreten (Internalization advantages)[19].
3. Es muß vorteilhaft sein, die beiden Vorteile (ownership specific advantages und internalization advantages) zumindest mit einigen Produktionsfaktoren des Gastlandes zu realisieren (location-specific advantages). Anderenfalls würden die Auslandsmärkte ausschließlich über Exporte bedient und Inlandsmärkte ausschließlich durch Inlandsproduktion[20].

Der “eclectic approach” kann als Optimierungsprozeß gesehen werden, wobei die Entscheidungsträger zuerst ihre unternehmensspezifischen Vorteile erörtern und anschließend die verschiedenen Alternativen der Vorteilsverwertung prüfen, d.h. in welchem Land (Standorttheorie) und auf welchem Weg (Internalisierungstheorie) die Vorteile genutzt werden sollen. Die Alternative, die voraussichtlich den maximalen Gewinn erziehlt, wird gewählt[21].

2.3 Raumwirksamkeit von Direktinvestitionen

Die Anwesenheit von Direktinvestitionen bewirkt in der Regel auch immer eine Veränderung der Standorteigenschaften des betroffenen Wirtschaftsraumes. Art und Ausmaß dieser Raumwirkungen im einzelnen hängen von der Betriebsgröße sowie der Branche ab, in die investiert wurde. Hier ist es unerheblich, ob es sich um ausländische oder einheimische Investitionen handelt, da die Besitzstruktur eines Betriebes keinen Einfluß auf seine Außenwirkung hat. Die wichtigsten raumbezogenen Wirkungen sind die Arbeitsmarktwirkungen, die regionale Kaufkraftwirkungen, die steuerlichen Wirkungen, die Umweltwirkungen und die Flächeninanspruchnahme.

Die Arbeitsmarktwirkungen beziehen sich auf die in den Unternehmen selbst geschaffenen Arbeitsplätze sowie auf die “Schaffung von Arbeitsplätzen in Betrieben, die sich aus dem technisch-wirtschaftlichen Verbund (vertikaler Verbund) oder durch Impulse infolge Ansiedlung von Industrien durch Absatz- oder Nachfrageverflechtungen im losen Verbund ergeben”[22]. Allerdings konnte das für das Jahr 1995 angestrebte Beschäftigungsziel von 250.000 neuen Arbeitsplätzen durch Direktinvestitionen selbst 3 Jahre später noch nicht erreicht werden. Im Jahr 1998 arbeiteten ca. 130.000 Arbeitnehmer in den durch Auslandskapital entstandenen Unternehmen[23].

Durch die zusätzlichen Arbeitsplätze und ihre Entlohnung verändern sich auch die lokale und die regionale Kaufkraft. Dies führt wiederum zu einer Erhöhung der privaten Dienstleistungs- und Verbrauchsgüternachfrage[24]. Voraussetzung ist jedoch, daß die neuen Betriebe die vorgeschriebenen Mindestlöhne von US$ 30-45 je nach Region einhalten.

Einer der entscheidenden Zusammenhänge zwischen Wirtschaftsbetrieb und Wirtschaftsraum sind die staatlichen Steuereinnahmen. Basis der umfangreichen Besteuerung in Vietnam sind die Betriebe an ihren Standorten sowie die dort beschäftigten Arbeitskräfte. Die wichtigsten steuerlichen Einnahmequellen sind beispielsweise die Verbrauchssteuer, die Gewinnsteuer (profit tax), die Umsatzsteuer (turnover tax), die withholding tax, die Einfuhr- und Ausfuhrzölle (export and import duties) und die Einkommenssteuer (income tax)[25]. Die gesamten Steuererträge fließen dem Staat zu. Allerdings bereitet der Übergang von einem reinen Transfersystem zu einem übersichtlichen Steuersystem den Verwaltungen, Behörden, Haushalten und Unternehmen erhebliche Probleme. Der Anteil der Direktinvestitionsunternehmen an den staatlichen Steuereinnahmen ist mit 3-7% für die Jahre 1993-1997 sehr gering und eine Konsequenz der niedrigen Steuerfestsetzung sowie der Steuerbefreiung der Förderungspolitik gegenüber Direktinvestitionen[26].

Der zusätzliche Platzbedarf bei Übernahme oder Gründung eines Industrie- oder Dienstleistungsbetriebes erklärt sich aus der durch die Flächeninanspruchnahme durch die Betriebsanlagen selbst. Hinzu kommen noch die angesiedelten Arbeitskräfte und die zu ihrer Versorgung notwendigen Hilfsbetriebe[27]. Bei Grundstücksengpässen sind die Folgen steigende Boden- bzw. Mietpreise. Gegenwärtig bestehen in den Industriezentren um Hanoi und Ho Chi Minh City (HCMC) unzureichende Verfügbarkeit von Expansionsflächen auf oder außerhalb bestehender Betriebsgelände. Auch massive Bauprojekte wie beispielsweise geplante Wasserkraftwerke erfordern große Betriebsflächen und bedeuten daher erheblichen Landverlust durch Flutungen, während die Umsiedlung der dortigen Menschen anderweitig Land beansprucht.

Eine weitere raumwirksame Folge von Direktinvestitionen auf den Wirtschaftsraum sind mögliche Umweltbelastungen beispielsweise durch Abwässer oder Emissionen. Die Bekämpfung dieser erweist sich oftmals als problematisch, da die Messung der Umweltbelastungen und deren Zuordnung zu den einzelnen Verursachern schwierig ist. Aktuelle ökologische Bedenken liegen beispielsweise bei den bereits erwähnten massiven Bauprojekten im Energiesektor vor wie z.B. die Flutungen von Naturraum für Wasserreservoirs.

3. Ausländische Direktinvestitionen in Vietnam

3.1 Politische und sozio-ökonomische Rahmenbedingungen

Vietnam ist ein sozialistischer Staat unter Vorherrschaft der Kommunistischen Partei (KP), die innenpolitisch einzige Partei. Alle politischen Grundsätze werden von ihr entworfen und müssen von ihr gebilligt werden. Höchster Repräsentant ist der Staatspräsident Tran Duc Luong, der durch die Nationalversammlung auf fünf Jahre gewählt wird und zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist. Oberstes Exekutivorgan der Nationalversammlung ist die Regierung mit dem auf fünf Jahre gewählten Ministerpräsidenten Phan Van Khai. Die Nationalversammlung hat die Richtlinienkompetenz für alle grundlegenden Entscheidungen der Innen-, Außen-, Sicherheits- und Wirtschaftspolitik. Hier sitzen vor allem Abgeordnete der KP und der großen Massenorganisationen wie Gewerkschaften, Veteranen- , Jugend, Bauern- und Frauenverbände. Es werden jedoch auch zunehmend einzelne unabhängige Kandidaten zugelassen. Ein weiteres Signal für Reformbereitschaft ist die Ernennung des 60-jährigen bisherigen Parlamentspräsidenten Nong Duc Manh zum neuen Generalsekretär der KP. Er löst den orthodoxen Le Kha Phieu ab. Seine Wahl wurde im allgemeinen nicht nur von der Bevölkerung , sondern im speziellen auch von einheimischen und ausländischen Geschäftsleuten begrüßt. Weitere Forderungen nach einem Mehrparteiensystem, und somit nach einer politischen Oppositionsbewegung, werden allerdings abgelehnt.

Seit Einleitung der Wirtschaftsreformen in der zweiten Hälfte der 80er Jahre hat sich Vietnam auch außenpolitisch geöffnet und kann durchaus mit einer Erfolgsbilanz aufwarten. Die Entspannung des Verhältnisses zu China und der Ausbau der Beziehungen zu den Staaten im ost- und südostasiatischen Raum gipfelte 1995 in der Aufnahme in die Association of South East Asian Nations (ASEAN). Ein Meilenstein war auch die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen mit dem ehemaligen Kriegsgegner USA und das anschließende US-Vietnam Handelsabkommen im Juli 2000, dessen Ratifizierung durch den US-Kongress im September 2001 bzw. November 2001 durch die vietnamesische Nationalversammlung erfolgte.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise der asiatischen “Tigerländer”, mit denen Vietnam seit dem Eintritt in die ASEAN und dem Beginn der Reformpolitik eng verbunden ist, hat auch Vietnam betroffen. Deutlich wird dies durch die größere Zurückhaltung ausländischer Investoren und den Preisverfall vieler Waren auf den Weltmärkten. Dennoch erreichte die Wachstumsrate des BIP 4,8% im Jahre 1999 und 6,8% ein Jahr später, zeigte steigende Tendenz und lag am höchsten im Vergleich zu den anderen ASEAN-Staaten[28]. Für 2001 wird eine Wachstumsrate von 7,1% prognostiziert[29]. Trotz eines geringen Wachstums von 4% im Landwirtschaftssektor aufgrund der Auswirkungen vereinzelter Naturkatastrophen, stiegen die Erträge in der Reisproduktion. Mit einem Exportvolumen von 3,8 Millionen Tonnen ist Vietnam der größte Reisexporteur nach Thailand.

Vietnam ist mit seinen 77,5 (2000) Millionen Menschen ein Vielvölkerstaat, wo die ethnischen Vietnamesen (die Kinh oder Viet) 84% der Bevölkerung ausmachen[30]. Daneben gibt es über 50 ethnische Minoritäten, dessen Behandlung denkbares Konfliktpotential liefert. Im Februar 2001 brachen in den Provinzen Dak Lak und Gia Lai ethnische Unruhen aus. Der Unmut der dort ansäßigen ethnischen Minoritäten richtet sich in erster Linie gegen Vietnamesen aus dem überbevölkerten Norden, die in das zentrale Hochland umsiedeln, und sich illegal Land aneignen[31].Ursache für die Protestbewegungen ist die überbordende Bürokratie und die dort weit verbreitete Korruption.

Ein besonderes Problem Vietnams ist die immer noch andauernde Bevölkerungsexplosion, die am Wirtschaftserfolg zehrt. In den 80er und den frühen 90er Jahren lag der Bevölkerungszuwachs bei bedrohlichen 2,25% pro Jahr[32]. Geburtenkontrolle und- beschränkung waren lange Zeit nicht sehr wirksam und wurden auch nicht intensiv betrieben. Trotz der abnehmenden Wachstumsrate der Bevölkerung in den letzten Jahren ist die Anzahl der Arbeitskräfte mit einer Rate von 2.95% pro Jahr stetig angestiegen[33]. Bereits heute stellen die jährlich 1,2 Mio. auf den Arbeitsmarkt drängenden Jugendlichen das Land vor erhebliche wirtschaftliche Probleme (6,4% Arbeitslosigkeit, Mängel im Bildungs- und Gesundheitssystem, im Wohnungsbau, usw.). Die Alterspyramide Vietnams ist in ihrer Form typisch für die meisten Less Developed Countries (LDC) und zeigt ein extremes Übergewicht der unteren Pyramidenabschnitte. Die oberen Pyramidenabschnitte, beginnend mit der Altersklasse ab 35 Jahre sind aufgrund der über 30 Kriegsjahre zwischen 1945 und 1979 relativ schmal. Nicht förderlich ist auch die hohe durchschnittliche Lebenserwartung von 69 Jahren für Frauen und 67 Jahren für Männer (Schätzung für 1998). Eine besondere demographische Eigenschaft Vietnams ist daher die ungleiche Geschlechterproportion aufgrund der hohen Mortalität als Kriegsfolge und die hohe Auswanderungsrate männlicher Bevölkerungsteile[34].

Das vietnamesische Bildungswesen ist mit einer Alphabetenquote von 88% (1993) gut entwickelt. Insbesondere in den Städten verfügen die Menschen über eine hohe Allgemeinbildung, fachliche Qualifikation und vor allem den Ehrgeiz sich weiterzubilden. Aber auch hier sind die Disparitäten zwischen Stadt und Land in der Bildung und Qualifikation enorm, wie auch zwischen den Regionen sowie zwischen den Minoritaeten und „Kinh“.

Hinsichtlich der Menschenrechtssituation in Vietnam beklagt Amnesty International weiterhin eingeschränkte Rechte auf Glaubens- oder Meinungsfreiheit[35]. Auch die vom Gesetz zugestandenen Menschenrechte werden in der Praxis mehrfach verletzt. Noch mindestens 150 Vietnamesen befinden sich wegen ihres Glaubens oder ihrer politischen Überzeugung in Haft oder stehen unter Hausarrest. Das Dekret 31/CP über "Maßnahmen des administrativen Hausarrestes" erlaubt den vietnamesischen Behörden, Menschen ohne jegliches Gerichtsurteil bis zu zwei Jahren unter Hausarrest zu setzen[36]. Zum Thema Gleichberechtigung der Frauen laeßt sich sagen, daß die gesellschaftliche Stellung der Frau im konfuzianisch gepraegtem Vietnam heute nicht mehr der traditionellen Rolle der untergeordneten Frau entspricht. Im Vergleich zu anderen Entwicklungslaendern sind die Frauen in Vietnam besser gestellt, jedoch kann kann von Gleichberechtigung noch keine Rede sein[37].

3.2 Gesetzliche und institutionelle Rahmenbedingungen

Mitte der 80er Jahre war die Situation Vietnams durch makro- ökonomische Instabilität, Stagnation und weitgehende politische und wirtschaftliche Isolation gekennzeichnet. Auf dem VI. Parteitag (15.-18. Dezember 1986) beschloß die KP daher ein umfassendes Reformprogramm unter der Bezeichnung “doi moi” (Neues Denken). Die eingeleiteten makro-ökonomischen und strukturellen Reformen betrafen vor allem den Wirtschaftssektor. Folgendes wurde beschlossen:[38]

- Politische und wirtschaftliche Öffnung des Landes. Aufgabe der einseitigen Bindung an die sozialistischen Länder; Entwicklung der Beziehungen zu den westlichen Staaten;
- Eine völlig neue regionale Strategie. Rückzug aus Kambodscha; Überwindung der Konfrontation und Entwicklung der Zusammenarbeit mit allen Ländern der Region. 1995 Vollmitgliedschaft in der ASEAN;
- Schrittweiser Übergang von der sozialistischen Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Dezentralisierung und Liberalisierung der Wirtschaft; Preisbildung durch den Markt;
- Aufgabe der Nationalisierungspolitik und Anerkennung der Privatwirtschaft, Auflösung der meisten Genossenschaften; Förderung ausländischer Investoren;
- Ersetzung des einseitigen Industrialisierungskonzepts durch drei Schwerpunkte:

1. Nahrungsgüterproduktion.
2. Konsumgüterherstellung.
3. Exportgüterproduktion.

Die KP versteht die Reformpolitik als eine an der Sowjetunion (Perestroika) und China orientierten “sozialistischen Transformation” der Gesellschaft, in der die überwiegend marktwirtschaftlichen Prinzipien folgende Wirtschaft mit einem sozialistischen Staats- und Gesellschaftssystem verbunden werden soll.

Die Reformpolitik Vietnams hat erstaunliche Veränderungen eingeleitet und ist ein Sonderfall unter den Reformländern der ehemaligen Mitglieder des Rates für gegenseitige Wirtschaftshilfe[39] (RGW). Kaum eine der ehemals planwirtschaftlich verfaßten Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas erreichte eine Stabilisierung der makro-ökonomischen Verhältnisse schneller und umfassender als Vietnam. Die jährlichen Wachstumsraten des BIP liegen seit 1991 über 8%, der Industrie über 10%, der Landwirtschaft über 4% und des Exports über 20%. Die Inflationsrate liegt deutlich unter 10%.

Zur Förderung ausländischer Investitionen wurden die gesetzlichen Rahmenbedingungen durch das Law on Foreign Investment[40] (Gesetz über ausländische Direktinvestitionen) im Dezember 1987 entsprechend geändert. Seitdem wurde das Gesetz dreimal nachgebessert. Mit der letzten Novellierung des Gesetzes im Jahre 2000 wurden Förderungsbedingungen entscheidend verbessert und Begünstigungen ausgeweitet. Das Gesetz wird von Experten als eines der liberalsten Gesetze zur Förderung der Auslandsinvestitionen in der Welt bezeichnet. Die Förderungen betreffen vor allem Steuervergünstigungen und die Abschaffung von Einschränkungen für folgende 4 Formen von Direktinvestitionen[41]:

1. Business cooperation contract. Der business cooperation contract ist ein Vertrag über eine ausländische Beteiligung an einem bestehenden einheimischen Unternehmen. Der Vorteil einer solchen Direktinvestitionsform ist die Flexibilität bei der Vertragsgestaltung. Sie kommt häufig im Bereich Öl- und Gasexplorationen und Telekommunikation vor.
2. Joint Venture. Diese Form von Gemeinschaftsunternehmung zwischen Regierungen oder Unternehmen ist die aus vielzähligen Gründen[42] empfehlenswerteste Variante für ausländische Investoren. Hier wurde eine Höchstdauer von 50 Jahren festgelegt.
3. 100% foreign owned enterprise. Obwohl die vietnamesischen Behörden Joint Ventures lieber sehen, steigt die Anzahl von Neugründungen (Tochtergesellschaften, Niederlassungen, Filialen), die zu 100% im ausländischem Besitz sind.
4. BOT, BT und BTO. BOT (Build-Operate-Transfer), BTO (Build-Transfer-Operate) und BT (Build-Transfer) sind üblicherweise steuerlich- begünstigte Infrastrukturprojekte unter direkter Kontrolle des ausländischen Investors, der im Auftrag der (Provinz-)Regierung oder eines Unternehmens für eine vereinbarte Laufzeit die Einrichtung betreibt. Anschließend werden die Nutzungsrechte an den Auftraggeber übertragen. Die drei verschiedenen Vertragsformen unterscheiden sich lediglich im Zeitpunkt der Übergabe des fertigen Projektes.

Anders als die gängige Regelung zur Sicherung der 51% heimischen Kapitalbeteiligung schreibt das vietnamesische Gesetz eine Untergrenze der ausländischen Kapitalbeteiligung von 30%, aber keine Obergrenze vor[43]. Die Exportquote für Direktinvestitionen unterliegt keiner Vorschrift. Jedoch muß der Devisenbedarf vollständig aus Exporten oder Übertragungen aus dem Ausland gedeckt sein. Nur in wenigen Branchen der nationalen Sicherheit oder des öffentlichen Interesses sind Auslandsinvestitionen nicht zugelassen. Die maximale Investitionsdauer beträgt in der Regel 50 Jahre, in Ausnahmefällen 70 Jahre. Die Steuervergünstigungen beinhalten die Befreiung von Importsteuern auf Investitionsgüter, eine generelle Steuerbefreiung bis zu 4 Jahren und Steuernachlässe bis zu 8 Jahren für die von der Regierung geförderten Projekte, sowie Steuerrückerstattungen für reinvestierte Gewinne. Gewinntransfers werden mit einem Steuersatz zwischen 5-10% besteuert. Die Gewinnsteuer liegt bei ausländischen Unternehmen bei 15-25%, bei einheimischen Unternehmen dagegen bei 50%. Diese sehr günstigen Förderungsbedingungen trugen entscheidend dazu bei, daß die Zuflüsse der ausländischen Direktinvestitionen nach Vietnam in der Periode 1988-1996 ständig stiegen.

[...]


[1] Vgl. Jahrreiß, W. (1984): Zur Theorie der Direktinvestitionen im Ausland. Diss. In: Broermann, J. (Hrsg): Volkswirtschaftliche Schriften, H. 337. Berlin: Duncker & Humblot, S. 25ff.

[2] Vgl. Tesch, P. (1980): Die Bestimmungsgruende des internationalen Handels und der Direktinvestitionen. Berlin: Volkswirtschaftliche Schriften. Heft 301, S. 57.

[3] Vgl. Haubold, D. (1971): Auswirkungen von Direktinvestitionen in Industrielaendern auf die Zahlungsbilanz des Glaeubigerlandes-Dargestellt am Beispiel der amerikanischen Direktinvestitionen in der verarbeitenden Industrie Westeuropas. Diss. Hamburg, S. 28.

[4] Vgl. Tesch (1980), S.57.

[5] Ein Expertengespräch ergab, daß es vereinzelt Joint Ventures gab, wo der ausländische Investor den vietnamesichen Anteil in Form von Brachland gekauft hatte. Den zuständigen Behörden wurden Konflikte zwischen den beiden Partnern vorgetäuscht und somit eine Veräusserung erzwungen.

[6] Vgl. Toan, T.D.(1997): Direktinvestitionen als Markteintrittsstrategie in Vietnam, Diss., Universität St. Gallen, S. 222f.

[7] Vgl. Kayser, G., Kitterer, B., et al. (1980): Erfahrungen deutscher Auslandsinvestoren in ausgewählten Industrieländern, Göttingen, S.11ff.

[8] Vgl. Kayser, G., Kitterer, B., et al. (1980).

[9] Vgl. Hemberger, H. (1974): Direkte Auslandsinvestitionen-Elemente des Entscheidungsprozesses und Erklaerungsansaetze. Frankfurt/M., Zuerich, S. 118.

[10] Vgl. Heidhues, F. (1969): Zur Theorie der internationalen Kapitalbewegungen, Diss. In: Schriften zur angewandten Wirtschaftsforschung, Bd. 23. Tübingen: Siebeck & Mohr, S. 34.

[11] Vgl. Jahrreiss, W. (1984), S. 149.

[12] Direktinvestitionen beinhalten neben dem Transfer von Kapital auch Übertragung von Technologie, Know-How, Managementleistungen, usw.

[13] Vgl. Jahrreiss, W. (1984), S. 93ff.

[14] Vgl. Jahrreiss, W. (1984), S. 187ff.

[15] Vgl. Hollander, A.J. (1979): The Foreign Location Decisions of U.S. Transnational Firms, Diss., University of Minnesota , S.17.

[16] Vgl. Dunning, J.H. (1979): Explaining Changing Patterns of International Production: In Defense of the Eclectic Theory, in: Oxford Bulletin of Economics and Statistics, Bd.41, H.4, S.275.

[17] ebenda.

[18] Vgl. Dunning, J. (1979), S.275ff.

[19] ebenda.

[20] ebenda.

[21] Vgl. Glaum, M. (1996): Internationalisierung und Unternehmenserfolg, Wiesbaden, S.69.

[22] Vgl. Stelzer-Rothe, T. (1990): Standortbewaehrung und Raumwirkung junger Industriegruendungen unter besonderer Beruecksichtigung des Raumpotentials-dargestellt an den Beispielen Brunsbuettel, Stade und Wolfsburg. Koeln: Koelner Forschungenzur Wirtschafts- und Sozialgeographie, Band. 39, S. 189.

[23] Vgl. Nguyen, T.H. (1998): Monetäre Wirkungen von Auslandskapital im Transformationsprozess Vietnams, Berlin, S. 47.

[24] Vgl. Voppel, G. (1990a): Die Industrialisierung der Erde. Stuttgart, S. 241.

[25] Vgl. Tan, T. M., et al. (1997): Business Opportunities in Vietnam. In: Nanyang Business Report Series. Singapore u.a.: Prentice Hall, S. 173.

[26] Vgl. Nguyen, T.H. (1998): Monetäre Wirkungen von Auslandskapital im Transformationsprozess Vietnams, Berlin, S. 47.

[27] Vgl. Voppel, G. (1969): Analyse und Erfassung eines Wirtschaftsraumes. In: Geographische Rundschau, 21. Jhrg., S.376f.

[28] Vgl. Country Report: Vietnam. October 2001. Hrsg. v.: The Economist Intelligence Unit. London, New York, Hong Kong: E-I-U.

[29] Online im Internet: http://www.atimes.com/se-asia/CJ03Ä01.html (Asia Times Online, Oktober 3, 2001)

[30] Online im Internet: http://www.vietnam-dvg.de/dvg-daten.html (Deutsche

[31] Online im Internet: http://www.dse.de/za/lis/vietnam/seite2.htm (Deutsche Stiftung fur Entwicklungshilfe)

[32] Online im Internet: http://www.imf.org/external/pubs/cat/longres.cfm?sk=3695.0 (Internationaler Waehrungsfond)

[33] Vgl. Nguyen, H.H., et.al.: Statistics on Social Safety Net in Vietnam, Molisa, 1999, S. 16.

[34] In vielen asiatischen Ländern, v.a. China, spiegeln die hohen Sex-Ratios eine hohe weibliche Kindersterblichkeit wider, die mit der Vernachlässigung von Töchtern bei der Gesundheitsfürsorge begruendet ist (Weltbank 1992, S.8)

[35] Online im Internet: http://www.net-art.de/vietforum/depl_jahresbericht%2097.html (Amnesty International Jahresbericht 1997).

[36] Online im Internet: http://www.igfm.de/vietnam/report99D.htm (Menschenrechte in der S.R. Vietnam 1999).

[37] Zwar sitzen im Jahr 2001 zahlreiche weibliche Vertreter in der National Assembly (26,2%), in den Provincial People’s Committees (22,5%), in den District People’s Committees (20,7%) und in den Commune People’s Committees (16,6%). Allerdings sind sie in den Gremien hauptsächlich in sozialen Bereichen tätig. Wirtschafts- und Finanzangelegenheiten beispielsweise bleiben eine männliche Domäne. (Bericht der Commission for the Advancement of Women, 2001).

[38] Online im Internet: http://www.vietnam-dvg.de/dvg-soahand.html (Deutsch-Vietnam Gesellschaft)

[39] Der RGW wurde 1949 in Moskau von der Sowjetunion, Bulgarien, Polen, Tschechoslowakei, Rumänien und Ungarn gegründet. Spater traten Albanien, DDR, Mongolei, Kuba, Jugoslawien und Vietnam bei.

[40] Online im Internet: http://www.invest.mpi.gov.vn/Information.asp?PageID=Laws+%26+Regulations%3AInvestment+Law&LevelID=12&DocID=21 (Ministry of Planning and Investment).

[41] Vgl. Pitron, M. et al. (1998): A Business Guide to Vietnam. In: Gide Loyrette Nouel (Hrsg.). Paris, Hanoi The Gioi Publishers.

[42] Vgl. Abschnitt 2.1 und Abschnitt 5.

[43] Die Kapitalbeteiligung der vietnamesischen Unternehmen an joint-ventures ist empirisch sehr niedrig (23% von 1988-1995). Diese Beteiligung besteht zu 98% aus Grundstücken und vorhandenen baulichen Anlagen. (Vgl. Nguyen, T.H. (1998), S. 43.)

Details

Seiten
77
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783832449605
ISBN (Buch)
9783838649603
Dateigröße
747 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v220527
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Note
Schlagworte
direktinvestition vietnam standortfaktoren investitionen asien

Autor

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Titel: Ausländische Direktinvestitionen in der S. R. Vietnam