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Die Geschichte des Dopings im Sport und der Kampf gegen Doping am Beispiel der Sportart Leichtathletik

Diplomarbeit 2000 166 Seiten

Sport - Sportarten: Theorie und Praxis

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmung ‚Doping’

3 Doping im Sport
3.1 Doping von der Antike bis zum 18. Jahrhundert
3.2 Doping im 19. Jahrhundert
3.3 Doping im 20. Jahrhundert
3.3.1 Doping von 1900 – 1950
3.3.2 Doping von 1950 – 1970
3.3.3 Doping von 1970 – 1990
3.3.4 Doping von 1990 – 2000
3.3.5 Doping ab 2000
3.4 Doping-Statistiken des IOC der Winter- und Sommerspiele 1968

4 Entwicklung der Doping-Definitionen

5 Verbotene Wirkstoffgruppen und Methoden
5.1 Verbotene Wirkstoffgruppen
5.1.1 Stimulantien
5.1.2 Narkotika (opioide Analgetika)
5.1.3 Anabole Wirkstoffe
5.1.4 Diuretika
5.1.5 Peptidhormone und Analoge
5.2 Verbotene Methoden
5.2.1 Blutdoping
5.2.2 Anwendung künstlicher Sauerstoffträger und Plasmaexpander
5.2.3 Pharmakologische, chemische und physikalische Manipulationen
5.3 Zugelassene Wirkstoffgruppen mit gewissen Einschränkungen
5.3.1 Alkohol
5.3.2 Cannabinoide
5.3.3 Lokalanästhetika
5.3.4 Cortikosteroide
5.3.5 Beta – Blocker

6 Anti-Doping-Kampf am Beispiel der Sportart 97 Leichtathletik
6.1 Verhalten internationaler Sportverbände im 90 Anti-Doping- Kampf
6.2 Verhalten des nationalen Verbandes DLV im 110 Anti-Doping-Kampf
6.3 Problemlösungsstrategien
6.3.1 Pädagogisierung
6.3.2 Anreiznivellierung
6.3.3 Kontrollintensivierung
6.3.4 Selbstbeschränkungsabkommen

7 Diskussion

8 Ausblick 127

Anhang

Quellen- und Literaturverzeichnis

Tagespresse - Verzeichnis

Zeitschriften – Verzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Internet-Recherchen

Literaturverzeichnis

Lebenslauf

Berufserfahrung

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Der große Sport fängt da an, wo er längst aufgehört hat, gesund zu sein.

(Berthold Brecht, 1928)[1]

Im Spätherbst des vergangenen Jahres erreichte eine sportliche Schreckensmeldung aus der Leichtathletik alle Anhänger des sauberen Sports - Dieter Baumann, der Vorzeige-Athlet und Saubermann des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) soll des Dopings bezichtigt werden.

Heute, ein Jahr später, nachdem A- und B- Probe positiv getestet wurden, besteht zunächst kein Zweifel an dieser Tatsache. Viele Experten und Anhänger des sauberen Sports sind ratlos und entsetzt, unter ihnen auch Helmut Digel, Präsident des DLV und ein enger Freund von Dieter Baumann. Der Leistungssport, der eigentlich eine Vorbildfunktion für die Jugend übernimmt, verliert durch den Doping-Fall Baumann ein großes Stück von seiner Vorbildfunktion und Glaubwürdigkeit.

"Nach Ansicht des Präsidenten des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), Helmut Digel, wackelt das Fundament des Sports wie bei einem Erdbeben.[2]

Aber warum überraschen uns Dopingmeldungen in den Medien überhaupt noch, wenn ein Sportler versucht den Anschluss an die Weltspitze zu finden? Die vorliegende Diplomarbeit soll an die vergangene und noch bestehende Doping-Problematik erinnern und aufzeigen, wie wirksam die Dopingbekämpfung tatsächlich ist.

Zu Beginn soll im zweiten Kapitel der Arbeit eine kurze Begriffsbestimmung vorgenommen werden, wie sich das Wort ‚Doping’ entwickelt hat.

Im dritten Kapitel meiner Diplomarbeit wird ein umfassender allgemeiner Rückblick über die Geschichte des Dopings von der Antike bis zu den aktuellen Doping-Fällen im modernen Hochleistungssport gegeben.

Wie entwickelte sich das Phänomen Doping im Sport? Die Darstellung geht auch auf die Hintergründe des Phänomens ein. Zudem wird die Handhabung der einzelnen Fachverbände im Umgang mit der Doping-Problematik beschrieben.

Im vierten Kapitel der Arbeit wird auf die Entwicklung der ersten Definitionen und Bestimmungen der einzelnen Verbände zur Bekämpfung des Phänomens Doping eingegangen. Was beinhalteten die ersten Doping-Regeln?

Doping ist ein Begriff, der viele Assoziationen hervorruft. Die möglichen schweren gesundheitlichen Folgen für dopende Sportler sind über weite Bereiche schwer abzuschätzen. Wie sieht die Wirkungsweise dieser Medikamente aus? Es wird auf die Gefahren verschiedener Substanzen hingewiesen.

Tatsache ist, dass die Anzahl der Todesfälle im Sport auf eine stattliche Anzahl angewachsen ist.[3] Auf Wirkstoffgruppen, Methoden und ihre Wirkungen bzw. Nebenwirkungen und Nachweisverfahren wird daher im fünften Kapitel dieser Arbeit näher eingegangen.

Ein ebenso bedeutender Aspekt ist die Dopingbekämpfung. Welche Anstrengungen unternehmen die Fachverbände, um das Doping-Phänomen, hier speziell am Beispiel der Sportart Leichtathletik einzudämmen und einen möglichst fairen Ablauf von Leistungssport zu gewährleisten? Einen Überblick über die Maßnahmen einzelner Gruppen, Verbände und Kontrollsysteme zur Bekämpfung der Dopingsituation in der Leichtathletik, soll im sechsten Kapitel der vorliegenden Arbeit gegeben werden.

Im siebten Kapitel der Arbeit soll eine Diskussion die abschließende Beurteilung des Dopingproblems vornehmen. Welche Gründe sind dafür verantwortlich, dass die Bekämpfung des Doping-Problems immer wieder scheitert?

Im achten und letzten Kapitel wird ein Ausblick gegeben. Gipfelt die ganze Diskussion sogar darin, dass man Doping freigeben soll, um die Chancengleichheit zu wahren? In den Medien ist das Thema Gen-Doping schon gegenwärtig. Wie sieht die Zukunft des Dopings im Sport aus?

2 Begriffsbestimmung ‚Doping’

Für den Laien mag es auf den ersten Blick einfach erscheinen, eine kurze und eindeutige Definition des Begriffs ‚Doping’ zu erstellen. Es hat sich aber im Laufe der letzten Jahre erwiesen, dass alle bisher eingebrachten Formulierungen bestimmte Sequenzen enthielten, so dass eine unzulässige und vom sportlichen Standpunkt aus betrachtet unerwünschte Interpretation möglich war.

Zudem stieß man auf internationaler Ebene immer wieder auf Übersetzungsschwierigkeiten, die unter Umständen weitere Interpretationsmöglichkeiten zuließen. Über die Entstehung und Bedeutung des Dopingbegriffs existiert keine Einheitlichkeit.

Doping hat sich im Sport historisch durchgesetzt wie andere Formen der Leistungssteigerung in anderen gesellschaftlichen Bereichen auch. Mit stimulierenden Stoffen wie Koffein, Alkohol und Giften begann es.“[4]

Der Begriff Doping erscheint 1889 erstmals in einem englischen Wörterbuch. Dort wurde unter ‚Doping’ eine Mischung von Opium und Narkotika verstanden, wie sie für Pferde Verwendung finden soll. Über die ursprüngliche Herkunft des Wortes gibt es unterschiedliche Meinungen.

Es ist auf einen von eingeborenen Kaffern (zu Deutsch: Bauern) im südöstlichen Afrika gesprochenen Dialekt zurückzuführen, der dann in die Burensprache übernommen wurde. Als ‚dop’ verstand man einen landesüblichen schweren Schnaps, der den Kaffern als Stimulanzmittel bei ihren Kulthandlungen gedient hat.[5]

Nach Clasing stammen die Wurzeln dieses Wortes nicht primär aus dem Englischen. „ Die Buren nahmen nach ihrer Vertreibung aus Kapland und ihrer Ansiedlung in Transvaal verschiedene Worte aus der dort üblichen Sprache auf.[6] Darunter fiel auch das Wort ‚dop’ nach seiner obigen Bezeichnung. Im Verlaufe des Krieges zwischen den Buren und Engländern in Transvaal, wurde das Wort ‚dop’ im Sinne von allgemein stimulierenden Getränken aufgegriffen und später mit nach England gebracht. In England wurde es im vergangenen Jahrhundert zuerst in Turf bekannt. Hier verabreichte man den Pferden hauptsächlich Alkohol als leistungssteigernde Stimulans.[7]

Anderen Meinungen zufolge sieht man den Ursprung des Wortes ‚Doping’ im niederländischen Sprachbereich. Das Wort ‚doopen’ bedeutet übersetzt tauchen oder taufen, während mit dem Wort ‚doop’ eine dickflüssige leistungssteigernde Mixtur bezeichnet wird.

Im amerikanischen Sprachgebrauch hat das Wort ‚doop’ oder ‚dopen’ mehrere Bedeutungen. Beispielsweise wurde damit eine Flüssigkeit bezeichnet, die das Gleiten von Schuhsohlen auf Schnee verbessern sollte. Unter dem Wort ‚dope’ verstand man aber auch einen Lack für Flugzeugflügel, Schmiermittel oder sogar ein Tipp bei einem Pferderennen, eine Droge oder die Bezeichnung eines Halbschlauen (Depp).[8]

Das Wort ‚Doping’ wird später mit betrügerischen Leistungssteigerungen auf allgemein stimulierende Getränke erweitert und über das Pferde- und Hundedoping in den alltäglichen Sprachgebrauch übernommen. In der folgenden Zeit setzte sich dort Doping als fester Begriff für eine manipulierte Leistungssteigerung fest.[9] Doping ist also keine Erfindung unseres Jahrhunderts. Eine nähere Betrachtung der Definition von Doping findet in Kapitel 4 statt.

3 Doping im Sport

Die Geschichte des Dopings geht bis weit in das Altertum zurück. Der Beginn des punktuellen Dopings mit leistungsfördernden Mitteln entwickelte sich über das 19. ins 20. Jahrhundert zu einer neuen Art des Dopings, der systematisch wissenschaftlich- bzw. pharmakologisch gestützten Leistungsproduktion.

Immer wieder wurde die Öffentlichkeit von tragischen Ereignissen im Hochleistungssport aufgeschreckt, wie es zum Beispiel 1987 beim Tod der Leichtathletin Birgit Dressel war.

Es wird vermutet, dass schon Anfang der siebziger Jahre mindestens 100 Todesfälle im Sport dem Doping zuzuschreiben sind.[10]

Künftig, d.h. im 21. Jahrhundert, zeichnet sich wohl eine weitere Stufe des Dopings ab, das ‚Gen-Doping’. Diese Vision vom genmanipulierten Sportler ist zumindest schon Diskussionspunkt in den Medien.[11]

3.1 Doping von der Antike bis zum 18. Jahrhundert

Die Suche nach künstlicher Leistungsverbesserung ist ein uralter Traum des Menschen. Es lassen sich daher auch Maßnahmen, wie sie heute als Doping bezeichnet werden, in der Geschichte weit zurückverfolgen und ebenso auch Bestrebungen, solche Methoden auszuschalten. Die Anfänge gehen bis ins 3. Jahrhundert vor Chr. zurück.

Donike berichtet, dass der karthagische Feldherr Maharbal, etwa 200 vor Chr. bei seiner Strafexpedition gegen ein ‚trunksüchtiges’ Afrikanervolk die Alraunwurzel als Kriegswaffe verwendete. Der große Stratege führte einen Scheinrückzug aus und ließ ein wohlsortiertes Weinlager, mit Alraunauszügen vermischt, in die Hände der Feinde fallen. Diese betranken sich und wurden vom Alkohol und von den Alkaloiden derartig schläfrig und unzurechnungsfähig, dass sie im Gegenangriff leicht besiegt wurden. Alraun enthält die wirksamen Alkaloide Atropin, L-Hyoscyamin und L-Scopolamin.[12]

Philistratos und Galen berichten, dass die Athleten der alten Olympischen Spiele versuchten, ihre Körperkräfte durch den Verzehr von Stierhoden, die einen vermutlich hohen Gehalt an Anabolika hatten, zu steigern.[13] Um 600 vor Chr. sollen Athleten vor den Wettkämpfen große Mengen an Fleisch verzehrt haben, um ihre Kräfte zu steigern.[14]

Anderen zeitgenössischen Berichten zufolge, bekamen die Olympioniken vor dem Wettkampf unter anderem die Hoden von mit Eicheln gemästeten Ebern zu essen. Es war schon damals der Gebrauch von Hormonen üblich. Außerdem unterzog man die Athleten auch einer psychologischen Betreuung durch Priester im Rahmen einer Opferung für die Götter.[15]

Zur Zeit Plinius des Jüngeren, um 100 nach Chr., sollen griechische Langstreckenläufer eine Art Schachtelhalmzubereitung vor dem Lauf zu sich genommen haben, um das ‚Seitenstechen’ zu vermeiden. Auch Milzoperationen wurden als unterstützende Maßnahmen ergriffen.[16] Eine wirklich stimulierende Substanz im Sinne des heutigen Dopings taucht nach Bøje zum ersten Male bei den sagenhaften Berserkern der nordischen Mythologie auf. Sie sollen mit der Droge Bufotenin, gewonnen aus dem Pilz Amanita muscaria ihre Kampfkraft um das zwölffache gesteigert haben.[17]

In China wurde die Pflanze Ma Huang schon vor 5000 Jahren wegen ihrer anregenden Wirkung geschätzt.

Aus dem alten Arabien ist das Kauen der jungen Zweigspitzen des Baumes Kathe edulis bekannt, um die Ausdauerleistung bei langen Märschen zu erhöhen und den Hunger zu verringern.[18]

Aus dem süd- und mittelamerikanischen Raum waren zur Leistungssteigerung und für lange Märsche verschiedene Stimulantien bekannt, die vom harmlosen Mate-Tee angefangen über Kaffee bis hin zum Cocain den gleichen Effekt und Zweck hatten.

Der Genuss von kokainhaltigen Blättern war auch bei den Inkas verbreitet. Nach Angaben des spanischen Chronisten Gutierrez de Santa Clara, legten die Indios die 1750 km lange Strecke von der Inkahauptstadt Cusco nach Quito in Ecuador in fünf Tagen zurück.

Der Autor führt hierzu eine kritische Anmerkung an, demzufolge ein Schnitt von ca. 15 km/h über fünf Tage durchzuhalten, damals wie heute physiologisch unmöglich sei.

Ausdauernde Laufleistungen von 650 km in drei Tagen und drei Nächten sollen keine Seltenheit gewesen sein.[19] Um extrem körperlich anstrengende Tätigkeiten durchzustehen, wurde gegen Müdigkeit oder Erschöpfung eine Pflanzenmischung von Gurana, Yoco, Cocain, Mate Madragor zusammengestellt.[20]

Die Tarahumara (zu Deutsch: die Läufer), ein Stamm der Uto-Azteken in der Sierra Madre im nördlichen Mexiko, nehmen noch heute während ihrer bis zu 72 Stunden dauernden und bis 560 km langen Läufe ein strychninähnliches Stimulans ein. Dieses Stimulans stammt aus der Peyote-Wurzel, einer Kakteenart. Die Ermüdungserscheinungen der Langstreckenläufer werden dadurch überwunden.[21]

In Westafrika waren Colanüsse (Cola accuminata und Cola nitida) schon seit urdenklichen Zeiten bei Märschen und Läufen in Gebrauch.[22]

Bei allen Naturvölkern ist der Wettkampf aber nicht nur rein sportlich zu sehen, sondern mehr als Kulthandlung zu betrachten, die ihren Ausdruck in sportlichen Leistungen findet. Die Wettkämpfe sind hier eine Art Synthese zwischen Religion, Kultur und Sport.

Ein anderes Phänomen der Leistungssteigerung fand bei Pferden und Hunden statt. Ruini berichtet 1603 von belebenden Elixieren und Mixturen, die den Pferden das Phlegmatische austreiben sollten. Das Pferdedoping nimmt in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts besonders in England konkrete Formen an. Im Jahr 1666 wird eine Verordnung herausgegeben, die bei Pferderennen in Worhshop die Verwendung von aufpeitschenden Mitteln untersagt. Die Bestimmungen über das Pferdedoping wurden ziemlich streng gehandhabt. In Cambridge werden Ende des 18. Jahrhunderts einige Männer gehängt, weil sie in Newmarket Pferde mit Arsenik versorgt hatten.[23]

Das Pferdedoping, wie auch das Doping der Hunde, hat durch seine Verbreitung und konsequente Anwendung wahrscheinlich entscheidende Schrittmacherdienste für das heute im Sport verwendete Doping geleistet.“[24]

3.2 Doping im 19. Jahrhundert

Pini berichtet 1865 von einem Dopingfall bei Kanalschwimmern in Amsterdam. Als erster nachgewiesener Dopingfall ließ dieser sich Stimulantien verabreichen.[25],[26]

Über ein dem psychologischen Doping gebräuchliches Aufputschen berichtet G. Catlins, der sich im vorigen Jahrhundert mit dem Brauchtum der Choktaw-Indianer befasste. Er beschreibt ein rituelles Ballspiel und dessen Vorbereitung. Nach Einbruch der Dunkelheit werden auf dem späteren Spielfeld, sozusagen als vorbereitende Übungen, Gesänge und Beschwörungen an die Geister abgehalten, die eine ganze Nacht über andauern.

An den Zeremonien nehmen etwa 800 bis 1000 Männer teil, die von den Frauen mit Trommeln und Gesang begleitet werden. Die Tänze dauern eine Viertelstunde und werden alle halbe Stunde wiederholt, wobei sich jede Partei um ihr Tor versammelt und dort zu tanzen beginnt. Die Wettkämpfer sind also gezwungen, die ganze Nacht über wach zu bleiben. Das eigentliche Spiel, dem existentielle Bedeutung beigemessen wird, beginnt am frühen Morgen und dauert bis zum Sonnenuntergang. Durch die Beschwörung und das ekstatische Hineinsteigern werden bei den Teilnehmern psychische Kräfte frei, die weit über die normale Leistungsfähigkeit hinausgehen. Die psychischen Reize sind auf diese Weise stärker als die körperlich schwächende Übernächtigung und führen zu einer Leistungssteigerung.[27]

Mit der Einführung der Sechs-Tage-Rennen und der starken Kommerzialisierung dieses Sports, beginnt im Humansport 1879 die ‚eigentliche’ Geschichte des Dopings.[28]

Bei 6-Tage-Rennen, etwa ab 1880, finden schon alle möglichen Wundermittel Verwendung. Der Ausdruck ‚die schnelle Pulle’, hierunter versteht man die Trinkflasche oder –röhre, die der Betreuer dem Rennfahrer auf der Piste anreicht, gewinnt sprichwörtlichen Charakter. Französische Fahrer bevorzugten zur Stimulation Mischungen auf Coffeinbasis, die Belgier ätherhaltige Zuckerstückchen.“[29]

Im Jahre 1886 gibt es den ersten authentisch nachgewiesenen Dopingtodesfall des Radfahrers Linton bei der Fernfahrt Paris-Bordeaux. Das Medikament, an dem der Radfahrer verstirbt bleibt unbenannt. Angegeben wird jedoch Trimethyl, das so als chemische Verbindung nicht existiert.[30],[31] Anderen Berichten zufolge starb der britische Radfahrer Tom Linton an einer Überdosis Koffein.[32]

Trimethyl (damaliger Handelsname) gehörte zu den Stimulantien und wurde in Ausdauersportarten zur Stimulierung der Gesamtleistung durch anhaltende Motivation, von muskulären und stoffwechselbedingten Faktoren und der Herz-Kreislaufleistung genutzt.“[33]

Nach Angaben von Budzisch u.a. werden kommerzielle Interessen als Gründe für das Doping genannt. Lintons Manager, Coppy Warbuton, Räderfabrikant aus England, missbrauchte Linton als Werbeträger. Die Chancen Lintons, das Radrennen ohne Doping zu gewinnen, waren sehr gering.

Warburton kämpfte in England mit einer Absatzkrise seiner Räder und entschloss sich deshalb zu dem Sprung auf den französischen Markt. Der aber war nur durch einen überzeugenden Sieger auf einem Warburton-Rad zu erobern und deshalb reiste Warburton mit seinem Angestellten Linton zum damals schwersten und härtesten französischen Rennen.“[34]

Schon früh in der Geschichte wird erkennbar, dass der Sport seiner progressiven Zielstellung, den Sport als Mittel der Völkerverständigung zu nutzen, nicht aufrechterhalten werden kann. Diese Zielstellung, sei nach Westphal, auch nicht seine natürliche Absicht. Seit seiner Existenz wird er immer wieder für Vorherrschafts- und gewissenlose Profitziele missbraucht - Die Dopingpraxis bekam dadurch starke Impulse.[35]

Im Jahr 1889 wird der Begriff ‚Doping’ erstmals in einem englischen Lexikon verwandt. Der Begriff beschreibt den Einsatz einer Mischung aus Opium und Narkotika bei Rennpferden (siehe auch Kapitel 2).[36]

3.3 Doping im 20. Jahrhundert

3.3.1 Doping von 1900 - 1950

Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit fanden 1896 in Athen statt. Man hatte bereits in Athen ‚nationale Stärke’ empfunden, wenn Griechen als Sieger gefeiert wurden. Der Triumph des Marathonläufers Spiridon Louis war der glanzvolle Höhepunkt. In St. Louis 1904 bei den Olympischen Spielen versuchte man ‚amerikanische Stärke’ zu demonstrieren. 1904 gewinnt der Amerikaner Tom Hicks bei den Olympischen Spielen in St. Louis den Marathonlauf. Vom medizinischen Standpunkt zeigte der Marathon deutlich, dass Drogen für die Sportler bei einem Straßenlauf von großem Nutzen sind, berichtete später der Trainer des Marathonläufers Thomas Hicks 1905. Die Verabreichung von Strychnin, rohem Eiweiß und Alkohol hatte dem amerikanischen Meister im Marathonlauf während seines Wettkampfes zu höheren Leistungen verholfen. Von Halluzinationen gepeinigt, sich rein mechanisch bewegend, erreichte Thomas Hicks mit fünfminütigem Vorsprung das Ziel und brach dann, dennoch überlebend, zusammen.[37],[38]

Strychnin war zur Muskel-, Atmungs- und Kreislaufstimulanz genutzt worden. Es bewirkte aber zugleich, dass sich notwendige Reflexhemmungen nicht mehr durchsetzen konnten. Kognak war erforderlich, um Strychnin – infolge seines außerordentlich bitteren Geschmacks – überhaupt genießbar zu machen.“[39]

Der Amerikaner Tom Hicks wurde als Held gefeiert. Budzisch u.a. sehen den Fall Hicks als ersten in diesem Jahrhundert, bei dem ‚patriotische’ Motive, die auch als politische deklariert werden können, die Entscheidung für ein Doping bewirkten.[40]

In Deutschland taucht 1905 zum ersten Mal das Wort Doping in einer medizinischen Fachzeitschrift auf.

In einem Beitrag der ‚Deutschen Tierärztlichen Wochenschrift’ wird über einen Prozess berichtet, in dem ein Düsseldorfer Rennstallbesitzer verurteilt wurde, weil er seinen Pferden eine elektrische Batterie umgeschnallt hatte.“[41]

Bei den Olympischen Spielen 1908 in London war es wieder ein Marathonläufer, der, wie sich später herausstellte, mit Atropin und Strychnin gedopt war und wenige Meter vor dem Ziel zusammenbrach. Dorando Pietri erreichte noch mit fremder Hilfe das Ziel, wurde jedoch wegen dieser Unterstützung disqualifiziert.[42]

Berichten aus dem Jahr 1908 zufolge, wurden erstmals Versuche zur Leistungssteigerung bei belgischen und englischen Fußballmannschaften mit Sauerstoffzufuhr gemacht.[43]

Im Boxsport treten in dieser Zeit vermehrt Dopingfälle mit Strychnin und Cocain - gelöst in Schnaps - auf. In dieser Sportart macht sich zum ersten Mal das Problem des Doping ‚to loose’ bemerkbar. Hierbei wird dem Gegner ein leistungshemmendes Mittel verabreicht. James Jeffrie behauptet dies 1910 nach einem k.o. durch Jack Jonssons, dass ihm Drogen in seinen Tee gegeben wurden. Diese Art der Manipulation, wie sie heute auch als ‚Paradoping’ oder als ‚negatives’ Doping bezeichnet wird, ist zu einer beliebten Ausrede für überraschende Niederlagen und auch Dopingtatbestände geworden.[44]

Das Doping ‚to loose’ oder ‚negatives’ Doping stellt eine Spielart dar, die darüber hinaus und vorwiegend im Pferderennsport betrieben wird, um Rennergebnisse zu manipulieren und damit Wettquoten zu beeinflussen. Einen Gegner zum Beispiel durch Sedativa zu beruhigen, um leichtere Siege davonzutragen, ist jedoch keine Erfindung der Neuzeit.

Erst 1910 gelang dem russischen Chemiker Bukowski der erste wissenschaftliche Doping-Nachweis, als er im Pferdespeichel Spuren von Alkaloiden fand. Bukowski war von dem österreichischen Jockeyclub nach Wien geholt worden, weil es zahlreiche mysteriöse Rennergebnisse gegeben hatte. Da er seine Nachweismethode nicht veröffentlichte, entwickelte der Wiener Wissenschaftler Sigmund Fränkel ein eigenes Testverfahren zum Nachweis von verbotenen Mitteln im Pferdespeichel, das vorübergehend zur Eindämmung der Doping-Skandale führte.[45],[46]

Der Prozentsatz der gedopten Pferde ging dadurch innerhalb von mehreren Jahrzehnten um 30 bis 40 Prozent zurück und bis zum Ende der 40er Jahre fiel er auf unter ein Prozent.

Im Laufe dieser Zeit entdeckte auch die Humanmedizin ihr Interesse an leistungssteigernden Medikamenten. In großen Testserien wurden eine Fülle von Medikamenten getestet, von harmlosen Phosphorverbindungen bis zu Amphetaminen.[47]

Im Jahre 1919 machte der Biochemiker Emden erste umfangreiche Untersuchungen über leistungssteigernde Wirkungen von Phophatverbindungen als Nahrungsbestandteil. Eine Anmerkung des Verfassers Donike führt hinzu, dass Phophate als ‚Zugabe’ (Substitution) zur täglichen Nahrung kein Doping darstellt, sondern eine Qualitätsverbesserung der heutigen Mangelkost.[48]

1924 wurde erstmals in den Medien öffentlich über Dopingpraktiken im Radsport berichtet. Im Café de la Gare in Coutance, gestanden die Brüder Henri und Francis Pélissier dem Journalisten Albert Londres, dass sie sich mit Chloroform, Kokain und einer Pille namens ‚Dynamit’ dopten. So entstand der berühmte Artikel ‚Les Forçats de la Route’ (Die Zwangsarbeiter der Strasse).[49] Der Radsport ist derjenige Sport, der sich in Amerika und Europa als erster professionalisiert hat und somit vom Amateurstatus gelöst hat. In Paris hatte sich schon um 1900 eine Szene professioneller Radfahrer gebildet.

Bette und Schimank sehen in der Verberuflichung des Sports eine wesentliche Ursache für die Entstehung der Dopingproblematik. Der biographische Erfolgsdruck und die massiven Umweltansprüche aus den Medien, der Wirtschaft und der Politik, verschärften die Dopingproblematik.[50]

Einige Nationalmannschaften setzten Coramin 1928 offiziell bei den Olympischen Spielen im Marathon ein. Cardiazol und Coramin sind zentrale Analeptika und haben eine belebende Wirkung. Sie beugen zudem Erschöpfungszuständen vor.[51]

Die IAAF (Internationale Leichtathletik-Verband) reagierte erstmals 1928 mit der Einführung einer Doping-Verbotsregel.[52]

Die eigentliche Geschichte des Dopings beginnt erst etwa 1930. Sie ist direkt verknüpft mit dem pharmakologischen Fortschritt. Drei Wirkstoffe – Cardiazol (Pentetrazol), Coramin (Nikethamid), Pervitin (Methamphetamin) – belegen beispielhaft, wie das moderne Doping seinen Einzug in den Sport hält.“[53]

In einer Anzeige aus dem Jahre 1931 fand ein schwedischer Journalist heraus, wie Paavo Nurmi, 20-facher Weltrekordler auf den Strecken 1.500 m – 10.000 m, dass nach heutigen Regeln als Anabolikum zu deklarierende Medikament Rejuven pries: „ Ich war verblüfft, wie Rejuven den Körper stärkt, und kann es Athleten mit einer langen anstrengenden Wettkampfsaison wärmstens empfehlen!.“[54] Rejuven wurde 1938 aus dem Handel gezogen.

Nach Berichten zufolge, sollen bei den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles und 1936 in Berlin, japanische Schwimmer zur Leistungssteigerung eine Blutwäsche betrieben haben.[55]

Das typische Dopingmittel Amphetamin oder Benzedrin durchlief 1934 die klinische Prüfung. Als Mittel zum Abschwellen von entzündeten Schleimhäuten (Schnupfentherapie) erkannte man die stimulierende Wirkung.

Hauschild entdeckte in Deutschland das Pervitin oder auch Methamphetamin. In den Kriegsjahren 1939 bis 1945 kam es bei Nachtjägern bzw. bei extremen Belastungen zum Einsatz. Aufgrund der Verwendung des Weckamins Amphetamin auf alliierter Seite und Methamphetamin auf der deutschen Seite machten diese Weckamine mit ihrer euphorisierenden und stimulierenden Wirkung in breiten Bevölkerungsschichten bekannt.[56]

Im Jahre 1949 stirbt ein italienischer Radfahrer vermutlich nach der Einnahme von Amphetaminen.[57]

3.3.2 Doping von 1950 – 1970

Von 1950 an häuften sich die Dopingfälle. Der Radsport machte durch die hohe Zahl von Dopingfällen hauptsächlich durch den Gebrauch von Amphetaminen Schlagzeilen. Die Zeiten, in denen der Mythos vom ‚Dabei-sein-ist-wichtiger-als-gewinnen’ noch etwas zählte, waren vorbei.

Im Jahre 1952 definiert der Deutsche Sportärztebund erstmals Doping.

Im deutschen Fußball werden 1954 auch Mittel zur Leistungssteigerung eingesetzt. Bei der Fußball-WM in der Schweiz wird die deutsche Nationalelf, in der Halbzeitpause des Finales Deutschland gegen Ungarn, mit einer Traubenzuckerinfusion versorgt. Ein großer Teil des Teams erkrankte später an Gelbsucht, da die Spritze unsauber war.[58]

1956 wird ein Radfahrer nach Anwendung von Amphetaminen im Zustand geistiger Verwirrung in eine psychatrische Klinik gebracht.

Viele Radfahrer wurden in dieser Zeit der Einnahme von Amphetaminen überführt und zum Teil auch bestraft. Lothar Alpler wurde bei der Straßenweltmeisterschaft der Amateure und Nilson bei der Steherprofi-Weltmeisterschaft in Zürich erwischt. Fritz Galatti wurde ebenfalls des Dopings überführt. Dopingfälle hatten zu dieser Zeit den Charakter eines Kavaliersdeliktes und wurden nur mit symbolischen Strafen belegt.

Am bekanntesten sind die Fälle des dänischen Radrennfahrers Knut Enemark Jensen bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom, des britischen Radrennfahrers Simpson, der bei der Tour de France 1967 am Mont Ventoux tödlich zusammenbrach, und der des deutschen Mittelgewichtboxers Jupp Elze 1968.“[59]

Der Radrennsportler Knut Enemark Jensen war der erste Dopingtote (Amphetamin und Hitze) bei den Olympischen Spielen seit 1912.[60],[61]

Als Grund für die ersten Dopingtodesfälle im Sport wurde die oft hohe Dosierung der eingenommenen Medikamente angegeben. Die Auswirkungen waren von daher mit dramatischen Ausgängen für die Sportler verbunden. Auch der Marathonläufer Tom Hicks wäre beinahe an einer Mixture aus Strychnin und Brandy verstorben und damit der erste Dopingtote der modernen Olympischen Spiele gewesen.[62]

Auch im Fußball, vor allem im italienischen Fußballverband, wurde durch die Kommerzialisierung des Sports das Doping mit Amphetaminen zur Leistungssteigerung immer häufiger.[63]

Ab dem Jahre 1950 tauchten erstmals die Anabolen Steroide in der Welt des Leistungssports auf.

Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne erhielt der amerikanische Teamarzt John B. Ziegler von einem russischen Kollegen die vertrauliche Information, dass die russischen Athleten Testosteron zur Leistungssteigerung verwendet haben.“[64]

Huhn berichtet, dass der amerikanische Sport als Erfinder des sogenannten ‚Hormondopings’ galt.

„[...] Schon vor fast einem Vierteljahrhundert soll er sich die Erfahrungen zu eigen gemacht haben, die Ärzte sammelten, als sie verwundete Soldaten aus dem Korea-Krieg mit dem Muskelaufbaumittel Dianabol behandelten. [...]“[65]

Dianabol ist ein von der schweizerischen Pharmafirma CIBA entwickeltes, synthetisches anaboles Steroid.[66]

Die medizinisch-pharmazeutische Industrie spielt in der Geschichte des Dopings eine ganz entscheidende Rolle. In den Anfängen waren es überwiegend Versuchsanordnungen, die unter völlig anderen Zielstellungen erforscht wurden und sich erst im Nachhinein im Leistungssport als anwendbar erwiesen. „ In unserem Jahrhundert expandierten jedoch die auf sportliche Leistungssteigerung orientierten sportmedizinisch-pharmakologischen und psychosomatischen Untersuchungen.“[67]

Der frühere Diskuswerfer und Bundestrainer Tidow analysierte für die Hoch-Zeit des Anabolika-Missbrauchs folgende Phasen:

1. präanaboles Zeitalter: bis 1959
2. anabole Blütezeit: 1960 – 1990
3. post-anaboles Zeitalter: seit 1990[68]

Die ersten weiblichen Athleten, die anabole androgene Steroide (AAS) einnahmen, um siegreich zu sein waren einmal die 200 m Sprintweltmeisterin Marina Itkina, aus der Sowjetunion. Sie verbesserte vier mal den Weltrekord über 400 m (1957-1962).

Weiterhin zu nennen sind in diesem Zusammenhang die rumänische Weltrekordlerin im Hochsprung Jolanda Balas, die von 1956-1961 sechsmal den Weltrekord verbesserte, und die sowjetischen Schwestern Irina Press und Tamara Press. In den Jahren 1959-1965 gewannen sie drei Europameisterschafts- und drei Olympia-Goldmedaillen. Mysteriös war ihr Verschwinden auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren aus der internationalen Sportszene. Zuvor geriet die polnische Sprinterin Ewa Kobukowska mit den Chromosomentest in Konflikt, der ihre Weiblichkeit in Frage stellte.[69]

In der Leichtathletik sorgte ein anderer Fall für Aufsehen. Der Hammerwurf – Olympiasieger Harold Connolly berichtete, er sei 1956 wegen seines schwächeren Armes mit muskelstärkenden Präparaten versorgt worden. Dieser Fall unterstützt die noch damals recht naive Einstellung zu Fragen der Leistungssteigerung durch Medikamente.[70] Der Amerikaner nahm dabei in drei Monaten um zehn kg an Körpergewicht zu. Die sichtbare Veränderung des Körpergewichtes im Hochleistungssport war ein Indikator für Anabolikamissbrauch.[71]

Auch beim kanadischen Gewichtheber Douglas Hepburn war die Grauzone zur medizinischen Indikation gegeben. Hepburn hob nur im Jahre 1953 und schaffte dabei einige Weltrekorde. „ Er soll Anabolika genommen haben, um seine durch Polio geschwächte Beinmuskulatur zu stärken.“[72]

1955 werden in Italien erstmals Dopingkontrollen im Radsport durchgeführt.[73]

Das Doping-Problem, so wie es sich im Spitzensport in den 50er, 60er und 70er Jahren gestellt hat, muss von dem Doping-Problem der 90er Jahre unterschieden werden.

Für eine Darstellung des Doping-Problems ist vor allem zu beachten, ab welchem Zeitpunkt das Doping-Problem in den internationalen Sportorganisationen als Problem erkannt wurde, wann die ersten Dopingbestimmungen in die Satzungen der internationalen Verbände aufgenommen wurden, wann in Wettkämpfen Dopingkontrollen durchgeführt wurden und wann mit den unangemeldeten Trainingskontrollen in den verschiedenen Verbänden begonnen wurde.

Zudem darf auch die Frage gestellt werden, zu welchem Zeitpunkt den Athleten das notwendige Wissen zur Verfügung gestellt wurde, damit sie selbst erkennen konnten, dass das was sie tun, gegen Regeln verstößt bzw. nicht rechtens ist, wenn sie sich medikamentöser Manipulation und verbotener Methoden unterziehen. Die Grenzen zwischen erlaubter und unerlaubter Manipulation im Hochleistungssport waren schon immer nur als fließende Grenzen definiert.

Singler und Treutlein messen der Zeit von 1960 bis 1990/91 eine entscheidende Bedeutung in der langfristig anhaltenden Dopingwirkung zu. Es handelt sich bei diesen drei Jahrzehnten um die ‚Hoch-Zeit’ des Anabolikamissbrauchs.[74] Anfang der 60er Jahre begann das IOC (Internationale Olympische Komitee), vor allem auf Betreiben verantwortlicher Sportärzte, Doping im Humansport allmählich zu bekämpfen.

1964 bei den Olympischen Spielen in Tokio wurden erste Doping-Kontrollen eingerichtet. In Übereinstimmung mit den Prinzipien der Olympischen Charta war das IOC bestrebt, den Doping-Missbrauch auszurotten und die Gesundheitsfürsorge aller teilnehmenden Athleten der Olympischen Spielen zu gewährleisten.[75]

Zahlreiche Sportärztekongresse (Zürich und Weimar 1955, Hamburg 1957) beeinflussten die Gründung von Dopingkommissionen. 1959 wird in Frankreich, 1962 in Österreich und 1963 in Italien eine Dopingkommission gegründet. 1963 wird eine Expertenkommission durch den Europarat einberufen, die erste Versuche einer Definition von Doping (siehe Kapitel 4) unternahm. Frankreich und Belgien, die führenden Radsportländer, beschlossen 1965 Anti-Doping-Gesetze.

Das IOC gründete 1967 eine medizinische Kommission. Aufgrund des Fehlens ausreichend empfindlicher Nachweismethoden scheiterten wirksame Kontrollen, die notwendig wurden.[76]

Das IOC beschließt zudem 1967, dass Athleten künftig eine Erklärung unterschreiben müssen, die bestätigt, dass sie keine Mittel zu sich genommen haben, die dem Körper fremd sind und ausschließlich der Leistungssteigerung im Wettkampf dienen. Eine genaue Definition bleibt daher aus.[77]

Dokumentationen der Vorbereitung auf die Dopingkontrollen bei den Spielen der XX. Olympiade in München 1972 zeigten, dass man in der Kontrollorganisation erst Erfahrungen sammeln musste, um die Arbeiten und Abläufe zu optimieren.[78]

Die Liste verbotener Substanzen erwies sich als das wirksamste Instrument im Kampf gegen Doping, da sich das ethische und moralische Argument unter Hinweis auf die Fairness des Wettkampfes damals wie heute als wenig effektvoll zeigte.“[79]

Todesfälle, die infolge von Doping entstanden, erhöhten den öffentlichen Druck auf die Verantwortlichen. Einige Monate nach dem Bronzemedaillengewinn über 400 m Hürden bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom, starb Dick Howard an einer Überdosis Heroin.[80] Heroin wird unter den Narkotika auf der Dopingliste geführt.

In den siebziger Jahren mussten die Sportverbände lernen, die zunehmende Verberuflichung des Leistungssports durch eine Aufgabe des Amateurprinzips zu akzeptieren. Die ohnehin existente Dopingproblematik verschärfte sich dadurch zunehmend.

Der niederländische Radprofi Joep Zoetemelk wurde in den siebziger Jahren der Einnahme von Anabolika überführt. Die Mehrheit der Dopingforscher geht davon aus, dass Anabolika für Ausdauerathleten keinen leistungsverbessernden Effekt bringen.

Donike ging sogar noch einen Schritt weiter und behauptete 1990: „ Ich vertrete seit Jahren die Ansicht, dass Anabolika für den Leistungszuwachs nichts bringen. Ich glaube aber, dass die psychogene Komponente sehr hoch einzuschätzen ist.“[81]

Beim ersten Treffen des IOC im Hauptsitz in der Villa Mon-Repos in Lausanne am 26. und 27. September 1967, wurde die erste Medizinische Kommission des IOC gegründet. Damit war das IOC zusammen mit der International Cycling Union (UCI), die erste Sport-Organisation, die eine solche Kommission einrichtete.[82]

Durch die Gründung der Medizinischen Kommission des IOC, unter dem Vorsitz von Prinz Alexandre De Merode, wurden bei den Olympischen Spielen 1968 in Grenoble die ersten Dopingkontrollen und in Mexico 1968 nach einer Überführungen die ersten Disqualifikationen ausgesprochen.[83] Der Schwede Lilienwall war 1968 der erste Dopingfall der Olympischen Sommerspiele. Der Moderne Fünfkämpfer hatte sich beim Schießen verbotenerweise mit Alkohol gedopt.[84]

Die engagierte Doping-Gegnerin und damalige Diskuswerferin Brigitte Berendonk enthüllte 1969 in einem Artikel in der Zeit, dass fast alle Zehnkämpfer der Weltklasse, 90% der Werfer, Stoßer und Gewichtheber und etwa die Hälfte der Springer und Sprinter ‚die Pille’ nähmen.[85]

Im Laufe des Jahres 1969 reagierte der DLV (Deutsche Leichtathletik-Verband) mit ersten Wettkampfkontrollen.[86]

3.3.3 Doping 1970 – 1990

Im September 1970 gibt der DSB (Deutscher Sportbund) seine ersten Rahmenrichtlinien zur Bekämpfung des Dopings heraus.[87] Die Anzahl der Todesfälle, die bis zum Jahr 1970 auf Doping zurückzuführen sind, wird auf mindestens 100 Todesfälle geschätzt.[88]

Im März 1971 reagiert auch der Deutsche Leichtathletik-Verband auf Dopingvergehen erstmalig mit Strafen.

Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) hat zum ersten Male Bestrafungen wegen Dopings ausgesprochen: Er strich die von Heinfried Birlenbach (Erster im Kugelstoßen) und Hermann Latzel (Zweiter im Weitsprung) bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Kiel erzielten Platzierungen. Gleichzeitig wurden Birlenbach für einen, Latzel für zwei Monate gesperrt.“[89]

Doping war nun nicht mehr ein Problem, dass außerhalb Deutschlands existierte sondern auch im Bereich des DLV. Folgende Aussage verdeutlicht die Einstellungen zu diesem Problem.

Brigitte Berendonk, DLV-Meisterin im Diskuswerfen (1971) und Kugelstoßen (1973), Oberstudienrätin in Heidelberg, warnt in einem ganzseitigen Artikel: ’Der Sport geht über den Rubikon’. ’Wir haben gesehen, wie Böcke zu Gärtnern gemacht wurden: Der Deutsche Leichtathletikverband bestellte ausgerechnet jenen Erich Klamma zum (bekanntlich wenig erfolgreichen) Nationaltrainer der Sprinter, der selbst bei den Deutschen Meisterschaften 1970 öffentlich des Dopings mit Aufputschmitteln überführt worden war... (es folgen weitere Anschuldigungen).“[90]

1972 entsteht das erste Olympische Dopinglabor unter Leitung von Manfred Donike. Getestet wurde bei den Olympischen Spielen in München nur auf Amphetamine. Im gleichen Jahr führte Jay Silvester eine Befragung über Anabolika-Gebrauch in der Leichtathletik in München durch und gab an, dass 68 Prozent der Olympiateilnehmer aller Disziplinen Anabolika nehmen.[91]

Auch dem Sprint – Olympiasieger von 1972 in München, Valerie Borsow, wird nachgesagt, er habe 35 mg des damals bereits verbotenen, aber nicht nachweisbaren Dianabol pro Tag genommen.[92]

Bei den Olympischen Winterspielen 1972 in Sapporo wird der erste Dopingfall bekannt. Alois Schloder, deutscher Eishockey-Spieler, wurde des Dopings mit Ephedrin überführt. Sapporo waren die ersten Olympischen Winterspiele, bei denen erste Tests erfolgten.[93]

Im Februar 1974 wurden bei den Commonwealth-Spielen erstmals Anabolika-Kontrollen durchgeführt. Neun von 55 Untersuchungen sind positiv. Da keine Rechtsgrundlage besteht, werden auch keine Sperren ausgesprochen. Im Mai 1974 beschließt das IOC, dass 1976 bei den Olympischen Spielen erstmals auf Anabolika (ohne Testosteron) verbindlich kontrolliert wird.[94] 1974 wiesen zudem Wissenschaftler darauf hin, dass Kontrollen am Wettkampftag nicht ausreichen würden, um den Anabolikamissbrauch zu verhindern.[95] Der Biochemiker Donike forderte deshalb 1975 die Einführung von zusätzlichen Wettkampfkontrollen.[96]

Diese Einschätzung berührte hingegen die Medizinische Kommission des IOC nur wenig. Sie setzte die androgenen anabolen Steroide (AAS) erst 1974 auf die Verbotsliste. Die IAAF (Internationaler Leichtathletik-Verband) folgte dem IOC wenig später mit einer Verbotsliste und führte 1974 zusätzlich die ersten Wettkampfkontrollen ein.[97]

Beim Europa-Cup 1975 wird erstmals in der Leichtathletik offiziell auf Anabolika getestet und zwei Sportler als Dopingsünder gesperrt.[98] Es bestand das Problem, dass man keine Dopingmittel verbieten kann, zu denen Nachweismethoden noch nicht ausgereift oder zumindest bekannt waren.[99]

Im Laufe der Jahre erarbeitete die medizinische Kommission des IOC unter entscheidender Mithilfe bekannter Chemiker, wie Beckett (London) und Donike (Köln) nicht nur wissenschaftlich gesicherte Richtlinien für die Analysetechnik, sondern auch Bestimmungen für die offizielle Zulassung von Untersuchungslabors für internationale Wettkämpfe.[100]

Die Einführung von Wettkampfkontrollen blieb nicht ohne Einfluss auf das Dopingverhalten der Athleten. Bei den Olympischen Spielen in München 1972 waren nur sieben positive Fälle bei 2079 untersuchten Proben zu notieren. Während der Spiele in Montreal 1976 wurden nur drei Stimulantien bei rund 1800 Kontrollen entdeckt.

In Moskau 1980 wurden keine Stimulantien entdeckt. Die Olympischen Spiele 1976 gelten als Meilenstein in der Dopinggeschichte. Alle positiven Fälle betrafen die Stimulantien bzw. Narkotika.[101] In Montreal gab es die ersten Überführungen wegen anaboler Steroide und die erstmalige Anwendung der heute verbotenen Methode des Blutdopings. Beispielhaft für die Anwendung dieser Methode war der finnische Olympiasieger Lasse Viren (5.000 m/ 10.000 m).[102]

Doping im Leistungssport fand in nahezu allen Sportarten und Disziplinen statt. „[...] Vergleichsweise harmlos, aber einfallsreich war die Leistungsmanipulation westdeutscher Schwimmer 1976: Sie pusteten sich Luft in den Darm, um mit höherem Auftrieb schneller zu werden [...].“[103]

Die Bundesregierung hat in den Jahren 1970 – 1978 insgesamt ca. 1,7 Millionen DM in die Dopinganalytik investiert. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft in Köln verfügte seit 1979 offiziell mit einem Haushaltstitel ‚Durchführung der Dopinganalytik’ mit einem Ansatz von 400.000 DM. Zusätzliche Mittel zu Forschungszwecken können darüber hinaus bereitgestellt werden.[104]

Die fortschreitenden Versuche zur Dopinganalytik sorgten aber nicht nur für positive Schlagzeilen in der Öffentlichkeit. Der Deutsche Bundestag, 8. Wahlperiode, 18. Sitzung vom 17.3.1977 beschäftigte sich mit der Frage, wie beurteilt die Bundesregierung die besonders nach den Olympischen Spielen 1976 in Montreal bekannt gewordene medikamentöse Beeinflussung des Hochleistungssports und die Tatsache, dass auch Sportler aus der Bundesrepublik Deutschland mit zweifelhaften medizinischen Hilfen versorgt wurden?[105]

Bei den Olympischen Spielen 1976 bewegte neben den Ereignissen durch die westdeutschen Schwimmer ein weiteres merkwürdiges Ereignis die Gemüter:

„[...] Ruderfavorit Kolbe war in Führung liegend, plötzlich zurückgefallen, rettete aber noch den zweiten Platz. Schon nach der Hälfte der Distanz von den live übertragenden Medien reichlich mit Vorschusslorbeeren bedacht, führte der plötzliche Leistungsabfall des so wettkampfharten Kolbe zu Reaktionen, die auch die solchen Situationen nicht gewachsenen Reporter nicht deuten konnten. Wenige Stunden später wurde mitgeteilt, dass Kolbe eine Spritze erhalten hatte, ‚die ihm nicht bekommen sei’. Das schockierte ahnungslose ‚Sportvolk’ fuhr auf: Wer injizierte in der BRD-Mannschaft Spritzen? [...]“[106]

Die Kolbe-Spritze sorgte für beträchtliche Irritationen, die nun im Parlament abgebaut werden sollten.

Budzisch u.a. fassen die Reaktionen der Bundesregierung auf diese zwei Vorfälle bei den OS 1976 in Montreal wie folgt zusammen:

Die Bundesregierung ist zwar gegen Doping kann aber nicht leugnen, dass mit dem von ihr zur Verfügung gestellten Geld ‚zweifelhafte medizinische Hilfen’ vorbereitet worden waren. Wäre Kolbe als erster ins Ziel gekommen und der Trick mit den Luftdärmen hätte funktioniert, wären die Manipulationen nie ans Licht gekommen und die Öffentlichkeit hätte nie erfahren, dass auch im BRD-Sport im Kampf um die Medaillen gedopt wurde.“[107]

Man sprach von Chancengleichheit im internationalen Wettbewerb. Helmut Digel, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), geht offen mit der Dopingproblematik der 60er und 70er Jahre um. Er bestätigt, dass nicht nur in der DDR Doping - in einer Welt der Unwissenheit und des ‚Nichtinformiertseins’ stattfand.[108]

Ansonsten galt auch für das System des Sports in der ehemaligen Bundesrepublik das Prinzip der Machbarkeit. Auch hier wurde zumindest seit 1972 die naturwissenschaftliche Doktrin der Optimierung des Maschinenmenschens in die Trainingsstätte, Sporthallen und Wettkampfarenen hineingetragen.“[109]

Einige Athleten bekannten sich sogar öffentlich zum Doping, ohne dabei auch nur im geringsten ein Schuldbewusstsein zu zeigen. Somit wurde das Prinzip des Fair play mit Füßen getreten.[110]

1977 wird der Bahn-Nationalradfahrer Bruno Zollfrank wegen erwiesenen Dopings im Wiederholungsfall mit einer dreimonatigen Sperre belegt.[111]

Brigitte Berendonk äußerte sich zur Dopinganalytik, die sie nicht als Dopingkontrolle empfand, wie folgt:

Ich jedenfalls kann noch nicht glauben, dass Sport- und Staatsführung weiterhin so tatenlos, achselzuckend, ja fördernd dem Buschfeuer des Dopings zusehen. Ich kann nicht glauben, dass Herr Daume und Minister Maihofer weiterhin ein System unterstützen, das talentierte Mädchen vor die Wahl stellt, entweder Anabolika zu nehmen und sich vermännlichen zu lassen oder mit dem Leistungssport aufzuhören. Ich kann nicht glauben, dass weiterhin aus Steuermitteln das Doping von Kindern und Frauen finanziert wird, dass Beamte und Angestellte des Staates erwiesenermaßen die Gesetze übertreten und Menschen gefährden dürfen [...].“[112]

Der Deutsche Sportbund (DSB) folgte 1977 dem IOC und nahm die androgenen anabolen Steroide (AAS) in die Verbotsliste auf. Die Verwendung dieser Steroide im Hochleistungssport, so Donike, ist darauf zurückzuführen, dass die bestehenden Regeln, national wie international, nicht auf Einhaltung überwacht wurden. Es fanden zudem noch keine Kontrollen in der Trainingsphase statt.[113]

In der Dopinganalytik, die auf radio-immunologischen Nachweisverfahren beruhte und noch bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau angewandt wurde, konnten weder die frühzeitig abgesetzten androgenen anabolen Steroide noch das ‚Überbrückungsdopingmittel’ Testosteron entdeckt werden.[114]

1981 fordert Ivar Forno (Goldmedaillengewinner im Skilanglauf) die Einführung von Trainingskontrollen beim Olympischen Kongress in Baden-Baden.[115]

Die Sportverbände in Norwegen und Schweden führten 1982 auf nationaler Ebene Kontrollen außerhalb des Wettkampfes ein. Das Britische Sports Council folgte 1985 mit gleichen Kontrollen.[116]

Prokop berichtet, dass 1982 bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Athen 26 Sportler der damaligen UdSSR von ihrer Wettkampfmeldung zurücktraten als bekannt geworden war, dass auch auf Anabolika kontrolliert wurde.

Bei den Panamerikanischen Spielen 1983 in Caracas taten dies ebenfalls 13 amerikanische Athleten.[117] Die Presse meldete, dass es in Caracas insgesamt 12 Disqualifikationen von US-Leichtathleten wegen der unerlaubten Einnahme von Anabolika gegeben habe.[118]

[...]


[1] Wörtlich zitiert aus Acker, Helmut: Rekorde aus der Retorte, Stuttgart 1972, S. 20

[2] Wörtlich zitiert aus dpa: Der Fall Baumann. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 25.11.1999

[3] Vgl. Steinbach, Dirk /Rödel, Sven: Zur Verantwortung staatlicher Organisationen im Hinblick auf die Doping-Problematik im Sport. In: Leistungssport 29 (1999) 3, S. 39

[4] Wörtlich zitiert aus Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 18

[5] Vgl. Acker, Helmut: Rekorde aus der Retorte, Stuttgart 1972, S. 23

[6] Wörtlich zitiert aus Clasing, Dirk: Doping – verbotene Arzneimittel im Sport, Stuttgart 1992, S. 2

[7] Vgl. Clasing, Dirk: Doping – verbotene Arzneimittel im Sport, Stuttgart 1992, S. 2

[8] Vgl. Deutscher Leichtathletik-Verband – Jugend (Hrsg.): Ich bin clean. Anti – Doping – Fibel der DLV – Jugend, Aachen 1993, S. 24

[9] Vgl. Lünsch, Heinz: Doping im Sport, Erlangen 1991, S. 12

[10] Vgl. Deutscher Leichtathletik-Verband – Jugend (Hrsg.): Ich bin clean. Anti – Doping – Fibel der DLV – Jugend, Aachen 1993, S. 26

[11] Vgl. Güldenpfennig, Sven: Am Horizont: Gefahr durch Gendoping. In: Olympisches Feuer, 50 (2000) 1, S. 26 f.

[12] Vgl. Donike, Manfred: Doping. Informationsbroschüre für Athleten und Betreuer, Köln 1986, S. 7

[13] Vgl. Lünsch, Heinz: Doping im Sport, Erlangen 1991, S. 10

[14] Vgl. Deutscher Leichtathletik-Verband – Jugend (Hrsg.): Ich bin clean. Anti – Doping – Fibel der DLV – Jugend, Aachen 1993, S. 25

[15] Vgl. Geider, Martin: Verantwortung im hochleistungsbezogenen Wettkampfsport – zum Dopingproblem, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Diplomarbeit 1980, S. 12

[16] Vgl. Lünsch, Heinz: Doping im Sport, a.a.O., S. 10

[17] Vgl. Acker, Helmut: Rekorde aus der Retorte, Stuttgart 1972, S. 22

[18] Vgl. Keul, Josef: Doping. Pharmakologische Leistungssteigerung und Sport, Frankfurt am Main 1970, S. 5

[19] Vgl. Donike, Manfred: Doping. Informationsbroschüre für Athleten und Betreuer, Köln 1986, S. 6

[20] Vgl. Deutscher Leichtathletik-Verband – Jugend (Hrsg.): Ich bin clean. Anti – Doping – Fibel der DLV – Jugend, Aachen 1993, S. 25

[21] Vgl. Acker, Helmut: Rekorde aus der Retorte, Stuttgart 1972, S. 16

[22] Vgl. Acker, Helmut: Rekorde aus der Retorte, Stuttgart 1972, S. 22

[23] Ebenda, S. 23

[24] Wörtlich zitiert aus Ebenda, S. 23

[25] Vgl. Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 90

[26] Sinngemäße Übersetzung aus Donnellan, Craig: Drug abuse in sport – (Issue Series), Volume 26, Cambridge 1998, S. 35

[27] Vgl. Acker, Helmut: Rekorde aus der Retorte, Stuttgart 1972, S. 18 f.

[28] Ebenda, S. 22

[29] Wörtlich zitiert aus Donike, Manfred: Doping. Informationsbroschüre für Athleten und Betreuer, Köln 1986, S. 6

[30] Vgl. Clasing, Dirk: Doping – Verbotene Arzneimittel im Sport, Stuttgart 1992, S. 6

[31] Vgl. Donike, Manfred: Doping. Informationsbroschüre für Athleten und Betreuer, Köln 1986, S. 6

[32] Vgl. Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 12

[33] Wörtlich zitiert aus Budzisch, Margot /Huhn, Klaus /Wuschech, Heinz: Doping in der BRD. Ein historischer Überblick zu einer verschleierten Praxis, Berlin 1999, S. 9

[34] Ebenda, S. 9

[35] Vgl. Westphal, Helmuth: Doping als Realität des internationalen Sports. In: Beiträ-ge zur Sportgeschichte 10 (2000), S. 78

[36] Ebenda, S. 90

[37] Vgl. Huhn, Klaus: Doping, Doping und kein Ende, Woltersdorf 1991, S. 9

[38] Vgl. Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 12 f.

[39] Wörtlich zitiert aus Budzisch, Margot /Huhn, Klaus /Wuschech, Heinz: Doping in der BRD. Ein historischer Überblick zu einer verschleierten Praxis, Berlin 1999, S. 11

[40] Ebenda, S. 11

[41] Wörtlich zitiert aus Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 90

[42] Vgl. Brucker, Ossi: Die Tragödie des Marathonläufers Dorando Pietri. In: Olym-pisches Feuer 33 (1983) 3, S. 46 ff.

[43] Vgl. Krauß, Martin: Doping, a.a.O., S. 90

[44] Vgl. Donike, Manfred: Doping. Informationsbroschüre für Athleten und Betreuer, Köln 1986, S. 6

[45] Vgl. Acker, Helmut: Rekorde aus der Retorte, Stuttgart 1972, S. 23 f.

[46] Vgl. Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 90

[47] Vgl. Prokop, Ludwig: Sport – Missbrauch und Chance, Berlin 1992, S. 146

[48] Vgl. Donike, Manfred: Doping. Informationsbroschüre für Athleten und Betreuer, Köln 1986, S. 7

[49] Vgl. Gamper, Michael: 100 Jahre Doping. In: Neue Zürcher Zeitung, 03.09.1999 – www.svl.ch/doping, S. 4

[50] Vgl. Bette, Karl-Heinrich /Schimank, Uwe: Doping im Hochleistungssport, Frankfurt am Main 1995, S. 351

[51] Vgl. Donike, Manfred: Doping. a.a.O., S. 8

[52] Vgl. Digel, Helmut: Doping gestern – Doping heute. In: Leistungssport 28 (1998) 4, S. 6

[53] Wörtlich zitiert aus Donike, Manfred: Doping. Informationsbroschüre für Athleten und Betreuer, Köln 1986, S. 6

[54] Wörtlich zitiert aus Huhn, Klaus: Doping, Doping und kein Ende, Woltersdorf 1991, S. 7

[55] Vgl. Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 90

[56] Vgl. Donike, Manfred: Doping. Informationsbroschüre für Athleten und Betreuer, Köln 1986, S. 7

[57] Vgl. Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 90

[58] Ebenda, S. 90

[59] Wörtlich zitiert aus Prokop, Ludwig: Sport – Missbrauch und Chance, Berlin 1992,

S. 146 f.

[60] Vgl. Krüger, Arnd: Doping im Spitzensport. In: Leistungssport 28 (1998) 4, S. 12

[61] Vgl. Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 90

[62] Sinngemäße Übersetzung aus Corrigan, Brian: Doping in sport. State of the art review no. 20, Sports Coach 1988, S. 11

[63] Vgl. Prokop, Ludwig: Sport – Missbrauch und Chance, Berlin 1992, S. 146 f.

[64] Wörtlich sinngemäß zitiert aus Goldman, Bob: Death in the locker room. Icarus Press South Bend, In 1984. In: Sehling, Michael, u.a., Doping im Sport, München 1989, S. 28

[65] Wörtlich zitiert aus Huhn, Klaus: Doping, Doping und kein Ende, Wolterdorf 1991, S. 38

[66] Vgl. Goldman, Bob: Death in the locker room. Icarus Press South Bend, In 1984. In: Sehling, Michael, u.a., Doping im Sport, München 1989, S. 28

[67] Wörtlich zitiert aus Westphal, Helmuth: Doping als Realität des internationalen Sports. In: Beiträge zur Sportgeschichte 10 (2000), S. 79

[68] Vgl. Singler, Andreas /Treutlein, Gerhard: Doping im Spitzensport (Teil 1), Aachen 2000, S. 137

[69] Sinngemäße Übersetzung aus Goldman, Bob: so zitiert in R. Voy, Drugs, Sports, and Politics. Leisure Press, Champaign, IL; 1991, S. 10

[70] Vgl. Huhn, Klaus: Doping, Doping und kein Ende, Woltersdorf 1991, S. 20

[71] Vgl. Singler, Andreas /Treutlein, Gerhard: Doping im Spitzensport (Teil 1), a.a.O, S. 60

[72] Wörtlich zitiert aus Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 14

[73] Vgl. Clasing, Dirk: Doping – verbotene Arzneimittel im Sport, Stuttgart 1992, S. 6

[74] Vgl. Singler, Andreas /Treutlein, Gerhard: Doping im Spitzensport (Teil 1), Aachen 2000, S. 13

[75] Sinngemäße Übersetzung aus IOC: History, www. nodoping.org

[76] Vgl. Prokop, Ludwig: Sport – Missbrauch und Chance, Berlin 1992, S. 147 f.

[77] Vgl. Krüger, Arnd: Doping im Spitzensport. In: Leistungssport 28 (1998) 4, S. 12

[78] Vgl. Clasing, Dirk /Donike, Manfred /Klümper, Armin: Dopingkontrollen bei den Spielen der XX. Olympiade München 1972 (III). In: Leistungssport, 5 (1975) 4, S. 303 ff.

[79] Wörtlich zitiert aus Prokop, Ludwig: Sport – Missbrauch und Chance, a.a.O., S. 148

[80] Vgl. Prokop, Ludwig: Zur Geschichte des Dopings. In: Acker, Helmut, Rekorde aus der Retorte, Stuttgart 1972, S. 27

[81] Wörtlich zitiert aus Krauß, Martin: Doping, Hamburg 2000, S. 29 f.

[82] Sinngemäße Übersetzung aus IOC: History, www. nodoping.org

[83] Vgl. Prokop, Ludwig: Sport – Missbrauch und Chance, Berlin 1992, S. 149

[84] Vgl. Clasing, Dirk: Doping – verbotene Arzneimittel im Sport, Stuttgart 1992, S. 7

[85] Vgl. Berendonk, Brigitte: Doping. Von der Forschung zum Betrug, Hamburg 1992, S. 37

[86] Vgl. Digel, Helmut: Doping gestern – Doping heute. In: Leistungssport 28 (1998) 4, S. 6

[87] Ebenda, S. 6

[88] Vgl. Deutscher Leichtathletik-Verband – Jugend (Hrsg.): Ich bin clean. Anti – Doping – Fibel der DLV – Jugend, Aachen 1993, S. 26

[89] Wörtlich zitiert aus Huhn, Klaus: Doping, Doping und kein Ende, Wolterdorf 1991, S. 15

[90] Wörtlich zitiert aus Huhn, Klaus: Doping, Doping und kein Ende, Woltersdorf 1991, S. 21

[91] Vgl. Krüger, Arnd: Doping im Spitzensport. In: Leistungssport 28 (1998) 4, S. 12

[92] Sinngemäße Übersetzung aus Mondenard, Jean-Pierre De: Le Dopage aux Jeux olympiques, S.A., 1996, S. 87

[93] Vgl. SMD: Dopingfälle. In: Tages-Anzeiger – www.smd.ch

[94] Vgl. Krüger, Arnd: Doping im Spitzensport. In: Leistungssport 28 (1998) 4, S. 12

[95] Vgl. Donike, Manfred /Rauth, Susanne: Dopingkontrollen, Köln 1996, S. 21

[96] Vgl. Donike, Manfred: Aktuelle Probleme des Dopings im Leistungssport. In: Leis-tungssport, 22 (1992) 1, S. 5

[97] Vgl. Digel, Helmut: Doping gestern – Doping heute. In: Leistungssport 28 (1998) 4, S. 6

[98] Vgl. Krüger, Arnd: Doping im Spitzensport. a.a.O., S. 12

[99] Sinngemäße Übersetzung aus Mondenard, Jean-Pierre De : Le Dopage aux Jeux olympiques, S.A., 1996, S. 100

[100] Vgl. Prokop, Ludwig: Sport – Missbrauch und Chance, Berlin 1992, S. 149 f.

[101] Vgl. Donike, Manfred: Doping. Informationsbroschüre für Athleten und Betreuer, Köln 1986, S. 8

[102] Vgl. Prokop, Ludwig: Sport – Missbrauch und Chance, Berlin 1992, S. 153

[103] Wörtlich zitiert aus Müll: Die nähere Zukunft des Sportdopings. In: Die Tageszeitung, 09.09.2000

[104] Vgl. Budzisch, Margot /Huhn, Klaus /Wuschech, Heinz: Doping in der BRD. Ein historischer Überblick zu einer verschleierten Praxis, Berlin 1999, S. 83

[105] Ebenda, S. 50

[106] Wörtlich zitiert aus Budzisch, Margot /Huhn, Klaus /Wuschech, Heinz: Doping in der BRD. Ein historischer Überblick zu einer verschleierten Praxis, Berlin 1999, S. 50

[107] Wörtlich zitiert aus Ebenda, S. 51

[108] Vgl. Digel, Helmut: Doping gestern – Doping heute. In: Leistungssport 28 (1998) 4, S. 6

[109] Wörtlich zitiert aus Ebenda, S. 6

[110] Ebenda, S. 7

[111] Vgl. Nürnberger, Albrecht: Doping im Sport, dpa – Sonderdienste (Hintergrund), Hamburg 1992, S. 16

[112] Wörtlich zitiert aus Budzisch, Margot /Huhn, Klaus /Wuschech, Heinz: Doping in der BRD. Ein historischer Überblick zu einer verschleierten Praxis, Berlin 1999, S. 83

[113] Vgl. Donike, Manfred /Rauth, Susanne: Dopingkontrollen, Köln 1996, S. 22

[114] Ebenda, S. 22

[115] Vgl. Digel, Helmut: Doping gestern – Doping heute. In: Leistungssport 28 (1998) 4, S. 6

[116] Vgl. Donike, Manfred /Rauth, Susanne: Dopingkontrollen, a.a.O., S. 22

[117] Vgl. Prokop, Ludwig: Sport – Missbrauch und Chance, Berlin 1992, S. 152

[118] Vgl. Huhn, Klaus: Doping, Doping und kein Ende, Woltersdorf 1991, S. 45

Details

Seiten
166
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783832448028
ISBN (Buch)
9783838648026
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v220389
Institution / Hochschule
Deutsche Sporthochschule Köln – unbekannt
Note
2,0
Schlagworte
anti-doping-kampf geschichte leichtathletik doping

Autor

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Titel: Die Geschichte des Dopings im Sport und der Kampf gegen Doping am Beispiel der Sportart Leichtathletik