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Enterprise Information Portals

Einführung, Konzepte, Software

Diplomarbeit 2001 109 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

1 Einleitung
1.1 Einleitung
1.2 Vorgehensweise

2 Portale
2.1 Allgemeine Definition von Portalen
2.2 Arten von Portalen
2.2.1 Allgemein
2.2.2 Unterteilung von Portalen nach Content, Community und Commerce
2.2.3 Vertikale und horizontale Portale
2.2.4 Unterteilung nach den E-Business-Aktivitäten

3 Enterprise Information Portals
3.1 Arten von EIPs
3.1.1 Unterteilung nach Content, Community und Commerce
3.1.2 Unterteilung nach dem Anwendungsschwerpunkt
3.2 Definition eines Enterprise Information Portals
3.3 Ursachen für das Entstehen von EIPs
3.4 Nutzen von EIPs
3.5 Kosten-Nutzen-Analyse

4 Anforderungen an eine EIP-Lösung
4.1 Funktionale Anforderungen
4.1.1 Architektur und Integration
4.1.1.1 Integrationsmöglichkeiten
4.1.1.2 CORBA
4.1.1.3 COM
4.1.1.4 Java/RMI
4.1.1.5 XML/RDF
4.1.1.6 Bewertung
4.1.2 Sicherheit
4.1.2.1 Anforderungen an die Sicherheit
4.1.2.2 OSI/ISO-Referenzmodell
4.1.2.3 Angriffe auf Unternehmensportale
4.1.2.4 Kryptographie
4.1.2.5 Sicherheit auf der Internetschicht
4.1.2.6 Sicherheit auf der Transportschicht
4.1.2.7 Sicherheit auf der Anwenderschicht
4.1.2.8 Bewertung
4.1.3 Datenaufbereitung
4.1.3.1 Business Intelligence
4.1.3.2 Data Warehouse
4.1.3.2 OLAP
4.1.3.3 Data Mining
4.1.3.4 Text Mining
4.1.4 Personalisierung
4.1.4.1 Allgemein
4.1.4.2 Profilbildung
4.1.4.3 Empfehlungsverfahren
4.1.4.4 Bewertung
4.1.5 Möglichkeit zur Bildung von Communities
4.2 Nichtfunktionale Anforderungen an eine EIP-Lösung
4.2.3 Systemvoraussetzungen
4.2.2 Benutzeroberfläche
4.2.3 Preis

5 EIP-Software
5.1 Entwicklung von EIP-Software
5.2 Markt für EIP-Software
5.3 Produkte
5.3.1 Analysekriterien
5.3.2 IBM
5.3.3 Plumtree
5.3.4 Bewertung

6 Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 2.1: Kann- und Mußdienstleistungen von Portalen

Abb. 2.2: Nach E-Business-Aktivitäten unterteilte Portale

Abb. 4.1: Organisationsorientierte Sicht auf ein Unternehmensportal

Abb. 4.2: Interapplikations-Spaghetti

Abb. 4.3: Drei Ebenen der Integration

Abb. 4.4: Technische Sicht auf Componentware

Abb. 4.5: CORBA-Architektur

Abb. 4.6: DCOM-Architektur

Abb. 4.7: RMI-Architektur

Abb. 4.8: RDF-File in einem Dokument

Abb. 4.9: Schichten des ISO-Referenzmodells

Abb. 4.10: Das Data Warehouse Konzept

Abb. 4.11: Die OLAP-Welt

Abb. 5.1: Portal Product Magic Quadrant

Abb. 5.2: IBM WebSphere Server

Abb. 5.3: Das IBM EIP-Tool

Abb. 5.4: Plumtree Corporate Portal Architecture

Abb. 5.5: Yahoo! als Gadget

Abb. 5.6: Plumtree MyPage

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

1.1 Einleitung

„Portale spielen bei der Umsetzung von E-Commerce-Geschäftsmodellen eine besondere Rolle: Sie bilden das Zugangsmedium zu Informationen, zu Produkten, zu Dienstleitungen und nicht zu vernachlässigen, zu Menschen.”[1]

Enterprise Information Portals sollen Managern mit dem richtigen Wissen zur richtigen Zeit versorgen. Um dieses Ziel zu erreichen, diskutierten Wissenschaftler und Manager bereits vor 30 Jahren über den Einsatz von Exekutive Information Systems/Management Informations-Systeme.

In den 80er Jahren sollten dann sogenannte Decision Support Systeme durch When-If-Abfragen diese Aufgaben erfüllen. Die Diskussionen der 90er Jahre wurden von Knowledge Management Systemen und Data Warehouse beherrscht, die zur Verminderung der durch Intranet und Internet ansteigenden Datenflut beitragen sollten. Doch weil die notwendigen Standards nicht vorhanden waren, wurden die neuen Systeme zwar eingesetzt, jedoch waren nur ein zusätzliches System neben den bereits vorhandenen. Mittlerweile, so sagen Analysten, existieren bis zu neun verschiedene Systeme innerhalb eines Unternehmens, die über unterschiedliche Oberflächen bedient werden müssen und unterschiedliche Datenformate produzieren, wodurch ein durchgängiger Informationsfluß erschwert wird.

Seit zwei Jahren werden nun Enterprise Information Portals/Unternehmensportale als Problemlösung diskutiert. Sie sollen jedem Mitarbeiter über das Internet und einen Browser Zugang zu vorselektierten Informationen und der unternehmensweiten Applikationslandschaft gestatten. Ermöglicht wird dieser Zugriff zum einen durch die Etablierung von Standards (CORBA, COM, XML und TCP/IP), zum anderen durch die Öffnung propietärer Systeme, welche Schnittstellen

bereitstellen, um andere Systeme anzubinden und die Interaktion/Integration mit verschiedenen Systemen zu erleichtern.

1.2 Vorgehensweise

Folgende Fragen werden in der vorliegenden Arbeit näher betrachtet:

Was sind Portale und was sind Enterprise Information Portals/Unternehmensportale?

Welche Technologien ermöglichen den Zugriff auf Informationen und Applikationen innerhalb eines Unternehmensportals?

Wie kann Sicherheit in Unternehmensportalen realisiert werden und wie kann mit solchen Softwaresystemen der steigenden Informationsflut begegnet werden?

Wie sieht die auf dem Markt erhältliche Software für Unternehmensportale aus?

Im Vordergrund steht dabei die Fragestellung, welche Standards und Technologien Unternehmensportale einsetzen können, um einen sicheren Zugang zu personalisierten Informationen und Applikationen zu realisieren.

Da Unternehmensportale sich aus Portalen entwickelt haben, werden im zweiten Kapitel der Arbeit Portale betrachtet, definiert und einige Kategorisierungen vorgenommen. Darauf aufbauend wird in einem dritten Kapitel die Entstehungsgeschichte erarbeitet und eine Definition für Enterprise Information Portals und wesentliche Vorteile des Einsatzes von Unternehmensportalen aufgezeigt.

Da Unternehmensportale über das Internet und einen Browser unterschiedliche Applikationen aufrufen sollen, beschäftigt sich der erste Teil des vierten Kapitels mit der Architektur von Unternehmensportalen sowie mit Instrumenten, die sich seitens der Informatik für die Anbindung der unternehmensweiten Infrastruktur an das Desktop eignen.

Der zweite Teil des vierten Kapitels betrachtet die Sicherheit von Unternehmensportalen. Da durch Unternehmensportale die unternehmensweite Infrastruktur an das Internet angebunden wird und der Aufruf und Zugriff auf Informationen und Applikationen über das Internet und einen Browser erfolgt, werden auch potentielle Gefahren aus dem Netz und wie man diesen mit entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen begegnen kann, erläutert. Der dritte und vierte Teil des vierten Kapitels dient der Darstellung des Einsatzes von Business Intelligence Verfahren und Personalisierungstechniken, da EIPs/Unternehmensportale vorselektierte Informationen präsentieren sollen. Im folgenden fünften Kapitel erfolgt ein kurzer Überblick über einen sich schnell verändernden Markt für EIP-Software, abschließend die Vorstellung von zwei Softwareprodukten führender Unternehmen. Eine kurze Schlußbetrachtung beendet die Arbeit.

2 Portale

2.1 Allgemeine Definition von Portalen

Das Wort Portal nutzten schon die Römer. Sie charakterisierten damit die große Außentür eines Gebäudes. Etymologisch entstand es aus dem lateinischen Wort „porta“, welches eine Tür bezeichnet.[2] Folglich bezeichnen „Portale ins Internet“ das Tor zu Informationen, Dienstleistungen und Produkten, die sich innerhalb des Internets finden lassen. Portale ordnen und teilen -ähnlich wie Lexika Begriffe- gefundene Webseiten nach bestimmten Themen/Sachgebiete ein, um so dem Nutzer eine strukturierte Einstiegsseite in das ungeordnete WWW zu bieten.

Portale sind beliebt, weil sie dem Nutzer die „riesige Informationsflut und Funktionsvielfalt des Web“[3] ordnen und sie ihm strukturiert präsentieren. Probleme ergeben sich nicht nur aus einer nicht benutzerfreundlichen Gestaltung von Webseiten, sondern auch durch die fehlende Strukturierung von Texten und Grafiken. Hinzu kommt die schnelle Veränderung des Mediums[4] und die Nichtauffindbarkeit von Informationen. Die Ursachen für das Entstehen der genannten Probleme liegen in der Konzeption des Internets, hier vor allem des WWW, für den Austausch und der Präsentation von wissenschaftlichen Texten und Forschungsergebnissen auf Basis von TCP/IP, HTTP und HTML.

In der Literatur herrscht Uneinigkeit darüber was Portale sind. Die verwendeten Begriffe und Beschreibungen für Portale reichen von dem Portal als Einstiegshilfe in das WWW[5] bis zum Portal als Dienstleister[6].

Ein Portal läßt sich wie ein Informationseinkaufszentrum im Internet beschreiben, indem sich sehr unterschiedliche Informationen „schnell und unkompliziert“ finden lassen. Hauptaufgabe von Portalen im Internet ist es, Informationen zu sammeln, sie aufzubereiten und sie einem Informationssuchenden zu präsentieren. Die meisten Portale verfügen über eine Suchmaschine. Der Suchende kann dort Begriffe eingeben, die die Suchmaschine dann in anderen Webseiten sucht. Bei erfolgreicher Suche verweist sie auf die Fundstelle. Dabei ist die Benutzeroberfläche von den meisten Portalen intuitiv bedienbar. Zusätzlich können weitere Dienstleistungen wie z.B. Chatmöglichkeiten, Einkaufsmöglichkeiten etc. angeboten werden.

Ursprünglich entstanden Portale aus Suchmaschinen bzw. Katalogen, die das World Wide Web strukturiert präsentiert haben[7]. Heute jedoch reicht eine Suchmaschine als Anreiz allein nicht mehr aus, um die Kunden auf die Webseite zu ziehen und zu halten. Deswegen versuchen Portalbetreiber nicht nur eine Dienstleistung, sondern möglichst viele Dienstleistungen wie auch komplementäre Dienste anzubieten, um dadurch die Kunden zu einem häufigen Besuch ihrer Portalseite anzuregen. Aus diesem Grund werden zusätzliche Dienstleistungen angeboten, die dem Kunden einen Mehrwert bieten.

Der häufige Besuch einer Webseite bzw. eines Portals bestimmt wiederum die Einnahmen eines Portals, die sich vor allem über Werbung, häufig in Form von Bannerwerbung, finanzieren. Andere Einnahmequellen können neben der Einblendung von Werbung, Erhebung von Transaktionsgebühren für gekaufte Waren oder der Verkauf von Informationen sein. Abbildung 1 zeigt Kann- und Mußdienstleistungen von Portalen. Dabei sind Mußdienstleistungen solche Dienstleistungen, die jedes Portal anbietet. Kanndienstleistungen hingegen sind Optionen, weil sie nicht jedes Portal aufweist[8].

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.1: Kann- und Mußdienstleistungen von Portalen[9]

Portale der Zukunft werden jedoch viel mehr als nur Informationen präsentieren und bereitstellen müssen, sofern sie sich am Markt behaupten wollen. Erfolgsmodelle, um für die Kundschaft attraktiv zu sein, sind die Personalisierung und Konfigurierung.

Dabei erlaubt es die Konfigurierung des Portals einem Nutzer sich einzelne Elemente eines Portals nach seinen Interessen zusammenzustellen. Bei einem zukünftigen Aufruf des Portals wird der User über Cookies[10] oder Angabe des Namens und des Paßwortes identifiziert und ihm anschließend seine vorkonfigurierte Portalseite, „sein Portal“, gezeigt. Eine zweite Möglichkeit ist die Personalisierung, welche durch Einsatz von Empfehlungsprogrammen erfolgt. Sie sind eine Gattung von Softwareagenten, die das Internet nach dem vom Kunden erstelltem Benutzerprofil durchsuchen und ihm individuell Informationsangebote und Dienstleistungen anbieten können. Je exakter dabei der Kunde seine Interessen bzw. seine Präferenzen beschrieben hat, desto besser ist die vorgeschlagene Empfehlung (Informationen/Produkte). Personalisierung ist jedoch nicht nur für den Kunden vorteilhaft. Durch Personalisierung kann der Betreiber ein Profil des Kunden erstellen, wodurch speziell auf den Benutzer zugeschnittene Werbung eingeblendet werden kann oder ihm profilspezifische Kaufangebote unterbreitet werden können. Des weiteren steigt durch die Personalisierung die Kundenbindung, weil der Kunde das Portal bereits kennt. Ökonomisch sind hier Wechselkosten[11] aufgebaut worden, die dem Kunden den Wechsel zu einem anderen Portal erschweren. Analytisch betrachtet, lassen sich Portale inhaltlich nach drei Kategorien strukturieren[12]:

1. Informationsdienste: Portale als Informationsdienstleister stellen ihren Kunden entgeltlich oder unentgeltlich Informationen zum Abruf bereit. Hierunter läßt sich auch die ursprüngliche Suchfunktion von Portalen subsumieren.
2. Transaktions- und Übertragungsdienste: Kunden können über Portale Transaktionen initiieren und Zeichen, Daten und Informationen an einen entfernten Ort übertragen.
3. Speicherdienste: Portale können Informationen bei einem Speicherdienst dauerhaft oder bis zum Abruf speichern. [13]

Aus den vorangestellten Überlegungen lassen sich Portale als Einstiegsseite ins Internet definieren, die Informations-, Transaktions-, Speicher- oder Übertragungsdienste anbieten, um dadurch dem Kunden einen Mehrwert zu bieten.

2.2 Arten von Portalen

2.2.1 Allgemein

Es existieren verschiedene Arten von Portalen. Der Verfasser möchte hier die am häufigsten verwendeten Differenzierungskriterien vorstellen, nach denen Portale abgegrenzt werden können. Dazu sind bewußt drei ausgewählt, die in der Literatur oder in den Medien häufig verwendet werden.

2.2.2 Unterteilung von Portalen nach Content, Community und Commerce

Eine Unterteilung von Portalen ist nach den drei großen C´s möglich: Content, Community und Commerce.

Content-Portale sind Portale, die Informationen bereitstellen wie z.B. Yahoo![14]

Community-Portale sind Portale, die dem Nutzer fachspezifische Informationen und/oder Kontakte zu Personen bereitstellen, wie z.B. Egroups[15].

Als Commerce-Portale ließen sich nach dieser Einteilung alle Portale kategorisieren, deren Aufgabe der Verkauf/Kauf von Waren bzw. das Initiieren von Transaktionen ist. So sind hier z.B. Amazon[16] oder elektronische Marktplätze wie z.B. MySAP[17] etc. zu nennen.

Diese Kategorisierung ist sinnvoll, um Portale zu klassifizieren. Die Mengen sind jedoch nicht disjunkt, weil jeder Portalanbieter diese drei Eigenschaften in einer unterschiedlichen Ausprägung aufweist. Jeder Portalanbieter muß Informationen z.B. über angebotene Güter bereitstellen, ebenso muß er Commerce betreiben, d.h. ein Geschäfts-Modell besitzen, um damit Umsatz und Gewinn zu erwirtschaften. Ebenfalls muß der Portalbetreiber, um sich am Markt behaupten zu können, eine gewisse Anzahl an Menschen in seiner fachspezifischen Community ansammeln und sie u.a. durch Content als Kunden an sich binden.

2.2.3 Vertikale und horizontale Portale

Gerade in den Medien und auch in der Literatur wird der Begriff des horizontalen und vertikalen Portals verwendet.

Vertikale Portale sind branchen-/fachspezifisch und sollen für den speziellen Bereich einer Branche Dienstleistungen erbringen. Horizontale Portale sind branchenübergreifend und stellen somit ihre Dienstleistungen nicht nur einer Branche zur Verfügung.

Als Beispiel für ein horizontales Portal kann Yahoo! genannt werden, wohingegen die Webseite von Genios[18] ein fachspezifisches vertikales Informationsportal ist.

2.2.4 Unterteilung nach den E-Business-Aktivitäten

Schumacher/Schwickert unterteilen Portale nach den E-Business-Aktivitäten[19]. So haben Intranet, Extranet und Internet jeweils unterschiedliche Funktionen für ein Unternehmen zu erfüllen. Hauptaufgabe des Internets war und ist die Informationsversorgung von Kunden und Unternehmen, wohingegen das Intranet der Informationsbereitstellung innerhalb des Unternehmens dient. Das Extranet soll vor allem der Zusammenarbeit und dem Informationsaustausch mit Geschäftspartner dienen.[20] Abbildung 2.2 zeigt die nach E-Business-Aktivitäten differenzierten Portale:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.2: Nach E-Business-Aktivitäten unterteilte Portale[21]

Consumer-Portal

Nach Schumacher/Schwickert sind Consumer-Portale die „Einstiegs- und Orientierungshilfe“[22] ins Internet. Sie bringen dem Nutzer die Informationsfülle des WWW auf einfache Art und Weise über eine intuitiv und leicht zu benutzende Oberfläche nahe. Konsumenten-Portale wurden bereits in Abschnitt 2.1 beschrieben, weswegen sie an dieser Stelle nicht noch einmal erläutert werden sollen.

Extranet-Portal:

Die Aufgaben eines Extranet-Portals lassen sich nur aus den Aufgaben und Zielsetzungen des Extranets ableiten, da sich in der Literatur keine Definition finden läßt. Extranets sorgen für eine sichere Verbindung zwischen zwei Intranets und erleichtern dadurch die Informationsbereitstellung und Zusammenarbeit zwischen zwei Unternehmen.[23] Folglich soll ein Extranet-Portal die Informationsbereitstellung und die Zusammenarbeit zwischen zwei Unternehmen realisieren.

Intranet-Portal:

Ziel eines Intranet-Portals ist es dem Mitarbeiter die Informationen, die er für die Durchführung seiner Tätigkeit braucht, zur Verfügung zu stellen, wobei das Intranet die unternehmensweite Kommunikation erleichtern und allen Mitarbeitern Zugang zu arbeits-/aufgabenrelevanten Informationen ermöglichen sollte. Knowledge-Management/Wissensmanagement ist ein Schlagwort, das eng mit dem Einsatz des Intranets verknüpft ist, und soll das Wissen des einzelnen Mitarbeiters allen zur Verfügung stellen. Die Internettechnologie und HTML als leicht zu erlernbare und einfache nutzbare Sprache legten nahe, das Intranet auf Basis von HTML, HTTP und TCP/IP aufzubauen.[24] Damit wurden jedoch nicht nur die Vorteile, sondern auch die Nachteile der HTML-Sprache übernommen, wie z.B. die unstrukturierte Informationsspeicherung.

Nachteilig wirkt sich die mühselige und aufwendige Suche aus, da HTML-Seiten keine Metainformationen[25] enthalten, was zu sehr hohen Zeitaufwand beim Wiederauffinden führt. Analysten zufolge verbringen Mitarbeiter 50% ihrer Arbeitszeit mit der Suche, wohingegen sie nur ca. 50% ihrer Zeit für das Lesen und Interpretieren dieser Informationen verwenden[26]. Das Intranet-Portal soll folglich den Informationsfluß innerhalb des Unternehmens verbessern, wohingegen das Extranet-Portal eher auf die Kooperation bzw. auf den Informationsfluß mit anderen Unternehmen ausgerichtet ist.

Zu beachten ist, daß der Gedanke der Personalisierung innerhalb des Intranets nicht weitergedacht wurde. In der Anfangszeit des Intranets wurden alle Informationen an alle Mitarbeiter gesendet, was zu einem „Information Overload“ der Mitarbeiter führte. Diese Informationsüberflutung führt zu einer Überfrachtung der Beschäftigten mit zum Teil unwichtigen Informationen und damit zu einer niedrigen Produktivität. Somit ist als weiterer Nachteil des Intranets die Informationsüberflutung zu nennen. Dem soll die Personalisierung entgegenwirken, da dem Nutzer nur noch die für ihn bzw. für seine Arbeit wichtigen Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Enterprise Information Portals

Überträgt man das Konzept des Portals auf Unternehmen, so erhält man ein Unternehmensportal, welches Zugang zu Informationen, Personen und Applikationen innerhalb des Unternehmens über einen zentralen Einstiegspunkt gewähren soll.

Nach Schwickert/Schuhmacher sind EIPs „die Einstiegsseiten für die Webseite eines Unternehmens. Sie unterstützen Interessen der Nutzer (Endkunden und Mitarbeiter), um unternehmensspezifische Informationen zu finden.“[27]

3 Enterprise Information Portals

3.1 Arten von EIPs

3.1.1 Unterteilung nach Content, Community und Commerce

Eine disjunkte Unterteilung von Unternehmensportalen nach den Drei Cs macht keinen Sinn, da jede EIP-Lösung diese drei Funktionen in einem unterschiedlichen Maße erfüllen muß. Es lassen sich aber die verschiedenen Ausprägungen dieser drei Eigenschaften einer EIP-Lösung auf einer Skala abbilden. Man darf jedoch nicht schlußfolgern, daß je höher die drei Ausprägungen sind, desto hochwertiger ist auch die EIP-Sofware. Vielmehr kommt es auf die Konfigurierbarkeit und Integrationsfähigkeit der Software an, so daß sich die Unternehmen die auf sie zugeschnittene Lösung suchen und zusammenstellen können, je nachdem, was gewünscht, gebraucht und welche SW-Systeme bereits vorhanden sind.

Content: Content muß innerhalb von Unternehmensportalen durch Datenbanken, Content-Managment-Systeme und Contentprovider bereitgestellt werden. Die Bereitstellung dieser Inhalte und die Tools zur Analyse und Synthese von Inhalten (Business-Intelligence-Tools) können die Qualität von Entscheidungen beeinflussen und stellen einen wesentlichen Qualitätsfaktor eines EIP dar.

Commerce: Neben der Bereitstellung von Informationen sollen auch Transaktionen abgewickelt und/oder Geschäftsprozesse ausgelöst werden können. Dies ist jedoch nicht unbedingt die Hauptaufgabe von EIPs, die eher im Bereich der Informationsbereitstellung liegt. Hier muß gefragt werden, welche Systeme in ein Unternehmensportal integriert werden können. Deshalb ist die Integrationsfähigkeit von z.B. Workflowsystemen oder die Anbindungsmöglichkeit von z.B. Shopsystemen wichtig. Folglich läßt sich die Anzahl der integrierbaren Komponenten als ein Qualitätskriterium für ein Unternehmensportal anführen.

Community: Die Ausprägung der Communityqualität ist schwerer zu beurteilen. Die Frage ist, wie und wer kann in Gruppenräume innerhalb von EIPs eingebunden werden, um so die Informationssuche, den Informationsaustausch, den Kontakt und die Projektdurchführung innerhalb eines virtuellen Raumes zu unterstützen? Wie kann eine solche Community in die Geschäftsprozesse eingebunden werden, so daß sie diese auch unterstützt und den Informationsaustausch erleichtert?

Private und geschäftliche Communities werden auch heute noch als ein wesentlicher Erfolgsfaktor von E-Business-Geschäftsmodellen angesehen, da sie interessenspezifische Gruppen anziehen, zum Verweilen anregen und den spezifischen Informationsaustausch unterstützen. Communities überbrücken sowohl Zeit als auch Raum, da sie sogar für zukünftige Interessenten Aufschluß über Entwicklungsstand und Geschehen geben und Interessierte von überall auf der Welt auf diese Informationen (Situation, Maßnahmen, Begründungen etc.) zugreifen können. In einem Unternehmensportal sind Communites bzw. die Möglichkeit zur Communitybildung wichtig, weil dadurch z.B. Externe in Projekte eingebunden werden können oder das Wissensmanagement realisiert werden kann.

3.1.2 Unterteilung nach dem Anwendungsschwerpunkt

Lienemann/Föcker unterteilen Unternehmensportale wie folgt nach ihrem Anwendungsschwerpunkt:

Publishing Portals: Bei Publishing Portals steht die Publikation von Inhalten im Vordergrund. Typische Funktionen von Publishing Portals sind die Verwaltung von Dokumenten, sowie eine umfangreiche Metadatenverwaltung, „um Verknüpfungen zwischen den Inhalten herstellen zu können“[28]. Anbieter von Publishing Portals kommen aus dem Bereich der Content-Management-Systeme. Hierzu zählen Autonomy[29], Hyperwave[30] und Verity[31] [32].

Collaborative Portals: Bei Collaborative Portals steht die Unterstützung der Gruppenarbeit im Vordergrund. Dabei soll die „Kommunikation, Kooperation und Koordination“[33] innerhalb und außerhalb des Unternehmens erleichtert und verbessert werden. „Typisch sind Arbeitsbereiche, auf die Teammitglieder von verschiedenen Standorten zugreifen und in denen sie Dokumente ablegen und bearbeiten können.“[34] Innerhalb solcher Collaborative Portals sind dann Communitybildung, Diskussionsforen, Push- und Pull-Dienste möglich. Anbieter von Collaborative Portals kommen aus dem Bereich von Groupware und Dokumenten-Managementsystemen, wie z.B. die Unternehmen Documentum[35] und Open Text[36] [37].

Decision Portals: Decision Portals dienen der Verdichtung von Daten und der Präsentation von Ergebnissen aus Entscheidungsunterstützungs-Systemen, wie z.B. aus dem Data Warehouse. „Hier werden Portale eingesetzt, um den Benutzer mit den Auswertungen zu versorgen, die für ihn von Relevanz sind.“[38] Anbieter von Decision Portals stammen aus dem Bereich von OLAP-Datenbanken und Data Warehouse, wie z.B. die Unternehmen Brio[39], Cognos[40] und Hummingbird[41] [42].

Operational Portals: Operational Portals sollen Anwendungen integrieren, und weitere Informationsquellen und Dienste einbinden, „die für die Durchführung der operativen Aufgaben von Nutzen sein könnten.“[43] Als Anbieter eines Operation Portals sind hier ERP-Anbieter zu nennen, wie z.B. die Unternehmen SAP und Peoplesoft[44].

3.2 Definition eines Enterprise Information Portals

„As such, corporate portals offer a means of pulling together all the various computer technologies that dot the corporate landscape into a single system“[45] .

Der Begriff „Enterprise Information Portal“ wurde im November 1998 das erste Mal verwendet. Zwei Merry Lynch Analysten definierten den Begriff EIP wie folgt: „Enterprise Information Portals are applications that enable companies to unlock internally and externally stored information, and provide user a single gateway to personalized information needed to make informed business decisions.“[46]

Enterprise Information Portals are „an amalgation of software applications that consolidate, manage, analyze and distribute information across and outside of an enterprise - including Business Intelligence, Content Management, Data Warehouse and Mart, and Data Management applications.“[47]

Anhand dieser ausführlichen Definition lassen sich die wesentlichen Charakteristika von EIPs aufzeigen:

1. An EIP „enable companies to unlock internally and externally stored information“[48], d.h. daß durch das EIP sowohl intern als auch extern gespeicherte Informationen gefunden werden sollen. Dabei können die Daten in strukturierter Form vorliegen, wie z.B. Daten aus ERP-Systemen, als auch in unstrukturierter Form wie z.B. in E-Mails oder HTML-Seiten.
2. They „provide user a single gateway“[49] to information, d.h. daß durch EIPs ein Zugriff auf unterschiedliche Datenquellen und damit auch auf Applikationen gewährt wird. Dieser Zugriff kann durch den Einsatz des sogenannten „Single-Sign-On“, eine Technik, die es erlaubt, sich einmal anzumelden um dann sogleich auf unterschiedlichen Systemen angemeldet zu sein, erfolgen.
3. EIPs sollen Informationen für einen User vorselektieren. Dies erfolgt durch Personalisierungstechniken, die für einen User Informationen suchen und sie empfehlen. Um Informationen empfehlen zu können, müssen bestimmte Benutzerprofile definiert, erzeugt und gespeichert werden. Darauf aufbauend sollen Empfehlungsprogramme für den User Informationen suchen und ihm präsentieren. Sinnvoll sind in solchen Systemen Push- und Pull-Verfahren, um die personalisierte Informationsfilterung und Informationsbereitstellung zu unterstützen.
4. EIPs sollen intuitiv und leicht zu bedienen sein, und über einen Browser Zugang zu Personen, Applikationen und Informationen gewähren.
5. Wie die oben angegebene Beschreibung verdeutlicht, entstanden EIPs aus dem Zusammenwirken mehrerer Technologien und Softwaresysteme. Hier ist die Internettechnologie zu nennen, welche im Unternehmen zum Aufbau des Intranets und Extranets verwendet wurde. Eine ebenso starken Einfluß hatten Data Warehouse, Knowledge- und Content-Management-Systeme.
6. Weiterhin sollte es für jeden Mitarbeiter möglich sein, leicht und schnell Informationen zu publizieren.

Der Verfasser möchte diese Charakteristika noch einmal zu einer Definition zusammenbringen:

Enterprise Information Portals/Unternehmensportale bieten Nutzern über eine webbasierte Benutzeroberfläche Zugang zu Informationen, Applikationen und Personen. Dabei realisieren sie durch Einsatz von Business Intelligence Software[50] und Personalisierungstechniken Push- und Pull-Verfahren, um Daten, Informationen und Wissen vorselektiert zu präsentieren, als auch externe und interne Daten, Informationen und Wissen verfügbar zu machen. Des weiteren bieten sie über ihre Oberfläche Zugang zu unterschiedlichen Anwendungen aus Entscheidungsunterstützungs-Systemen und sind von überall sicher zugreifbar.

3.3 Ursachen für das Entstehen von EIPs

„More over Yahoo!, the Corporate Information Portal will soon be coming to a desktop near you.“[51]

Die vorangestellte Definition von EIPs zeigt die Komplexität von Unternehmensportalen. Unternehmensportale sollen nicht nur leicht zu bedienen sein, sondern ebenso sicher und von überall zugreifbar sein und auch unterschiedliche Applikationen integrieren. Der Verfasser möchte die Entstehungsgründe von Unternehmensportalen hier kurz aufzeigen:

1. Informationsflut: „It´s hard to remember, but at the beginning of the 1990s, most business users were screaming for data and information.“[52] Die Situation heute hat sich drastisch verändert. Heutzutage „ertrinken“ die Informationssuchenden in einem Meer von Wissen, weil es immer schwieriger wird, wichtige Informationen zu finden und sie von unwichtigen Informationen zu trennen. Eine Vorselektion von Informationen nach Präferenzen und Interessen eines Users würde die Informationsflut reduzieren und ihn somit bei seiner Arbeit entlasten. Dadurch können innerhalb eines Unternehmens ebenso viel Zeit wie hohe Kosten eingespart werden.
2. Wettbewerb: Globaler Wettbewerb und die sich ständig erweiternden Technologien mit ihren induzierenden Wettbewerbsvorteilen führen zu einem Anpassungszwang des Unternehmens an die Umwelt, den sich verändernden Technologien und einen ebenfalls wechselnden Wettbewerb.
3. Wandel: Durch die sich immer mehr und schneller verändernde Umwelt entstehen vielschichtige Anforderungen an Informationssysteme, die von überall zugänglich sein sollen. Gerade hochqualifizierte Arbeitskräfte müssen relativ schnell und häufig Arbeitsplatz und/oder Projekte wechseln. Ist damit auch ein Ortswechsel verbunden, hat der Arbeitnehmer oft nicht die Möglichkeit auf Daten, Informationen und Wissen zuzugreifen, obwohl diese auf seinem PC liegen und er sie bräuchte.[53] Ein Informationssystem, auf das von überall zugegriffen werden kann, würde hier eine Abhilfe schaffen.
4. Fragmentation: Die Gartner-Gruppe schätzt, das in einem Unternehmen zwischen sieben und neun Systemen zur Entscheidungsunterstützung eingesetzt werden[54].
5. Consumer-Portale: Die zunehmende Beliebtheit von Konsumenten-Portalen wie z.B. Yahoo! führte dazu, daß immer mehr Unternehmen den Einsatz von einfachen, personalisierbaren Webtechnologien für das Intranet bevorzugen.
6. Technologische Entwicklungen: Während Information und Wissen mit zunehmendem Einsatz der Informationstechnologie überall verfügbar wurden, entwickelten sich parallel neue Techniken mit neuen Einsatzgebieten und Möglichkeiten. Hier sind vor allem XML und Java zu nennen, aber auch Integrationsstandards wie z.B. DCOM oder CORBA. Auch Business Intelligence Software wie z.B. Text Mining und Data Mining gehören dazu.

3.4 Nutzen von EIPs

„Corporate portals have the potential of providing organizations with a rich and complex shared information work space for the creation, exchange,retention and reuse of knowledge.“ [55]

Wie bereits aus der Definition ersichtlich wurde, soll der Funktionsumfang von Unternehmensportalen gewaltig sein: EIPs sollen Zugriff auf Daten, Informationen und Wissen aus unterschiedlichen Dateiformaten gewähren als auch verschiedene Applikationen integrieren, die auf verschiedenen Betriebssystemen laufen und schließlich ihre Dienste dem User über eine einheitliche Benutzeroberfläche bereitstellen. Aber EIPs sollen nicht nur interne Daten aus dem Intranet bzw. Extranet extrahieren, sondern auch externe unternehmensrelevante Daten und Informationen filtern und zusammenführen.

Diese Daten und Informationen können grundsätzlich in unterschiedlichen Dateiformaten bereitgestellt werden, so z.B. in Word-Dokumenten, PDF-Dokumenten, Videos, E-Mails, Webseiten, strukturierten Datenbestände aus Datenbanken etc.

Diese Aufgabenerfüllung, d.h. die Bereitstellung von Informationen und Tools erfolgt über eine personalisierte Oberfläche für alle Benutzer.

Auch CRM- und ERP-Systeme sollen über die Oberfläche eines EIPs zugänglich gemacht werden. Hierbei zeigt sich eine der größten Schwierigkeiten des EIPs: Zugriff auf unterschiedliche Dateiformate und Applikationen. Dazu müssen die Daten, sofern sie noch nicht in elektronischer Form erfaßt sind, in ein standardisiertes Datenformat, XML oder HTML, bereitgestellt werden, um sie dann beliebig austauschen und verwenden zu können. Bereits vorhandene Daten müssen in XML konvertiert und mit Metadaten beschrieben werden, damit Suchmaschinen auf Basis von XML/RDF diese Informationen leichter und zielgenauer finden können. Des weiteren ist von Anfang an eine für jedermann ersichtliche Bewertung von Informationen sinnvoll. Denkbar wäre ein Bewertungsmechanismus in dem jeder Leser die Wichtigkeit eines Textes bewertet, so daß beim nächsten Zugriff der Leser sofort einen ersten Eindruck von dem Text erhält.

Sowohl Metadaten/Metainformationen, die durch DTD und RDF einem Dokument mitgegeben werden können, als auch der Bewertungsmechanismus und effektivere Suchmaschinen für unstrukturierte Daten sollen dazu führen, daß die Suchergebnisse für Anfragen wesentlich exakter und zielgenauer ausfallen. So ließen sich dann durch Bayssche Beliefnetze oder Fuzzy Logik neue Informationen generieren, als auch das Problem lösen, daß Mitarbeiter 50% ihrer Zeit damit verbringen, vorhandene Informationen aufzufinden, wogegen nur 50% der Zeit zur Nutzung der Informationen verwendet wird.[56] Letztendlich wird dadurch auch die Entscheidungsqualität gesteigert. Detlor sieht den wesentlichen Vorteil von EIPs in der verbesserten Kommunikation innerhalb des Unternehmens[57]. Eine genauere Analyse zeigt jedoch mehrere Vorteile, die durch den Einsatz eines EIPs entstehen[58]:

1. Kapitalreduktion

Langfristig läßt sich trotz hoher Investitionskosten eine reduzierte Kapitalbindung für die IT-Infrastruktur ermitteln. Der Grund ist darin zu sehen, daß es sich bei EIPs um Integrationsplattformen handelt, die Standards einsetzen und langfristig zu niedrigeren Kosten führen werden als proprietäre, isolierte Systeme, die keine Daten und Informationen austauschen können.

2. Produktivitätssteigerungen

Die wesentlichen Vorteile von Unternehmensportalen zeigen sich in der Steigerung der Produktivität der Mitarbeiter:

– Durch die personalisierte Oberfläche, Personalisierungstechniken und Einsatz von Push- und Pull-Techniken wird die Informationsüberflutung verhindert.
– Die Mitarbeiterprofile vereinfachen die Bereitstellung der richtigen und verlangten Informationen zur richtigen Zeit und am richtigen Ort. Dadurch steigt die Produktivität der Mitarbeiter.
– Durch Einsatz des sogenannten “Single-Sign-On“ können die Mitarbeiter täglich mehrere Minuten einsparen. Diese eingesparte Anmeldezeit kann für andere Aufgaben verwendet werden.
– Durch einen verbesserten Informationsfluß können die Aufgaben besser koordiniert werden, womit auch die Koordinationskosten sinken.
– EIPs unterstützen alle drei Phasen des Entscheidungsprozesses (Informationsphase, Entscheidungsphase und Umsetzungsphase). Innerhalb der Informationsphase führt die einheitliche und unternehmensweite Taxonomie[59] dazu, daß die relevanten Informationen leichter und schneller gefunden werden. In der Entscheidungsphase erlauben sie durch einen höheren Informationsgrad konsistentere Entscheidungen. Und schließlich können aufgrund der besseren Informationen auch Entscheidungen besser und schneller ausgeführt werden[60].
– Durch einfachen Zugriff auf Kommunikations-Tools (E-Mail, Teamrooms) kann die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens verbessert werden.
– Corporate Portals helfen Organisationen, ihre unternehmensweite Kommunikation zu verbessern[61]. Auf diese Art und Weise können neue Perspektiven und Innovationen entstehen und im Data Warehouse gespeichert werden. Damit helfen sie Organisationen den Prozeß der Informationsverteilung und Informationsinterpretation zu erleichtern. Außerdem unterstützen sie so das Organisationslernen.[62]

3. Qualitätsverbesserungen

– Qualitätsverbesserungen entstehen hinsichtlich der besseren, schnelleren und konsistenteren Entscheidungen. Durch Zugriff auf unterschiedliche Informationen und deren Verknüpfung mit Informationen z.B. aus CRM-Systemen lassen sich Kundenwünsche schneller und besser analysieren und umsetzen.

4. Flexibilitätssteigerung

– Durch den Einsatz von EIPs wird die Reaktionsmöglichkeit auf Markttrends erhöht, da neue externe Systeme als Komponenten schnell integriert werden können.
– Der schnellere Zugriff auf Informationen führt zu einem schnelleren Reagieren auf Markttrends und damit auch zu einer höheren internen Anpassung der Organisation an interne und externe Anforderungen.
– Durch den erleichterten Informations- und Kommunikationsfluß kann eine Intensivierung der Beziehungen mit Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern erfolgen.

5. Wettbewerbsposition

– EIPs führen zu einem Wettbewerbsvorteil. Der Grund hierfür ist, daß im Unternehmen vorhandene Informationen besser eingesetzt werden können.
– Unternehmensportale eröffnen auch mittleren Unternehmen die Möglichkeit Knowledge-Management-Systeme einzusetzen.

3.5 Kosten-Nutzen-Analyse

Im Allgemeinen ist es schwer, eine Kosten/Nutzen-Analyse für Software aufzustellen, da sich der Nutzen einer Software nicht immer unmittelbar zeigt und nicht immer quantifizierbar ist. Die Kosten von Software sind nicht nur vom Kaufpreis der Software selbst, sondern auch von der vorhandenen Applikationslandschaft abhängig, für den Gebrauch der Software notwendigen Schulungen, der notwendigen Wartung etc. Plumtree hat in einem „White-Paper“ eine Kosten-Nutzen-Untersuchung für Unternehmensportal-Software vorgenommen[63]. Die wesentlichen Kostenkategorien wurden übernommen und durch die Sicherheitskosten ergänzt.

Kosten des Unternehmensportals sind nach Plumtree:

Hardware Kosten:

Die Hardware Kosten beinhaltet einen Computer pro Geschäftseinheit[64] und kostet im Durchschnitt zwischen 3.000 und 5.000 $.

Software Lizenzkosten:

Datenbank und Suchmaschine beziehen sich pro Server. Die Aufwendungen in dieser Kostenkategorie liegen bei etwa 100.000$.

Software Entwicklungs- und Wartungskosten:

Software Entwicklungskosten entstehen durch die Entwicklung und Pflege des individuellen Portals. Da dies als eine offene Aufgabe an die IT-Abteilung angesehen werden kann, sind diese nur schwer monetär meßbar.

Designer-Kosten:

Die Kosten des Aufbaus einer Corporate Identity Portaleinstiegsseite liegen bei ca. 10.000$.

Systemintegrationskosten:

Für die Integration unterschiedlicher Systeme muß mit ca. 1000$ täglich und pro Person gerechnet werden.

Publikationskosten:

Um die Kosten der Publikation von Inhalten zu kalkulieren, muß man die Publikationskosten der bestehenden Infrastruktur berechnen, und ihnen die Kosten für das Publizieren von Inhalten durch die Portallösung gegenüberstellen. Bei geschätzten 50$ pro Stunde, die für die Publikation vor der Einführung durch die Portallösung anfallen, sind die Publikations- und Verteilungskosten einer Unternehmensportalsoftware geringer.

Sicherheitskosten

Da durch das Unternehmensportal die IT-Infrastruktur an das Internet angebunden wird, müssen Unternehmen, die solche Software implementieren, auch damit rechnen, daß sie Opfer von Hackerangriffen werden könnten. Aus diesem Grund muß verstärkt in die Sicherheit investiert werden. Die Kosten, die durch höhere Sicherheitsanforderungen anfallen, sind jedoch sowohl von der vorhanden Applikationslandschaft abhängig als auch von den beabsichtigten Sicherheitsmaßnahmen. Da dies eine sehr individuell zu beantwortende Frage ist, können hierfür keine allgemeinen Angaben gemacht werden.

Quantifizierbarer Nutzen:

Produktivitätsvorteile:

Wie bereits in Kap 3.4 analysiert, ist der wesentliche Vorteil eines webbasierten Zugriffs darin zu sehen, daß es die Suche und den Zugriff auf Informationen und Applikationen erleichtert. Um diese Produktivitäts-Steigerung zu messen, muß man die Zeiteinsparungen betrachten, die durch das Portal entstehen. Diese Zeiteinsparungen muß man mit der Anzahl an Usern multiplizieren und in Geldeinheiten bewerten. Sie ergibt den Gewinn, der durch die Portallösung entsteht. Wenn durch das Portal, die Suche, die Kategorisierung und der Zugriff auf Informationen erleichtert wird und durch den Einsatz des Single-Sign-On pro Arbeitnehmer insgesamt nur 15 Minuten an produktiver Arbeitszeit erwirtschaftet werden, entsteht bei einem 32-Mann-Unternehmen eine tägliche, zusätzliche Arbeitszeit von acht Stunden. Unter der Annahme, das ein Arbeitnehmer jährlich 100.000$ kostet, entstehen jährlich 3.000$ Gewinn pro Arbeitnehmer durch den Einsatz des Portals.

Publikationsvorteile

Das Portal erlaubt Berechtigten Inhalte zu publizieren, ohne sich an einen Webadministrator wenden zu müssen, welche dann automatisch weitergeleitet werden können. Diese Zeiteinsparung muß bei einem Kosten/Nutzen-Vergleich berechnet werden, hängt aber im Wesentlichen von der Anzahl der zu publizierenden Texte ab.

Bewertung

Im Großen und Ganzen muß individuell bestimmt werden, ob sich eine solche Portallösung lohnt. Denn die identifizierten Vorteile eignen sich nicht alle für eine ökonomische Messung. Eine Portallösung ist aufgrund der unter 3.4 identifizierten Vorteile zu empfehlen. Dem gegenüber stehen jedoch Aufwendungen. Hier sind vor allem nicht unbeträchtliche Anschaffungskosten zu nennen, vor allem aber erhebliche strukturelle Sicherheitsgefahren, die die IT-Infrastruktur des Unternehmens gefährden könnten.

4 Anforderungen an eine EIP-Lösung

4.1 Funktionale Anforderungen

4.1.1 Architektur und Integration

Unter der Architektur eines Informationssystems wird „the integrated structural design of a system, its elements and their relationsship depending on given system requirements“[65] verstanden.

Unterschieden werden drei Sichten auf die Architektur: Die Informations- und Koordinationssicht, die Organisationssicht und die Ressourcensicht.[66]

Während die Informationssicht die Strukturierung der Daten und ihre Beziehung beschreibt, betrachtet die Organisationssicht, wie das Informationssystem durch eine Organisation eingesetzt wird, um die Sammlung, die Aufbereitung, die Speicherung, das Wiederauffinden und die Informationsverteilung zu organisieren.[67] Die ressourcenorientierte Sicht zeigt, welche Ressourcen[68] eingesetzt werden, damit das Informationssystem funktioniert.[69]

Zweck dieser unterschiedlichen Sichtweisen auf die Architektur eines Informationssystems ist die Berücksichtigung der jeweiligen Anforderungen der jeweiligen Sicht.

Abbildung 4.1 zeigt eine organisationsorientierte Sicht auf ein Unternehmensportal:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4.1: Organisationsorientierte Sicht auf ein Unternehmensportal[70]

Wie man an der organisationsorientierten Sicht auf das Unternehmensportal sieht, müssen viele Softwaresysteme zusammenarbeiten bzw. es müssen Daten von einem System zu einem anderen weitergegeben und ausgetauscht werden. Die Daten, die in den Repositories gespeichert sind, werden nach bestimmten Kriterien gefiltert und stehen dann anderen Anwendungen und/oder Personen zur Verfügung. Hierzu muß Kompatibilität zwischen diesen Systemen hergestellt sein bzw. die Softwaresysteme integriert sein, so daß ein durchgängiger Informationsfluß stattfinden kann und ein entfernter Funktionsaufruf ermöglicht wird. Die wachsende Bedeutung von Integration bzw. Zusammenarbeit von verteilten Systemen unterschiedlicher Hersteller, schlug sich 1989 in der Gründung der OMG nieder, die CORBA[71], eine Architektur um Softwaresysteme verschiedener Hersteller zu verbinden, als Standard etablierte. Seit Mitte der 90er Jahre wird dieser Trend zusätzlich verstärkt, zum einen durch das sogenannte E-Business, welches neue Formen der Interaktion mit dem Mitarbeiter/Kunden/Zulieferer ermöglicht, zum anderen entstehen neue Verfahren und Technologien, mit denen eine bessere Planung, Steuerung, Ausführung und Kontrolle der Geschäfte realisiert werden kann.[72] In den ersten Bereich fallen elektronische Marktplätze[73] als auch Portale.

In den zweiten Bereich fallen z.B. CRM-Syteme, die die Interaktion mit dem Kunden verbessern sollen.

Damit einhergehend ist ein Trend innerhalb der Softwaretechnik zu erkennen, der darauf abzielt, Applikationsintegration innerhalb des Unternehmens zu vereinfachen, indem keine monolithischen Systeme entworfen werden, sondern Komponenten[74] und Module[75], die sich ähnlich wie Legobausteine, leicht nach individuellen Wünschen zusammensetzen lassen. Dabei lassen sich Komponenten als „a group of objects, hidden behind a well defined interface“[76] definieren. Grundgedanke der Componentware[77] ist Softwaresysteme aus unterschiedlichen Komponenten zusammenzusetzen, die von unterschiedlichen Herstellern entwickelt worden sind, um die Unternehmensaufgaben jedes einzelnen Bereiches optimal bewältigen zu können.

Ein Beispiel für diesen Trend ist das SAP/R3-System der Firma SAP[78], welches diesen Trend im Übergang von SAP/R3 zu MySAP vollzogen hat, u.a. durch Implementierung von Schnittstellen, sog. BAPIs. Das monolithische R/3 Basissystem wurde in Module aufgespalten, die auf einzelne betriebswirtschaftliche Bereiche spezialisiert sind. Dies realisiert die Kompatibilität einer Vielzahl von externen Systemen an das SAP/R3-System bzw. an das MySAP-System und positive Netzeffekte z.B. im Sinne gestiegener Nachfrage nach einzelnen Modulen.

Betrachtet man die Infrastruktur innerhalb eines Unternehmens, läßt sich erkennen, daß diese aus unterschiedlichen Applikationen (Procurement, DWH etc.) bestehen, die von unterschiedlichen Herstellern stammen. Damit wird deutlich, daß Unternehmensportale unterschiedliche Applikationen integrieren müssen, um einen durchgängigen Informationsfluß zu gewährleisten. Folglich ist die Integrationsfähigkeit ebenso wie die Sicherheit ein Erfolgsfaktor von EIPs. Bereits bestehende Systeme müssen über Schnittstellen, Konnektoren[79] und Middleware integriert werden, so daß auf einen verteilten Datenbestand zugegriffen werden kann, wobei z.B. Sicherheitsaspekte besonders berücksichtigt werden müssen.

[...]


[1] Reitenspieß, M./Reichherzer, M. 2000, S. 2.

[2] Brockhaus 1998, S. 364.

[3] Schumacher, M./Schwickert, A. 1999, S. 4.

[4] Vgl.: Schumacher, M./Schwickert, A. 1999, S. 4.

[5] Grothe, M./Gentsch, P. 2000, S. 86.

[6] König, W. 2000, S. 103.

[7] Vgl.: Schumacher, M./Schwickert, A. 1999, S. 10.

[8] Ebenda, S. 24ff.

[9] In Anlehnung an: Schumacher, M./Schwickert, A. 1999, S. 24ff.

[10] Ein Cookie ist eine Datei, die der Webserver auf den Clientrechner legt, um den

Besucher bei einem nächsten Besuch zu identifizieren. Des weiteren speichert sie

Informationen über den User.

[11] Wechselkosten, sind Kosten, die mit dem Wechsel von einem Produkt zu einem

anderen Produkt entstehen.

[12] Vgl.: Heil, B. 1999, S. 84.

[13] Ebenda.

[14] http://www.yahoo.com.

[15] http://www.egroups.com.

[16] http://www.amazon.com.

[17] http://www.mysap.com.

[18] http://www.genios.de.

[19] Schumacher/Schwickert verstehen unter E-Business-Aktivitäten die Ausrichtung des Portals auf die Zielgruppe.

[20] Vgl.: Turban, E./Lee, J./King, D./Chung, H. 1999, S. 240ff.

[21] In Anlehnung an: Schumacher, M./Schwickert, A. 1999, S. 24ff.

[22] Schumacher, M./Schwickert, A. 1999, S. 8.

[23] Vgl.: Turban, E./Lee, J./King, D./Chung, H. 1999, S. 243.

[24] Vgl.: Gaßen, H. 1999, S. 32.

[25] Metainformationen sind Informationen über Informationen und enthalten die wesentlichen Atribute eines Textes z.B. den Verfasser eines Textes, die Sprache etc.

[26] Vgl.: Mayer, R. 1999, S. 57.

[27] Schumacher, M./Schwickert, A. 1999, S. 8f.

[28] Lienemann, C./Föcker, E. 2000, S. 19.

[29] http//www.autonomy.com.

[30] http://www.hyperwave.com.

[31] http://www.verity.com.

[32] Vgl.: Lienemann, C./Föcker, E. 2000, S. 19.

[33] Lienemann, C./Föcker, E. 2000, S. 19.

[34] Ebenda.

[35] http://www.documentum.com.

[36] http://www.opentext.com.

[37] Vgl.: Lienemann, C./Föcker, E. 2000, S. 19.

[38] Lienemann, C./Föcker, E. 2000, S. 19.

[39] http://www.brio.com.

[40] http://www.cognos.com.

[41] http://www.hummingbird.com.

[42] Vgl.: Lienemann, C./Föcker, E. 2000, S. 19.

[43] Lienemann, C./Föcker, E. 2000, S. 19.

[44] http://www.peoplesoft.com.

[45] Detlor, B. 2000, S. 93.

[46] Shilakes, C.C./Tylman, J. 1998, S. 1.

[47] Ebenda.

[48] Ebenda.

[49] Ebenda.

[50] Business Intelligence ist ein Prozeß des Aufspürens von relevanten Daten und Informationen, mittels Bereitstellung, Auffindung und Kommunikation der durch OLAP, Data Mining und Text Mining gewonnenen Erkenntnisse.

[51] Ebenda, S. 4.

[52] Eckerson, W. 1999, S. 5.

[53] Vgl. Eckerson, W. 1999, S. 5f.

[54] Ebenda, S. 6.

[55] Detlor, B. 2000, S. 93.

[56] Vgl.: Mayer, R. 1999, S. 57.

[57] Vgl.: Detlor, B. 2000, S. 92.

[58] Vgl.: Schumann, M. 1997, S. 285.

[59] Taxonomien erlauben den Aufbau einer einheitlichen Wissenssprache, durch den Aufbau eines Sprachsystems.

[60] Vgl.: Collins, H. 2001, S. 26.

[61] Vgl.: Detlor, B. 2000, S. 94.

[62] Vgl.: Detlor, B. 2000, S. 94.

[63] Vgl.: Plumtree 2001, S. 8f.

[64] Business Unit.

[65] Bernus, P./Schmidt, G. 1999, S. 5.

[66] Vgl.: Bernus, P./Schmidt, G. 1999, S. 5.

[67] Ebenda.

[68] Ressourcen beziehen sich hier auf die Software, Hardware und Menschen.

[69] Vgl.: Bernus, P./Schmidt, G. 1999, S. 5.

[70] Entnommen aus: Zahneissen, C. 2000, S. 34.

[71] CORBA ist ein Architekturstandard der Object Management Group (OMG), die 1989 gegründet wurden, um die Kommunikation und Kooperation verteilter Systeme mit Hilfsmitteln der Objektorientierung und auf Basis des Client/Server- Prinzips zu ermöglichen.

[72] Vgl.: Bernotat, J./Hoch, J./Laartz, J./Scherdin, A. 2001, S. 17.

[73] Portale unterscheiden sich von elektronischen Marktplätzen dadurch, das Portale auf den Austausch von bzw. die Versorgung mit Informationen ausgerichtet sind, wohingegen elektronische Marktplätze den Austausch von Waren zum Ziel haben.

[74] Vergleichbar mit einem Legobaukasten werden Komponenten mit bestimmten Funktionalitäten über Standardschnittstellen miteinander verbunden und ergeben insgesamt eine individuelle Anwendung.

[75] Charakteristisch für Module sind die Beschränkung auf einen bestimmten Teilaspekt einer betriebswirtschaftlichen Anwendung, wie z. B. die Finanzbuchhaltung. Ein Modul ist ohne zusätzliche Software funktionsfähig.

[76] Segev, A./Bichler, M. 2000, S. 322.

[77] In der englischsprachigen Literatur verwendeter Begriff für Komponenten.

[78] http://www.sap.com

[79] Sie werden auch als Adapter oder Accesoren bezeichnet. Sie sind vorgefertigte Programme eines Herstellers, um den Verbindungsaufbau zwischen zwei Systemen zu ermöglichen.

Details

Seiten
109
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783832442767
ISBN (Buch)
9783838642765
Dateigröße
1.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v219890
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main – Wirtschaftswissenschaften
Note
2,0
Schlagworte
architektur personalisierung sicherheit unternehmensportale websphere

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Titel: Enterprise Information Portals