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Die Deutschland-Politik der Sowjetunion von 1985 bis zum Sommer 1989 unter besonderer Berücksichtigung der ersten Jahreshälfte 1989

Diplomarbeit 2001 151 Seiten

Geschichte - Sonstiges

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Als Michail Gorbatschow am 11.3.1985 zum Generalsekretär der KPdSU gewählt wurde, befand sich die Sowjetunion in einer schweren Krise, einer grundsätzlichen Krise des politisch-ökonomischen Systems. Die wirtschaftliche Misere, über deren ganzes Ausmaß man sich noch nicht einmal ein genaues Bild machen konnte, musste zwangsläufig dazu führen, dass die UdSSR den Anschluss an die westlichen Industriestaaten verpasst. Das Wissen um die kritische wirtschaftliche Situation der Sowjetunion war der Hauptgrund für Gorbatschows Reformen; er musste die dringendste Aufgabe darin sehen, die Wirtschaft technologisch umzugestalten. Der Versuch, das System zu reformieren, stand am Anfang der Gorbatschow-Ära und sollte zur Haupttriebfeder aller Ereignisse werden.
Gorbatschow erklärte, die Sowjetunion werde aufhören, eine Supermacht zu sein, wenn aus ihr bis zum 21.Jahrhundert nicht ein technologisch fortgeschrittenes Land werde. Dies erforderte eine innere Öffnung der Gesellschaft, aber auch einen Transfer von Ressourcen vom militärischen zum zivilen Sektor und einen größeren wirtschaftlichen Austausch mit dem Westen. Eine weniger konfrontative und weniger militarisierte Außenpolitik war eine Voraussetzung für die Erreichung dieser Ziele. Gorbatschow musste den Kalten Krieg und das Wettrüsten beenden, um sich Luft für die innenpolitische Reformen zu verschaffen.
Der Begriff Neues Denken wird zum Synonym einer völlig neuen sowjetischen Außenpolitik. Das Neue Denken bedeutete insgesamt gesehen einen Bruch mit der Vergangenheit, weil es viele Prämissen der Außenpolitik Breschnews kritisierte, die Ideologie und den internationalen Klassenkampf als bestimmende Faktoren der Außenpolitik explizit zurückwies. Es ist zu bezweifeln, ob Gorbatschow ohne diesen grundlegenden Wandel des sowjetischen Selbstverständnisses die Laissez-faire-Haltung gegenüber seinen sozialistischen Verbündeten hätte einnehmen können, wie er dies nach 1985 tat.
Das Neue Denken brachte Entspannung im Ost-West-Konflikt und ermöglichte das Ende des Kalten Krieges, es veränderte aber auch die politische Lage in Osteuropa. Der „Urgedanke“ dieser außenpolitischen Perestrojka erfüllte sich jedoch nicht, die innenpolitischen Reformen scheitern trotzdem. Neben dem Scheitern der Perestrojka sind es vor allem die Nationalitätenkonflikte, die den Zerfall der UdSSR hervorrufen sollten. Die inneren Probleme der Sowjetunion, die gerade in den Jahren 1988, 1989, 1990 auf allen Ebenen […]

Details

Seiten
151
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2001
ISBN (eBook)
9783832441838
Dateigröße
7.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v219804
Institution / Hochschule
Universität Wien – unbekannt, unbekannt
Note
1,0
Schlagworte
gorbatschow deutsch-sowjetische beziehngen zeitgeschichte

Autor

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Titel: Die Deutschland-Politik der Sowjetunion von 1985 bis zum Sommer 1989 unter besonderer Berücksichtigung der ersten Jahreshälfte 1989