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Das Goethe-Institut Paris

Möglichkeiten und Ziele der Vermittlung deutscher Sprache und Kultur in Frankreich

Diplomarbeit 2000 231 Seiten

Kulturwissenschaften - Sonstiges

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Das Goethe-Institut – Eine kurze Präsentation
2.1. Entstehungsgeschichte
2.2. Aufgaben und Ziele der Institutsarbeit im Wandel der Zeit
2.2.1. Die Spracharbeit
2.2.2. Die Kulturarbeit
2.3. Übersicht über die Institutsarbeit 1997/1998
2.4. Probleme und Herausforderungen in naher Zukunft

3. Deutschunterricht in Frankreich
3.1. Deutschunterricht in Schule und Hochschule
3.2. Relevante Faktoren zur Sprachenwahl
3.3. Deutsch in Frankreich: Ein aussterbendes Fach?

4. Das Goethe-Institut in Paris
4.1 Entstehungsgeschichte
4.2. Organisation und Aufgaben
4.2.1. Spracharbeit - Konzeption der Sprachkurse
4.2.1.1. Nachfrage, Teilnehmerprofil, Motivation und Resonanz
4.2.1.2. Unterrichtsmaterial, Unterricht und Lehrkörper
4.2.1.3. Finanzierung der Sprachkurse und Werbung
4.2.2. Kulturarbeit
4.2.2.1. Aufgabenfelder der Programmabteilung
4.2.2.2. Entwicklung des Kulturprogrammes
4.2.2.3. Werbung und Publikumsresonanz
4.2.2.4. Finanzierung der Kulturarbeit
4.2.2.5. Kultur – ein (zu) weites Feld?
4.2.3. Pädagogische Verbindungsarbeit
4.2.3.1. Informationsangebot für Deutschlehrer
4.2.3.2. Fortbildungsmöglichkeiten für Deutschlehrer
4.2.3.3. Entwicklung von Unterrichtsmaterial
4.2.3.4. Finanzierung, Nachfrage und Resonanz
4.2.3.5. Werbung für DaF
4.2.4. Bibliothek / Informationsstelle
4.2.4.1. Informationsangebot und Nutzung der Bibliothek
4.2.4.2. Bibliotheksarbeit als Spiegel der aktuellen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Ereignisse in Deutschland
4.2.5. Koordination und Durchführung von bereichsübergreifender Arbeit
4.2.6. Das Goethe-Institut Paris als Koordinationsstelle der RegionFrankreich
4.2.6.1. Koordination der Kulturarbeit
4.2.6.2. Zentrale Funktion der Pädagogischen Verbindungsstelle
4.3. Überblick über die Institutsarbeit 1999
4.3.1. Sprachkursangebot
4.3.1.1. Reguläre Kurse
4.3.1.2. Spezialkurse
4.3.1.3. Tandem-Projekt
4.3.2. Kulturprogramm 1999
4.3.2.1. Übersicht über das Kulturprogramm
4.3.2.2. Realisierung des Kulturprogramms am Beispiel zwei konkreter Veranstaltungen
4.3.3. Pädagogische Verbindungsarbeit
4.3.3.1. Fortbildungsangebote
4.3.3.2. Werbung
4.3.4 Bibliothek / Informationsstelle
4.3.4.1 Neuanschaffungen und Erweiterungen
4.3.4.2 Publikationen
4.3.5 Pressestelle

5. Das Goethe-Institut Paris im Vergleich
5.1. Goethe-Institute im In- und Ausland am Beispiel der Institute in Paris und München
5.1.1. Das Goethe-Institut München
5.1.2. Wesentliche Unterschiede zwischen beiden Instituten
5.2. Vermittlung französischer Sprache und Kultur in Deutschland am Beispiel der Instituts français
5.2.1. Das Institut français in München
5.2.2. Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Arbeit beider Institute

6. Herausforderungen und Ziele in der Arbeit des Goethe-Instituts Paris
6.1. Bedeutung der Arbeit des Goethe-Instituts für das deutsch-französische Verhältnis
6.2. Probleme und Schwierigkeiten
6.2.1. Konkurrenz vor Ort
6.2.2. Finanzielle Situation der Goethe-Institute
6.2.3. Auswirkungen der Einsparungen auf die Arbeit in Paris bzw. Frankreich
6.3. Partner des Goethe-Instituts Paris
6.3.1. Zusammenarbeit mit dem französischen Staat
6.3.2. Zusammenarbeit mit dem Institut français
6.3.3. Sonstige Partner
6.4. Werbung für DaF
6.4.1. Erfolge der bisherigen Arbeit
6.4.2. Schwerpunkte zukünftiger Projekte
6.4.3. Unterstützung im Rahmen partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen
6.5. Zukunftsperspektiven

7. Schlussbemerkungen

Anhang

1. Einleitung

Als im Sommer 1999 die deutschen Tageszeitungen über die finanziellen Kürzungen des Auswärtigen Amtes berichteten, war die auswärtige Kulturpolitik plötzlich wieder in aller Munde. Ihr Hauptvertreter, das Goethe-Institut, stand wie selten zuvor im Kreuzfeuer der Kritik und fand seine weltweite Arbeit in zahlreichen Artikeln präsentiert, analysiert oder verrissen. Den meisten kritischen Betrachtungen gemeinsam war allerdings die auf Verallgemeinerung bedachte Darstellung, die vor allem das Gesamtkonzept des Goethe-Instituts betraf.

Doch wie sieht dessen Arbeit eigentlich in Frankreich aus, im Nachbarland, wo die deutsche Sprache und Kultur seit jeher kritisch betrachtet, in vergangenen Jahrhunderten häufig gehasst und selten geschätzt wurden und erst in jüngster Zeit durch die Verbesserung der deutsch-französischen Beziehungen einen Aufschwung erlebten? Oder darf man eventuell sogar behaupten, dass die deutsch-französischen Beziehungen umgekehrt von der Verbreitung der deutschen Sprache und Kultur durch Institutionen wie das Goethe-Institut profitiert haben?

Welche Aussichten bieten sich heutzutage angesichts der prekären Finanzlage der deutschen Mittlerorganisationen, allen voran das Goethe-Instituts, für die Aktivitäten und das Engagement in Frankreich? Wo lässt sich ein wirklicher Bedarf feststellen, wo können Schwerpunkte gesetzt werden?

Die folgende Arbeit konzentriert sich, nach einer Einführung in die allgemeine Konzeption und Zielsetzung des Goethe-Instituts und einer kurzen Analyse der Situation der deutschen Sprache im französischen Schulwesen, vornehmlich auf das Institut in Paris als größte Einrichtung in Frankreich, die zudem noch einen regionalen Koordinationsauftrag erfüllt.

Die Tätigkeitsfelder des Instituts in Sprach-, Informations- und Kulturvermittlung werden dargelegt und am Beispiel von Aktivitäten aus dem Jahr 1999 analysiert. Ein Vergleich mit anderen Kulturmittlerorganisationen, dem Inlandsinsitut in München und dem Institut français in der gleichen Stadt, vertieft die Darstellung.

Besondere Beachtung sollten anschließend die Kapitel zur Bedeutung der Arbeit des Goethe-Instiuts Paris für die deutsch-französischen Beziehungen sowie zur intensiven Kooperation mit französischen Partnern finden. Die Ausgangsfrage wird mit einer Betrachtung zur Perspektive der Sprachförderung und der Kulturpolitik wieder aufgegriffen.

Vor dem Hintergrund der Materialfülle erscheint es notwendig, die beiden einleitenden Kapitel, welche die Arbeit des gesamten Goethe-Instituts und die Situation der deutschen Sprache in Frankreich thematisieren, nicht auf Vollständigkeit anzulegen. Ich erachte sie nichtsdestotrotz für gerechtfertigt, da sie dazu beitragen, Funktionsweise und Schwerpunktsetzung des Goethe-Instituts Paris besser nachvollziehen und angemessen beurteilen zu können.

Gleichzeitig möchte ich an dieser Stelle erwähnen, dass trotz umfassender Suche der Großteil der hier verarbeiteten Information aus Quelleen des Goethe-Instituts selbst stammt. Dieses verfügt wie jedes wirtschaftlich funktionierende Unternehmen selbstver-ständlich über zahlreiche Publikationen zu eigenen Veranstaltungen sowie Werbematerialien, deren subjektiver Charakter sich gewiss nicht leugnen lässt. Beim Verfassen dieser Arbeit habe ich mich dennoch um eine möglichst objektive Darstellungsweise bemüht, wenngleich sichneben den sehr hilfreichen institutseigenen Publikationen nur sehr wenige weitere Quellen über dasGoethe-Institut Paris und deutsche Sprach- und Kulturarbeit in Frankreich existieren.

2. Das Goethe-Institut – Eine kurze Präsentation

2.1. Entstehungsgeschichte

Ende 1998 war das Goethe-Institut (GI) mit 153 Einrichtungen, davon allein 18 in Deutschland, in 76 Ländern der Welt vertreten und beschäftigte etwa 3000 Mitarbeiter[1]. Führt man sich vor Augen, wann und unter welchen Umständen das Institut seine Arbeit aufnahm, so werden die Außmaße dieser Expansion erst wirklich deutlich.

Der Grundstein, auf dem die Neugründung des GI im Jahre 1951 aufbaute, wurde bereits zur Zeit der Weimarer Republik, durch die Gründung der Deutschen Akademie im Jahre 1925 gelegt. Diese fungierte vor allem als Sprachakademie nach dem Vorbild der Académie française und schuf 1932 sogenannte GI im Inland, die als Pendant zu den Lektoraten im Ausland dienen und Sommerkurse für ausländische Deutschlehrer anbieten sollten. Die Wahl des wohl bekanntesten deutschen Schriftstellers als Namenspatron des Instituts kam nicht von ungefähr, war es doch gerade zur Zeit Goethes, als die Idee und das Ideal des internationalen Austausches entstanden und vom Kreis der Klassiker repräsentiert wurde.

Im Gegensatz zur Deutschen Akademie, die 1945 von der Militärregierung verboten wurde, blieben diese Institute als reine Sprachschulen weitgehend von der Umfunktionierung zu Propagandazwecken während der NS-Zeit verschont, weshalb der Neugründung nach dem Krieg auch nichts entgegenzusetzen war.

Die Gründungssitzung des Goethe-Instituts e.V. zur Fortbildung ausländischer Deutschlehrer fand 1951 in München statt. Ihr lag eine private Initiative zu Grunde, die das Ziel, die Bundesrepublik Deutschland wieder international vertrauenswürdig erscheinen zu lassen, mit Hilfe von Sprache, Kommunikation und Kultur erreichen wollte. Im Mittelpunkt standen und stehen immer noch die Multiplikatoren der deutschen Sprache, d. h. vor allem ausländische Deutschlehrer, für die auch 1953 der erste Deutschkurs des GI in Bad Reichenhall unter Leitung von Fr. Dora Schulz, einer der Mitbegründerinnen des Instituts, stattfand. Aus ihrem Unterricht, in dem es neben der Sprachvermittlung hauptsächlich darum ging, den Lernern Landeskunde näher zu bringen und so Vorurteile und Klischees abzubauen, entwickelte sie in den folgenden Jahren den Schulz-Griesbach: Deutsch für Ausländer, das erste Lehrwerk für Deutsch als Fremdsprache (DaF).

Nach den anfangs tastenden Versuchen auf privater Ebene wuchs die offizielle Unterstützung für das GI, vor allem von Seiten des Auswärtigen Amtes und des bayerischen Staats, im Laufe der 50er Jahre, und ermöglichte so erste Expansionen. Im Inland wurden Institute in kleineren, touristisch interessanten Städten wie Rothenburg oder Bad Reichenhall ins Leben gerufen, da man sich dort eine leichtere Eingliederung sowie Kontakte der Sprachschüler zur Bevölkerung erhoffte. Im Ausland entstanden ebenfalls Einrichtungen des GI, häufig durch Übernahme bereits vorhandener privater Gründungen, z. B. in Athen (1953). Ab 1959 übernahm das GI stufenweise die vom Auswärtigen Amt zur Verbreitung der deutschen Kultur im Ausland betreuten Einrichtungen, so dass bereits 1960 weltweit 50, 1970 dann 90 Goethe-Institute zur Pflege der deutschen Sprache und Kultur tätig waren. Als Abschluss dieser Entwicklung und im Zuge der Intensivierung der auswärtigen Kulturpolitik der Bundesrepublik in den 60er Jahren kam es 1969 zur Unterzeichnung eines Rahmenvertrages[2] (Neufassung von 1976) zwischen dem Auswärtigen Amt und dem GI, auf dessen Grundlage das heutige Netz der Auslandsinstitute im Laufe der 70er Jahre aufgebaut wurde. Der Rahmenvertrag regelt die Beziehung des Instituts zu seinem Auftraggeber, der Bundesrepublik Deutschland, legt gleichzeitig aber auch die Aufgaben der auswärtigen Kulturpolitik fest, die selbständig vom GI übernommen werden, und garantiert diesem somit weitgehende Autonomie Diese wichtige Voraussetzung für die Institutsarbeit, trug gleichwohl, laut insitutseigenen Angaben, viel "zur Glaubwürdigkeit der auswärtigen Kulturpolitik Deutschlands über die Jahrzehnte hinweg"[3] bei.

Die Arbeit der In- und Auslandsinstitute wird von der Zentralverwaltung (ZV) in München koordiniert und betreut, ohne dass diese, abgesehen von generellen Leitlinien und natürlich der Verteilung der finanziellen Mittel, bindende Vorgaben für die einzelnen Bereiche gibt.

Im Ausland teilt sich die Institutsarbeit grundsätzlich in vier Bereiche auf: Spracharbeit, Kulturarbeit, Pädagogische Verbindungsarbeit (PV) und Informationsarbeit der Bibliotheken. All diese Bereiche erfuhren im Laufe der Zeit, vor allem nach dem ersten großen Expansionsschub, der mit Beginn der 70er Jahre abgeschlossen war, eine Veränderung ihrer Aufgaben und Strukturen. Das Kulturprogramm wurde vielfältiger und orientierte sich überdies an den Leitlinien zur Auswärtigen Kulturpolitik, die 1970 vom Auswärtigen Amt veröffentlicht wurden, die Differenzierung der Spracharbeit äußerte sich in den verstärkten Bemühungen, neue Zielgruppen durch Fachkurse anzusprechen, und die PV wird seit Ende der 60er Jahre bei der Erstellung von Lehrmaterial von der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Didaktik in der ZV unterstützt. Die Bibliotheken, in den 50er Jahren mit Hilfe von Spenden und Ausstellungsresten ausgestattet und vornehmlich deutschem Publikum vorbehalten, wurden in Informationszentren mit Zugang zu neuen Medien und zu Literatur in der jeweiligen Landessprache umgewandelt und werden seit 1967 vom Bibliotheksreferat in der ZV koordiniert.

Seit Beginn der 90er Jahre sieht sich das GI neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Auf der einen Seite sind hier die Institutsneugründungen in Osteuropa und den Staaten der ehemaligen Sowjetunion zu nennen, die eine systematische Überprüfung des gesamten Institutsnetzes und Schließungen mancher Institute unter dem Gesichtspunkt veränderter Prioritäten voraussetzten. Neben diesem Gründungsschub ist das GI andererseits, so wie alle anderen im Ausland tätigen deutschen Kulturorganisationen, mit einer Kürzung der finanziellen Mittel konfrontiert, die durch die Einnahmen der Institute mit insgesamt über 750.000 Sprachschülern jährlich bei weitem nicht aufgefangen werden können. Dieser Punkt könnte zur Folge haben, dass die GI nach und nach immer mehr von "ihrem einzigartigen Netz im Ausland, das eine ständige Kommunikation ermöglicht"[4], wie es Generalsekretär Joachim Sartorius formuliert, abweichen müssen.

2.2. Aufgaben und Ziele der Institutsarbeit im Wandel der Zeit

Das Goethe-Institut ist eine weltweit tätige Organisation zur Vermittlung deutscher Sprache und Kultur. Im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland nimmt es kulturpolitische Aufgaben im Ausland wahr. Unter den deutschen Mittlerorganisationen ist das Goethe-Institut die größte und diejenige mit dem vielfältigsten Aufgabenbereich[5]

Die hier zitierten vielfältigen Aufgaben, die das Institut im Ausland, aber auch im Inland, erfüllt, haben sich hauptsächlich erst im Laufe des mittlerweile 48jährigen Bestehens des GI herausgebildet. Teilweise passten sie sich einfach an neue Bedürfnisse in der Sprach- und Kulturarbeit an, teilweise entstanden auch völlig neue Aufgabenbereiche, die dem Institut z. B. durch den Rahmenvertrag mit dem Auswärtigen Amt oder durch Kooperation mit anderen Mittlerorganisationen zuwuchsen.

2.2.1. Die Spracharbeit

Ein Wandel bzw. eine Weiterentwicklung lässt sich in der Arbeit aller vier Bereiche, die dem Aufbau eines Auslandsinstituts zugrunde liegen, feststellen. Ein Tätigkeitsfeld der Institutsarbeit ist die sprachliche Ausbildung im weitesten Sinne. Diese wird zuerst einmal durch das Sprachkursangebot der Institute im In- und Ausland gewährleistet. Was 1953 mit einem Sprachkurs für Deutschlehrer begann, hat sich in den letzten 46 Jahren zu einem weltweiten Netz von differenzierten Unterrichtsangeboten entwickelt. Diese unterscheiden sich zum einen grundsätzlich im Inland und Ausland (®4.2.1. und 5.1), aber auch an den unterschiedlichen Auslandsinstituten wird zunehmend mehr auf regionale Unterschiede und Bedürfnisse eingegangen, und das Angebot variiert entsprechend.

Seit Aufnahme der Spracharbeit 1953 ist die Zahl der Sprachkursteilnehmer gestiegen, was wiederum die Entwicklung von Unterrichtsmaterial und –methoden nachhaltig beeinflusst hat. Konnte man anfangs noch von einer einheitlichen Goethe-Methode sprechen, deren Basis die direkte Methode (d. h. Deutsch als Unterrichtssprache ab der ersten Unterrichtsstunde) war und die auf das Lehrbuch Deutsch für Ausländer aufbaute, so verzweigt sich diese spätestens ab den 60er Jahren mit der Entwicklung neuer Lehrwerke immer mehr. Unter Beibehaltung der direkten Methode bieten die Institute heute eine breite Palette von Kursen an, von Normal- und Intensivkursen über Vorbereitungskurse für Prüfungen bis hin zu Fachkursen für berufliche Zwecke. Das GI ist hier vor allem auf dem schulischen und beruflichen Sektor, weniger im Hochschulbereich, tätig; allerdings übersteigt allein schon die Nachfrage nach Kursen in den ersten beiden Bereichen inzwischen häufig die Kapazität der Institute, so dass in Ländern, wo der Bedarf durch das GI allein nicht abgedeckt werden kann, Lehraufträge an Partnerinstitute erteilt werden.

Die Spracharbeit der Institute wird durch die Referate Forschung und Entwicklung und Medientechnologie unterstützt. Ersteres ist für die Erstellung von neuen Unterrichtsprogrammen und –materialien zuständig, die unter Berücksichtigung der Unterrichtserfahrungen an den Instituten für verschiedene Lernergruppen entwickelt werden. Diese Errungenschaften des GI auf sprachdidaktischem Gebiet, unter anderem auch von der 1965 innerhalb des Referats gegründeten Arbeitsstelle für wissenschaftliche Didaktik erarbeitet, haben vor allem in der Anfangszeit, als es noch keine Lehrstühle für DaF an deutschen Hochschulen gab, universitäre Fachgebiete wie Linguistik, Germanistik, Didaktik etc. beeinflusst. In jüngster Zeit beschäftigte sich die Stelle hauptsächlich mit der Didaktisierung von landeskundlichen Materialien und fachsprachlichen Themen (Wirtschaft, Naturwissenschaften etc.) Das Referat Medientechnologie ist hauptsächlich mit der technischen Ausstattung der Auslandsinstitute beauftragt; weiterhin liegt die Entwicklung von Programmen für die Spracharbeit in seinem Zuständigkeitsbereich. Hierzu zählen z. B. die Didaktisierung von landeskundlichen Materialien, aber auch die vom GI produzierten Fernseh- und Radiosprachkurse (Guten Tag, Familie Baumann, Auf Deutsch gesagt).

Aus den Beiratsthesen des GI von 1991[6] geht allerdings auch hervor, dass die Förderung des einheimischen Deutschunterrichts Priorität gegenüber den eigenen Sprachkursen haben sollte. Zu diesem Zweck entstand an den meisten Auslandsinstituten neben der Sprachabteilung auch eine Pädagogische Verbindungsstelle, deren Hauptziel seit jeher die Förderung des Deutschunterrichts im Ausland ist. Diese besteht aus der methodisch-didaktischen Fortbildung und Beratung ausländischer Deutschlehrer, aus der Entwicklung von Hilfsmitteln, Lehrplänen und Prüfungen für den Deutschunterricht und aus der Mitarbeit bei Ausbildungslehrgängen der jeweiligen Erziehungsbehörden. Gerade die PV weist starke Unterschiede von Region zu Region auf, weshalb sie, wie auch die Kulturarbeit, nur durch wenige konzeptionelle Leitlinien[7] und natürlich auch finanziell an die ZV in München gebunden ist.

Unterstützt wird die PV gleichfalls vom Referat Forschung und Entwicklung, das unter Einbeziehung der Lehr- und Lerntraditionen des jeweiligen Landes Curricula, Lehrwerke, Zeitschriften etc. erarbeitet und den Austausch von Ideen und Informationen im Bereich DaF vorantreibt.

Die PV etablierte sich endgültig zu Beginn der 70er Jahre im Sprachsektor der Auslandsinstitute, als sich die Kontakte zu einheimischen Deutschlehrern durch die Zusammenarbeit mit Erziehungsbehörden und Deutschlehrerverbänden im Gastland intensivierten. Ergänzt wird die Arbeit durch Maßnahmen im Inland, z. B. die seit 1967 existierende jährliche Deutschlehrertagung oder das Deutschlehrerseminar in München, ein dreimonatiges Fortbildungsseminar für ausländische Deutschlehrer. Für die Teilnahme an diesem sowie an den vierwöchigen Seminaren der Inlandsinstitute in den Bereichen Landeskunde, Methodik, Didaktik etc. vergibt das GI Stipendien an ausländische Multiplikatoren. Im Anschluss an die Seminare werden diese in ihrem eigenen Land durch die Nachkontaktarbeit der GI betreut, d. h. zu Vorträgen und Seminaren im jeweiligen Land eingeladen, um den Kontakt zur deutschen Sprache und Kultur aufrechtzuerhalten. Genauso wie für ausländische Deutschlehrer bieten die Pädagogischen Verbindungsstellen sowie die ZV auch Aus- und Fortbildungsprogramme für die eigenen Mitarbeiter und Dozenten an.

In den vergangenen Jahren zeichnete sich neben dem bisherigen Aufgabenbereich ein weiteres Problem ab, das in der Arbeit der Pädagogischen Verbindungsstellen Resonanz findet: Der weltweite Rückgang der Schülerzahlen im Deutschunterricht an den Sekundarschulen. Dieses Phänomen wirkte sich im Besonderen auf zwei Tätigkeitsfelder aus. Eines davon ist die Werbung für DaF, die von der Werbeabteilung der ZV[8] koordiniert und von den einzelnen Instituten mit Rücksicht auf die Situation vor Ort weitergeführt wird. Da die Arbeit sich an den bildungspolitischen Gegebenheiten des Gastlandes orientieren will, hat sich die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Stellen (Erziehungsministerien, Deutschlehrerverbänden, Zentren der Erwachsenenbildung etc.) in den letzten Jahren verstärkt. Darüber hinaus erfolgt in zunehmendem Maße eine Abstimmung und Koordination mit anderen deutschen Mittlern, wie dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und der ZfA (Zentralstelle für Auslandsschulwesen), die vor allem im Hochschulbereich bzw. im deutschen Auslandsschulwesen tätig sind. Somit ist es dem GI möglich, sowohl implizit als auch explizit auf die Entstehung bzw. die Modifizierung von Fremdsprachenlern- und lehrkonzepten einzuwirken.

2.2.2. Die Kulturarbeit

Die Förderung der deutschen Sprache dient einerseits dem nationalen Ziel, der Welt Deutschland als wichtigen Partner zu präsentieren, andererseits ist sie auch Teil der auswärtigen Kulturpolitik. Diese wiederum ist, weitaus besser als die Sprachpolitik, für die Förderung internationaler Beziehungen, gerade auch im Rahmen der europäischen Einigung geeignet. Die Sprache ist hier lediglich ein Element der Verständigung, wenn auch das wichtigste.

In diesem Sinne erscheint folgende, von C. Nooteboom aufgeworfene Frage fast überflüssig:

(...), was wiegt ein Gedicht, das im Goethe-Institut Amsterdam vorgelesen wird, was wiegen ein paar Fotos, die im Goethe-Institut Bukarest aufgehängt sind, was wiegt eine Diskussion über >>Hauptstadt Berlin<< in Helsinki, was wiegen Wörter, Bilder, Erörterungen, Diskussionen, Ausstellungen auf all den kleinen Inseln, welche die Goethe-Institute in der Welt sind, von Kapstadt bis Oslo, von Amsterdam und Paris bis Los Angeles und Tokio?[9]

Neben oben angeführten Überlegungen kann man, wie die Autorin in ihrem Aufsatz, diese Frage mit dem Argument beantworten, dass die Kunst eines Volkes etwas von dessen Geist und Seele zeigt und das Wissen über ein Land, der Entschluss, die Sprache zu lernen, um sich ein eigenes Bild zu machen oder sogar dorthin zu gehen, erst durch einen Einblick in dessen Kultur entstehen.[10]

Die Kulturarbeit der GI war daher gerade zu Beginn durch keinerlei Leitlinien eingeschränkt. Es galt auszuprobieren, was in den verschiedenen Ländern am besten ankam, mit dem Ziel, das dort verbreitete Deutschlandbild von den gängigen Klischees abzuheben. Gleichzeitig sollte es aber nie im Sinne des GI sein, ein bestimmtes Deutschlandbild zu vermitteln oder die eigenen Verhältnisse zu beschönigen. Es lässt sich allerdings nicht vermeiden, dass dieser Gedanke ab und an in Konkurrenz zum gewünschten Werbeeffekt für die Institutsarbeit tritt, da in diesem Sinne natürlich ein möglichst positives Deutschlandbild nach außen hin vermittelt werden soll. Die Kulturarbeit wurde jeedoch immer von dem Ziel geprägt, eine für alle offene Kulturpolitik zu betreiben, die auch die kulturelle Vielfalt im deutschen Sprachraum respektiert.[11]

Schon bald entwickelten sich weitere Grundsätze in der kulturellen Arbeit, die aus den zu Anfang der 70er Jahre aufkommenden Bestrebungen, sich von dem überkommenen und engen Kulturbegriff zu lösen, entstanden. Unter der Vorgabe der Partnerschaftlichkeit, d. h. der Reaktion auf die Situation des Gastlandes, kristallisierte sich der erweiterte Kulturbegriff heraus, der sich folgendermaßen definieren lässt:

Kultur bedeutet für das Goethe-Institut nicht nur Stockhausen, Beethoven, Goethe, Habermas und Heiner Müller, sondern auch Gespräche und Symposien über Politik, Stadtplanung oder Abwasserbeseitigung.[12]

Entsprechend umfassen die Programme der GI neben den klassischen Kulturangeboten wie Film, Theater, Musik, Ausstellungen, Diskussionsforen, Symposien über Literatur, Sprache und Kunst auch Veranstaltungen zu Themen wie Umweltschutz, Pädagogik, Gesellschaftspolitik und Zeitgeschichte, um hier nur einige wenige zu nennen.

Der wichtigste Partner des Instituts ist hierbei das Auswärtige Amt. Im Rahmenvertrag von 1969 betraut es das GI mit einer Reihe von Aufgaben im Bereich der Sprach- und Kulturvermittlung, die es in eigener Verantwortung, aber zugleich auch im Rahmen der kulturpolitischen Richtlinien des Auswärtigen Amtes ausführen soll. Der Rahmenvertrag spiegelt die Bedeutung der auswärtigen Kulturpolitik für die Bundesrepublik Deutschland wieder, die seit den 70er Jahren häufig auch als "Dritte Säule der Außenpolitik" bezeichnet wird.[13]

Trotz der Bindung an das Auswärtige Amt haben sich die GI ihre Autonomie bewahrt, die es ihnen ermöglicht, das ganze kulturelle Leben der Bundesrepublik vorbehaltlos zu zeigen. Erst durch die Staatsferne kann das Optimum an Flexibilität und Nähe zu den Bedürfnissen und Wünschen der Partner gewährleistet werden, das die etwa 15.000 jährlich weltweit stattfindenden Veranstaltungen prägen soll. Die kulturelle Programmarbeit der GI beruht nicht auf einer zentralen Strategie, sondern ist auf Dialog mit anderen Kulturen und das "Übersetzen zwischen Kulturen"[14] angelegt. Dementsprechend wird die Themen- und Schwerpunktsetzung in regionaler Abstimmung und partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Instituten und Persönlichkeiten des Gastlandes getroffen; die Fachreferate der ZV haben nur eine unterstützende Funktion bei der Auswahl und Einladung der jeweiligen Fachleute, Referenten und Künstler.

Je nach Größe und der Institute variiert auch das Programmangebot, das sich zudem am vorgesehenen Finanzvolumen der ZV für die Auslandsinstitute orientieren muss. Im Zuge der Verknappung öffentlicher Mittel war in den letzten Jahren auch bei der Kulturarbeit eine Umstrukturierung festzustellen. Innerhalb der einzelnen Regionen (z. B. Frankreich, Nordamerika, Mittel- und Südosteuropa etc.) geht man nun vermehrt dazu über, gezielte Programmschwerpunkte in den regionalen Institute zu setzen, ohne jedoch auf den Austausch der Institute untereinander zu verzichten.

Beide Haupttätigkeitsfelder der GI, sowohl die Sprach- wie auch die Kulturarbeit, sind in großem Maße auf Informationsarbeit angewiesen, eine Funktion, die von den hausinternen Bibliotheken wahrnommen wird. Anfangs nur aus Spenden, Leihgaben und Ausstellungsresten zusammengetragen, dienten sie doch als erste Anlaufstelle bei Fragen zu deutscher Literatur, Geschichte und Kultur und trugen dazu bei, Kontakte zum Publikum des Gastlandes aufzubauen, Neugierde für Deutschland zu wecken und den kulturelle Austausch zu fördern.

Die umfassende Akzeptanz und Nutzung der Bibliotheksressourcen hatte im Laufe der Jahre einen Ausbau der Kapazitäten und des Angebots zur Folge. Die heutigen Bibliotheken der GI können sich zu Recht ebensogut Mediotheken oder Dokumentationszentren nennen, denn sie bieten eine Vielzahl von Informationsmöglichkeiten. Dazu gehören natürlich Bücher, Zeitungen und Zeitschriften, aber auch Filme, Kassetten, CDs etc. Darüber hinaus findet man nicht nur Publikationen in deutscher Sprache, sondern auch Übersetzungen deutscher Literatur und Sekundärliteratur in der Sprache des jeweiligen Gastlandes, um diese Werke einem größeren, interessierten Personenkreis zugänglich zu machen, der vielleicht noch nicht über ausreichende Sprachkenntnisse verfügt.

Die Modernisierung der Bibliotheken ist noch längst nicht abgeschlossen; in den letzten Jahren wurde damit begonnen, die Bestände in interne Datennetze sowie das Internet einzugeben, um so den Nutzern noch schnellere Recherchen und einen leichteren Zugriff auf das vorhandene Material zu ermöglichen.

2.3. Übersicht über die Institutsarbeit 1997/1998

Das folgende Kapitel soll einen kurzen Überblick über die Institutsarbeit während eines konkreten Zeitraumes geben; die dargestellten Informationen basieren auf den Angaben des Jahrbuchs 1997/1998 des GI, der neuesten zur Zeit vorliegenden Ausgabe.[15]

Im oben genannten Zeitraum existierten 135 GI im Ausland und 18 im Inland. Der finanzielle Zuschuss des Auswärtigen Amtes dient der Finanzierung der Institutsarbeit im weitesten Sinne, d. h. dem Kultur- und Sprachprogramm, den Bibliotheken, aber auch der Begleichung der Festkosten (Raummieten, Personalkosten etc.). Gerade die Auslandsinstitute sehen sich einem immer größeren Spannungsfeld ausgesetzt, haben sie sich doch dazu verpflichtet, der sprachlichen Förderung einer möglichst großen Zielgruppe nachzukommen, und sind gleichzeitig dazu angehalten, Einnahmen zu erzielen, was zur Folge haben könnte, dass für manche Teilnehmer ein Sprachkurs nicht mehr erschwinglich wäre. Diesem Phänomen kann nur in begrenztem Maße durch die Vergabe für Stipendien für Kurse an den Inlandsinstituten entgegengewirkt werden.

Aufgrund der knappen finanziellen Situation sind die GI natürlich darauf angewiesen, die Spracharbeit zu steigern und eine größere Dichte im Angebot zu erzielen, z. B. durch kürzere, hochintensive Kurse an den Inlandsinstituten. Eine zusätzliche Einnahmequelle stellen u. a. die Sommersprachkurse für Kinder und Jugendliche dar. Diese bringen zusätzlich den Vorteil, die Arbeit des GI einer neuen, jungen Klientel vorzustellen, die durch das bisherige Angebot nicht angesprochen wurde.

Unter Berücksichtigung der vorgegebenen Kriterien Qualität, Relevanz und Nachhaltigkeit konzentrierte sich die Kulturarbeit vor allem auf drei Schwerpunkte: ein angemessener Umgang mit der Geschichte, die Förderung der europäischen Einheit und Visionen und Strategien für eine überlebensfähige und -werte Gesellschaft. Hierzu konnte man Film-, Theater- und Musikveranstaltungen sowie thematische Ausstellungen finden, die insgesamt über 2,5 Millionen Besucher anlockten.

Zur weiteren Förderung des Filmangebots, das den am häufigsten vertretenen Programmpunkt darstellt, wurde im Januar 1998 ein Rahmenvertrag mit arte Deutschland geschlossen. Dieser regelt Programmübernahmen von deutschen arte- Produktionen für die Arbeit der Auslandsinstitute, erleichtert die Herstellung von Koproduktionen über Themen aus der Arbeit der GI in der Welt und räumt dem GI unbegrenzte Rechte an den Produktionen zum Einsatz in seiner Programmarbeit ein.

Im Vordergrund der Auslandsarbeit stand 1997/1998 weiterhin die Vernetzung der einzelnen Bereiche, die in Zukunft noch ausgebaut werden soll. In diesem Sinne ist hervorzuheben, dass z. B. unter den 3093 Programmveranstaltungen der Pädagogischen Verbindungsarbeit 525 kulturelle Angebote zu finden sind, die vor allem für Multiplikatoren konzipiert und didaktisiert wurden, um von diesen im Deutschunterricht genutzt werden zu können.

Im Zuge der Werbung für DaF, einem Projekt, das weitgehend alleine vom GI durchgeführt wird, versuchten gerade die Pädagogischen Verbindungsstellen, neue Partner für die Gestaltung von Angebotsstrukturen, Fortbildungsmaßnahmen und Unterrichtsplanung sowie zusätzliche Lizenznehmer (bislang 86), die im Auftrag des GI Prüfungen im Ausland durchführen, zu finden. Als weitere Werbemaßnahmen werden seit 1997 bzw. seit 1998 eine Broschüre über die Aktivitäten der Werbekommission für DaF und eine Zeitschrift für die Kursteilnehmer der Inlandsinstitute herausgegeben, die dem Austausch und dem Knüpfen von neuen Kontakten, aber auch dem Ausbau der Sprachfähigkeit dienen soll.

Eine Erweiterung der Aktivitäten, sowohl im kulturellen als auch im sprachlichen Bereich, ließ sich in den im Laufe der 90er Jahre neueröffneten Instituten in Mittel- und Südosteuropa sowie in den Staaten der ehemaligen Sowjetunion feststellen. Zwei Drittel der weltweit über 18 Millionen Deutschlerner leben in diesen Staaten, ein ausreichender Grund, um gerade den dortigen Bedarf neue regionale Lehrwerke zu erstellen. Diese Aufgabe wurde vom Referat Forschung und Entwicklung übernommen, das daneben weitere Programme auf den Markt brachte, darunter z. B. Lernprogramme im Internet, den Fernsehsprachkurs Einblicke für die Mittelstufe oder einen Sprachkurs für Anfänger auf CD-Rom.

Seit 1998 möchte das GI seine Arbeit auch in Deutschland einer breiteren Öffentlichkeit als bisher vorstellen; zu diesem Zweck wurde in München das Goethe-Forum (®5.1.1.) ins Leben gerufen. Weitere Projekte sind Stände auf den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt sowie eine stärkere Präsenz im Internet.

2.4. Probleme und Herausforderungen in naher Zukunft

Wie schon zu Beginn dieses Kapitels deutlich wurde, entstand das GI zunächst als ein kleiner Verein, dem allerdings im Laufe der Zeit immer mehr Aufgaben zuwuchsen. Dazu zählten und zählen auch die Bemühungen, Raum für das friedliche Nebeneinander und für den Dialog zwischen Kulturen zu schaffen. Aus diesem Grund galten Organisationen wie das GI , die Humboldt-Stiftung oder der DAAD lange Zeit als wesentliche Aktivposten der deutschen Außenpolitik.

Hieraus entstand aber auch die gegenwärtige Krise, die all diese Institutionen momentan durchlaufen. Im Falle des GI betrifft sie vor allem die Auslandsinstitute, die aus Einsparungsgründen Voll- oder Teilschließungen bedroht werden.

Die Entscheidung, welche Institutsbereiche von solchen Teilschließungen betroffen werden sollen, ist ein zweischneidiges Schwert. Laut dem Generalsekretär des GI, Joachim Sartorius, wäre es eher zu verantworten, die Spracharbeit an einem Institut zu schließen, wenn am gleichen Standort auch externe Anbieter deutsche Sprachkurse von hohem Standard anbieten.[16] Dies widerspricht allerdings den Entwicklungen der letzten Jahre, die zu einer heftigen Störung der Balance zwischen Sprach- und Kulturpolitik geführt haben, indem der Akzent eindeutig auf die Spracharbeit als Einnahmequelle der Institute gesetzt wurde, und die Mittel für die Kulturarbeit verringert wurden. Gerade mit dem Argument des übergroßen Bedarfs an Deutsch in den Ländern Mittel- und Osteuropas erfuhr die Spracharbeit unheimlichen Aufschwung. Es gelang dem GI jedoch nie, wie z. B. dem British Council sich im Bereich der Spracharbeit selbst zu tragen.

Was die Kulturarbeit betrifft, so dürfte unschwer zu erkennen sein, dass weitere Kürzungen erstens kaum mehr möglich und zweitens von großem Nachteil wären. Um diese Problematik auf einen Punkt zu bringen, schreibt Hans Magnus Enzensberger:

Wen (...) kümmert es schon (...), ob es (sc. unser Land) ein Kulturinstitut in Dakar unterhält oder schließt; ob es für litauische oder indonesische Studenten deutsche Bücher zu lesen gibt oder nicht?[17]

Leider ist der Erfolg von Kulturvermittlung nicht messbar, sonst stünde die auswärtige Kulturpolitik nicht unter einem permanenten Rechtfertigungszwang. Das einzig Konkrete sind Besucher- und Teilnehmerzahlen, der Rest sind Eindrücke und Erzählungen. Doch gerade in Osteuropa und der Dritten Welt sind diese von unschätzbarem Wert, weshalb diese Regionen von den neuen Schließungskonzepten verschont bleiben sollen. Nach dem Grundsatz, "die Kulturarbeit der Auslandsinstitute ist Programmarbeit oder sie überlebt nicht"[18], wird eine Umstrukturierung im Kulturbereich angestrebt, welche die weitere Arbeit der GI, unabhängig vom Standort, rechtfertigt. Dazu ist es ebenfalls notwendig, neue Finanzierungsquellen, z. B. durch Sponsoring ortsansässiger Wirtschaftsunternehmen, zu erschließen, damit weiterhin ein breites Programmspektrum angeboten werden kann.

Die Institute in der westlichen Welt sind zudem noch mit einer anderen Schwierigkeit konfrontiert: der Konkurrenz durch andere Organisationen. Hierzu schreibt die Christoph Siemens in der Zeit:

Was Goethe-Institute in den Metropolen der westlichen Welt inszenieren, geht längst unter im Rauschen der Events. Und Deutsch lernen kann man dort auch bei Berlitz. Der rege Austausch zwischen den Medien, Universitäten und Literaturhäusern braucht keine staatliche Moderation. Wo ein üppiges Kongress- und Festivalwesen Nationen vernetzt, kann sich auswärtige Kulturpolitik getrost zurückziehen und neue Aufgaben übernehmen.[19]

Diese Argumentation stellt den Sinn der Arbeit so mancher Institute, z. B. auch des Instituts in Paris, in Frage und leugnet doch fast jegliche Bedeutung dieser Arbeit für die auswärtige Kulturpolitik, ein Punkt, der später noch ausführlicher behandelt werden soll (®4.2.2). Schließungen schaden vor allem dem Kommunikationsnetz, das oft erst mühsam zwischen zwei Ländern aufgebaut werden musste.

Wahr an der Behauptung ist jedoch, dass immer mehr Organisationen mit mehr Mitteln und Personal die Arbeit der GI in den Schatten stellen und auch von deutscher Seite das zur Verfügung stehende Finanzvolumen auf zu viele Mittler aufgeteilt werden muss. Nun scheint die Bundesrepublik aber nicht mehr genau zu wissen, "wieviel sie sich von dem Gut 'Kultur' noch leisten will"[20]. Da das GI im Ausland kaum über Alternativen zur Finanzierung durch den Bundeshaushalt verfügt, scheinen mögliche Schließungen, wie sie z. B. dem Institut in Toulouse zum Jahresende 1999 fast bevorgestanden hätte, die nötige Konsequenz zu sein. Um dem entgegenzuwirken, erscheinen zwei Maßnahmen sinnvoll: die Suche nach Sponsoren aus der Wirtschaft, die einzelne Projekte unterstützen, und ein Umdenken bezüglich des Kulturbegriffs der GI. Der für die 70er und 80er Jahre gültige erweiterte Kulturbegriff, der keine Grenzen kennt, sondern möglichst alle Aspekte deutscher Kultur im weitesten Sinne aufzeigen möchte, muss einem neuen offenen Kulturbegriff Platz machen, der auf den einzelnen Standort zugeschnitten ist, bzw. die einzelnen Bereiche kultureller Arbeit auf die verschiedenen Institute einer Region möglichst gleichmäßig verteilt. Die bisherige, zumeist auf die Vermittlung von Bildung ausgerichtete Kulturpolitik Deutschlands ist häufig fehl am Platz, erwartet doch die Mehrheit der Weltbevölkerung von Deutschland eher ökonomische Hilfe. Durch Einsparungen am Personal wird eine Erweiterung der Kulturarbeit nicht möglich sein. Schließlich machen die Mitarbeiter das eigentliche Programm der GI aus, fördern gerade sie doch den Dialog, dienen als Anreger und Vermittler und helfen, Beziehungen zu anderen Kulturen, jenseits der Politik, aufzubauen. Eine Veränderung muss daher mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes in einer Verlagerung der bisherigen Ressourcen bestehen. Dazu bedarf es zu allererst einer Flexibilisierung der Haushaltspläne mit der Möglichkeit, Posten auf das folgende Jahr zu übertragen, aber ebenso eines Umbaus der Institutsnetze, die noch mehr auf die Spezifika der Standorte zugeschnitten sein müssen. Eine Chance für die Freistellung größerer Finanzposten kann auch die bevorstehende Fusion des GI mit Inter Nationes, der Medienorganisation der auswärtigen Kulturpolitik sein. Hierdurch können beidseitig existierende Referate zusammengelegt werden und so Kosten gespart werden. Daneben ist eine umfangreichere Zusammenarbeit mit lokalen Trägern im Sprachkursangebot, eine stärkere Einheit der Institutsbereiche untereinander, d. h. das Zusammenwirken der einzelnen Bereiche, und eine ausgiebigeren Nutzung moderner Informationsmedien zur besseren Kooperation aller Institute nötig.[21] Das oberste Ziel sollte in Europa der schon seit langem anvisierte Aufbau eines europäischen Kulturinstitutes sein, der bisher jedoch immer an eigenstaatlichen Interessen aller Seiten gescheitert ist.

Neben der Kulturpolitik sollen natürlich auch die anderen Bereiche nicht vernachlässigt werden. Ein erklärtes Ziel der nächsten Jahre ist die Erweiterung des Bibliotheksnetzes, bzw. die Umwandlung derselben in multimediale Informationszentren, die Recherchen, Direktbestellungen und andere abrufbare Informationen über Deutschland und über die Institute selbst bieten. Im Bereich der Pädagogischen Verbindungsarbeit liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Förderung des schulischen und außerschulischen Deutschunterrichts bezogen auf den regionalen Bedarf, der Werbung für DaF sowie, in den Ländern der Dritten Welt, der Nachkontaktarbeit.

In den Inlandsinstituten sieht die Situation anders aus. Trotz der in weiten Teilen funktionierenden Eigenfinanzierung über die Sprachkurse sowie einer Unterstützung durch manche Bundesländer in Form von Sprachkurs- oder Fortbildungsstipendien wurde im April 1999 die Schließung dreier Institute (Boppard, Iserlohn und Staufen) beschlossen. Sie sind alle auf rückgängige bzw. sich zugunsten der größeren Städte verlagernde Teilnehmerzahlen zurückzuführen. Um dem Rückgang entgegenzuwirken, sehen zukünftige Projekte vor allem den Ausbau der Institute zu modernen Sprachlernzentren mit vielfältigem Zugang zur deutschen Kultur vor.

3. Deutschunterricht in Frankreich

Das folgende Kapitel soll einen kurzen Einblick in die Situation des Schulfaches DaF in Frankreich und der französischen Hochschulgermanistik geben und die Entwicklungen der letzten Jahrzehnte darstellen.

Es mag beinahe banal anmuten, an dieser Stelle zu betonen, dass der Prozess der deutsch-französischen Verständigung auch der Verständlichmachung bedarf. Die Feststellung, dass Verständigung zwischen zwei Völkern nur dann funktionieren kann, wenn in beiden Gruppen eine hinreichend große Zahl von Menschen bereit ist, die Sprache des Nachbarn zu lernen, wurde bereits in zahlreichen gemeinsamen Erklärungen deutscher und französischer Politiker, angefangen mit dem Elysée-Vertrag von 1963, betont. Die Realität spricht jedoch eine andere Sprache, obwohl im Alltag beiderseits des Rheins genügend Gründe vorhanden sind, die deutsche bzw. französische Sprachkenntnisse unabdingbar machen (®3.2). Wie paradox die sprachliche Wirklichkeit jedoch ist, illustriert nur zu gut die von Peter Dines aufgeworfene Frage, "warum der deutsch-französische Airbus in Toulouse von Deutschen und Franzosen 'auf Englisch' montiert wird und nicht 'auf Deutsch' oder 'auf Französisch'".[22]

Auch wenn die Situation des Französischunterrichts in Deutschland nur geringfügig besser aussieht als die des Deutschunterrichts in Frankreich, befassen sich die folgenden Kapitel nur mit letzterem, da diesbezüglich an anderer Stelle auch die Initiativen des GI zur Werbung für DaF und zur Lehrerfortbildung im französischen Unterrichtswesen aufgezeigt werden sollen.

3.1. Deutschunterricht in Schule und Hochschule

Erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde im französischen Sekundarschulwesen eine langue vivante obligatoire eingeführt, die aber aufgrund unbefriedigender Ergebnisse nur fakultativ unterrichtet wurde. Schon bald darauf, im deutsch-französischen Krieg von 1870/71, erkannte man in Frankreich, mit welch großem Nachteil der eklatante Mangel an Deutschkenntnissen verbunden war. So erlebte die deutsche Sprache in der Zeit bis 1914 ihren größten Aufschwung. Nach einem weiteren Anstieg während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg fiel die Zahl der Deutschlerner in den Nachkriegsjahren stetig von 21% der französischen Schüler im Jahre 1950 auf nur noch 13,5% im Jahre 1981.[23]

Dieser Entwicklung wirkte auch nicht die Maxime des Elysée-Vertrages von 1963 entgegen, die vorsieht, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Schülerzahlen in der jeweiligen Partnersprache zu erhöhen. Zahlreiche Folgeabkommen zur gegenseitigen Sprachförderung brachten nur geringfügige Verbesserungen. Besonders zu erwähnen sind an dieser Stelle die Neuerungen im Bereich der Frühvermittlung der Partnersprache, die Einrichtung von bilingualen Zweigen an französischen collèges und lycées sowie von Bildungsgängen mit deutsch-französischem Profil und beiderseitig anerkannten Abschlüssen im Schul- wie im Hochschulbereich.

Die Frühvermittlung von Fremdsprachen wurde in den écoles élementaires im Schuljahr 1989 in den Klassenstufen CM1 und CM2 (viertes und fünftes Schuljahr) aufgenommen. Das Enseignement d'initiation d'une langue étrangère (E.I.L.E.) beinhaltete einen kontinuierlich strukturierten Unterricht, der vor allem die Kommunikation der Schüler fördern sollte. 1995 wurde das Projekt auf die Klassenstufen CE1 und CE2 (2. und 3. Schuljahr) ausgedehnt. Die Initiation à une langue vivante (ILV) wird schulintern vom jeweiligen Klassenlehrer angeboten, ist weniger systematisch angelegt als das E.I.L.E. und soll zunächst einmal das Hörverständnis schulen, ohne explizit auf Grammatik, Lesen, Schreiben und Wortschatz einzugehen.

Nach drei Jahren ließen sich bereits erste Erfolge verzeichnen. Im Jahr 1998 lernte ein Drittel der Schüler des CM2 eine Fremdsprache, was diesen Schülern später im collège nachweislich zugute kam. Allerdings kann man nicht von einer sprachlichen Differenzierung sprechen, da Englisch, wie zu erwarten war, stark mit 77,7% vertreten ist. Deutsch folgt immerhin an zweiter Stelle mit 17,1%, einem Prozentsatz der sich allerdings in den folgenden Klassenstufen des collèges so nicht halten kann.[24]

Der Fremdsprachenunterricht im collège basiert auf einer traditionellen Zweiteilung zwischen 1. und 2. Fremdsprache (LV1 und LV2). Die in der 6e (6. Schuljahr) einsetzende LV1 wird mit drei Wochenstunden unterrichtet. In der 4e (8. Schuljahr) besteht die Möglichkeit, verstärkten Unterricht in der LV1 (zusätzlich zwei Wochenstunden) und Unterricht in der LV2 (3 Wochenstunden) zu erhalten. Im lycée (ab dem 10. Schuljahr) ist es, je nach Typ des Abiturs möglich, eine weitere Fremdsprache (LV3) zu wählen; der Unterricht in der ersten Fremdsprache ist für alle Schüler bis zum Abitur obligatorisch, die zweite Fremdsprache ist je nach Abitur entweder verbindlich oder kann als option, d. h. fakultativ belegt werden.

Dem Englischen kommt quasi der Status einer Pflichtfremdsprache zu, da Schüler, die in der 6e mit einer anderen Fremdsprache begonnen haben, in der 4e automatisch zum Englischunterricht verpflichtet werden. Durch diesen obligatorischen Charakter hebt sich das Englische deutlich von allen anderen Fremdsprachen ab.

Das Angebot, aus dem die Schüler wählen können, ist mit zwölf Sprachen theoretisch sehr reichhaltig; in der Praxis ist es jedoch häufig auf drei oder vier Sprachen beschränkt, da Aspekte wie Größe der Schule, Klassenstärken, Eingangsschwellen für die Klassenbildung und Qualifizierung der Lehrer ins Gewicht fallen.

So zeichnet sich für das Schuljahr 1995/96 folgendes Bild ab:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [25]

Englisch nimmt geradezu eine Monopolstellung ein, die besonders dadurch untermauert wird, dass es die mit Abstand am häufigsten gewählte LV1 ist (88,1%). An zweiter Stelle folgt Deutsch mit 11,0%; hier war im Zeitraum von 1965/66 bis 1995/96 ein geringer, wenn auch kontinuierlicher Rückgang zu verzeichnen, wie umseitige Graphik veranschaulicht. Deutliche Einbußen erlitt im genannten Zeitraum das Spanische als LV1.

Bei der Wahl der LV2 fällt auf, dass das Spanische im gleichen Zeitraum seinen Anteil von ca. 36% auf knapp 60% steigern konnte und nun vor Deutsch die meistgewählte zweite Fremdsprache ist. Als Begründung könnte man hier die immer noch von vielen Lehrern verteidigte Behauptung anführen, dass Spanisch für Franzosen wesentlich leichter zu erlernen sei als Deutsch, was vor allem bei der doch relativ kurz belegten zweiten Fremdsprache ins Gewicht fallen könnte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [26]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten [27] [28]

[...]


[1] vgl. Goethe-Institut Zentralverwaltung. Jahrbuch. Jahrgang 1997/1998. München, 1998, S. 8

[2] vgl. Goethe-Institut Zentralverwaltung (Hrsg.). Satzung und Rahmenvertrag. Rechtliche Grundlagen. München, 1998

[3] Goethe-Institut Zentralverwaltung. Struktur. www.goethe.de/p/depstru.htm

[4] zit. nach Karcher, Eva. "Schließung bedeutet Vertrauensverlust" in: Der Tagesspiegel, 17/07/99

[5] Goethe-Insitut Zentralverwaltung. Struktur, a.a.O.

[6] vgl. Goethe-Institut Zentralverwaltung. Beiratsthesen von 1991 zum Thema: 25 Thesen zur Sprach- und Kulturvermittlung im Ausland. www.goethe.de/z/50/beirat/dethes91.htm

[7] vgl. idem

[8] vgl. Goethe-Institut Zentralverwaltung. Warum Deutsch lernen – 10 Gründe, Deutsch zu lernen. www.goethe.de/i/deiazeh.htm

[9] Nooteboom, Cees. "Große Länder, kleine Länder" in: Sartorius, Joachim (Hrsg.). In dieser Armut – welche Fülle! Reflexionen über 25 Jahre auswärtige Kulturarbeit des Goethe-Institut s. München, Steidl, 1996, S. 107

[10] vgl. Nooteboom, Cees, a.a.O., S. 108

[11] vgl. Goethe-Institut Zentralverwaltung. Beiratsthesen von 1991, a.a.O.

[12] Goethe-Institut Zentralverwaltung. Kurzinfo. www.goethe.de/p/depkurz.htm

[13] vgl. Ammon, Ulrich. Die internationale Stellung der deutschen Sprache. Berlin: de Gruyter, 1991,

S. 548/549

[14] Sartorius, Joachim. "Goethe überdenken" in: Sartorius, Joachim (Hrsg.), a.a.O., S. 13

[15] vgl. Goethe-Institut Zentralverwaltung. Jahrbuch 1997/1998. München, 1998; zu statistischen Angaben über Sprachkurse, Bibliotheken, Pädagogische Verbindungsarbeit etc. vgl. auch Anhang, Statistiken des Goethe-Instituts 1997, S. I-XV

[16] vgl. Karcher, Eva, a.a.O.

[17] Enzensberger, Hans Magnus. "Auswärts im Rückwärtsgang" in: Sartorius, Joachim, a.a.O., S. 36

[18] vgl. Sölter, A. "Zukunftsmusik" in: Goethe-Institut Zentralverwaltung. Bereich 03, Öffentlichkeitsarbeit. Goethe-Institut -Intern. Zeitschrift für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Goethe-Instituts. 3/1999. München, 1998, S. 55

[19] Siemens, Christoph. "Goethe und der Guru", in: Die Zeit, 12/08/99

[20] Sartorius, Joachim. "Goethe überdenken", a.a.O., S. 12

[21] vgl. Hoffmann, Hilmar. "Basteln an der dritten Säule. Die Aufgaben der auswärtigen Kulturpolitik und die Bedeutung der Goethe-Institute" in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23/01/99

[22] Dines, Peter. "You understand? Englisch als Weltsprache" in: Friedrich Jahresheft, 9/1991, S. 91-94

[23] vgl. Günther, Frank. Deutschunterricht in Frankreich und Französischunterricht in Deutschland. Eine Bestandsaufnahme zur Lage zweier Schulfremdsprachen im allgemeinbildenden Sekundarschulbereich. Düsseldorf: Institut Français, 2000, S. 36

[24] vgl. Favard, Jean. "Frankreich. Fremdsprachenunterricht in der Grundschule. Bilanz eines dreijährigen landesweit durchgeführten Schulversuchs" in: Prima 3/93, 1993, S. 58

[25] Günther, Frank, a.a.O., S. 40

[26] Günther, Frank, a.a.O., S. 41

[27] Günther, Frank, a.a.O., S. 42

[28] Günther, Frank, a.a.O., S. 43

Details

Seiten
231
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783832431914
Dateigröße
7.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v218885
Institution / Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz – Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft
Note
1,3
Schlagworte
kulturarbeit kulturwissenschaft kulturinstitute deutsch fremdsprache

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Titel: Das Goethe-Institut Paris