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Die Radikalisierung der Militärjustiz im "Dritten Reich"

Magisterarbeit 2000 156 Seiten

Geschichte - Sonstiges

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Die deutsche Wehrmachtsgerichtsbarkeit verhängte während des 2. Weltkrieges „im Namen des Volkes“ mindestens 12.000, nach neuesten Schätzungen sogar rund 50.000 Todesurteile, von denen annähernd 90 Prozent vollstreckt wurden. Standgerichte der Wehrmacht sowie der SS und der Polizei sind hier nicht mit einbezogen. Solche Zahlen sprengen jeglichen Rahmen der in der bisherigen Geschichte der Militärjustiz üblichen Spruchpraxis sowohl auf deutscher als auch auf alliierter Seite und stehen damit für einen „qualitativen und quantitativen Dimensionssprung“.
Wie konnte es zu einem derartig hohen Blutopfer kommen, dass praktisch zwei deutsche Divisionen nicht durch Kampfhandlungen, sondern durch die „Rechtssprechung“ der eigenen Militärsjuristen den Tod finden ließ? Wissenschaftliche Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass die schrittweise Durchdringung, Radikalisierung und schleichende Politisierung der Militärjustiz durch die NS-Ideologie Grund für diesen Exzess gewesen ist.
Die Erörterung dieser Frage, mit der ich mich bereits in einer Hausarbeit in dem Seminar „Die Wehrmacht im ‘Dritten Reich’“ befasst habe, möchte ich jetzt in einer 80 bis 120-seitigen Magisterarbeit noch umfassender und detaillierter behandeln. Ich weise an dieser Stelle darauf hin, dass die im Anschluss dargelegte Gliederung nur ein erster Arbeitsentwurf ist. Wie die jeweiligen Inhalte konkret und vor allem in welchem Umfang einfließen, kann sich erst im Laufe der Arbeit zeigen. Der Schwerpunkt wird aber ganz klar bei der „Radikalisierung der Militärjustiz“ liegen.
Gang der Untersuchung:
Im Hauptteil sollen folgende Themenbereiche zum Teil in Unter-, zum Teil in eigenständigen Kapiteln mit enger Orientierung am Thema zur Sprache kommen: Entstehung der Militärjustiz und ihre Entwicklung im 1. Weltkrieg und der Weimarer Republik, Vorbereitung der „neuen“ Militärjustiz 1933 - 1939 und deren Anwendung im Krieg durch das „Justiz-Offizierskorps“ (> z. B. die Theoretiker des „neuen“ Rechts, Militärrichter im Widerstand (> knapp), Zusammensetzung und Zahl der Feldgerichte, Standgerichte der letzten Tage), besondere Berücksichtigung der Verurteilung zum Tode (> z. B. wegen Wehrkraftzersetzung, Mundraub, Verstöße gegen die Manneszucht, Fahnenflucht (> Motive), Selbstverstümmelung , Gehorsamsverweigerung, Verweigerung des Wehrdienstes (> z. B. Zeugen Jehovas (> ausführlicher), der Fall Jägestätter (> knapp), Todesurteile nach Kriegsende), eine vorläufige […]

Details

Seiten
156
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783832428105
Dateigröße
10.4 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v218540
Institution / Hochschule
Fachhochschule Münster – Wirtschaft
Note
2,3
Schlagworte
wehrmacht-militärjustiz nationalsozialismus stand kriegsgerichte drittes reich weltkrieg

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Titel: Die Radikalisierung der Militärjustiz im "Dritten Reich"