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Ein Leitfaden für die Behandlung von Prozeßabwässern in Metallverarbeitungsbetrieben durch Kreislaufschließung

Vom Abwasser zur prozeßorientierten Wiederverwertung

Diplomarbeit 1998 189 Seiten

Ingenieurwissenschaften - Allgemeines

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Zusammenfassung:
Angesichts steigender Entsorgungskosten und restriktiverer Umweltgesetzgebung ist die Vermeidung von Emissionen aus industriellen Anlagen ein aktuelles Thema. In der metallverarbeitenden Industrie produzieren über 20.000 Betriebe Emissionen in Form von Abwasser.
Industrielle und gewerbliche Abwasserproduzenten sind gemäß der aktuellen europäischen und somit auch deutschen Rechtsprechung angehalten, prozessintegrierte Umweltschutzmaßnahmen umzusetzen. Dies trifft für die Bereiche Recycling und Stoffkreislaufführung insbesondere auf die Abwasserbehandlung oberflächenbearbeitender Industrieunternehmen zu.
Die Oberflächenbehandlung stellt diesbezüglich einen wesentlichen Prozessschritt dar und beinhaltet Methoden, bei denen das Werkstück durch Eintauchen in eine Prozesslösung mit einer Beschichtung oder elektrolytisch mit einem Metallüberzug versehen wird.
Hauptursache für das Entstehen von Abwasser und Abfällen ist die teilweise Ausschleppung der Prozessbäder in die Spülstufen. Diese Verschleppung beinhaltet neben prozessbedingt anfallenden Schadstoffen auch Wert- und Hilfsstoffe. Da mit einer zunehmenden Verschleppung die benötigte Spülwassermenge steigt, ist die Anwendung der geeigneten Spültechnik von großer Relevanz. Eine optimierte Spültechnik erhöht die Schad- und Wertstoffkonzentration im Abwasser und ist somit die Grundlage sämtlicher prozessintegrierter Recyclingverfahren der Prozesswasserbehandlung.
Durch die Prozessintegration ist die Schließung innerbetrieblicher Stoff- und Wasserkreisläufe gewährleistet. Somit kann ein Großteil der Wertstoffe - einschließlich des Trägerstoffes Wasser - in den Produktionsprozess zurückgeführt werden.
Die notwendige störungsfreie Kreislaufführung lässt sich durch optimierte, stabile Prozessbedingungen sicherstellen. Um auf diesem Wege eine Emissionsminderung sowie die ökonomische Verwertung aller eingesetzten Stoffe im Prozessverlauf zu erzielen, sind daher vor allem durch Recyclingverfahren verursachte Betriebsstörungen zu vermeiden. Hierzu sind allerdings detaillierte Kenntnisse über die Spezifikationen der zu behandelnden Prozessabwässer erforderlich, die in Abhängigkeit zu den einzelnen Methoden der Oberflächenbehandlung stehen.
Anhand der Methoden Galvanisieren, Beizen, Feuerverzinken, Lackieren, Leiterplattentechnik und Anodisieren wurde dargestellt, welchen Möglichkeiten und Einschränkungen prozessintegrierte Umweltschutzmaßnahmen unterliegen. Nach einer […]

Details

Seiten
189
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
1998
ISBN (eBook)
9783832427085
Dateigröße
7.8 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v218450
Institution / Hochschule
Technische Fachhochschule Georg Agricola für Rohstoff, Energie und Umwelt zu Bochum – Umwelttechnik
Note
1,3
Schlagworte
umwelttechnik produktionsintegrierter umweltschutz pius kreislaufschließung recyclingverfahren metallverarbeitende industrie

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Titel: Ein Leitfaden für die Behandlung von Prozeßabwässern in Metallverarbeitungsbetrieben durch Kreislaufschließung