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Die Emigration deutscher Wissenschaftler in die Türkei 1933-1945

Voraussetzungen - Bedingungen - Wirkungen

Magisterarbeit 1998 122 Seiten

Geschichte - Sonstiges

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Heutzutage scheint uns die Türkei nicht mehr so weit, wie im 18. Jahrhundert. In Deutschland leben heute ca. 2 Millionen Türken. Sie stellen damit die größte Gruppe von Ausländern in Deutschland. Obwohl die Türkei ein beliebtes Urlaubsland der Deutschen ist, bleibt ihre Geschichte der deutschen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Dies trifft besonders auf die Emigration von deutschen Wissenschaftlern in die Türkei während des "Dritten Reiches" zu, und das obwohl es dazu einige Veröffentlichungen gegeben hat. Erst seit die Türkei Natomitglied ist (1952) und vor allem seit sie die Vollmitgliedschaft zur Europäischen Union im April 1987 beantragt hat, rückt das Land in das Blickfeld Europas.
Schon kurz nach der Ablehnung der Europäischen Union, die Türkei als Vollmitglied aufzunehmen, bestimmten gegenseitiges Mißtrauen und beiderseitige Vorwürfe die zwischenstaatlichen Beziehungen. Das Gefühl der Freundschaft trat immer mehr in den Hintergrund. Die Schlagworte auf deutscher Seite betreffen Menschenrechtsverletzungen in der Türkei sowie die „Kurdenfrage“. Im Gegenzug dazu wirft die Türkei den Deutschen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus vor. An die Stelle der Erinnerungen über den gemeinsamen Waffengang im Ersten Weltkrieg und die freundliche Aufnahme von verfolgten Wissenschaftlern und Künstlern im "Dritten Reich" tritt mehr und mehr die Wahrnehmung einer Bedrohung durch radikale Moslime. Ich sehe diese Arbeit als einen Beitrag dazu, die gegenseitige Wahrnehmung wieder zu öffnen und den Blick auf Gemeinsamkeiten zu lenken.
Die vorliegende Arbeit "Die Emigration von deutschen Wissenschaftlern in die Türkei 1933 - 1945. Voraussetzungen - Bedingungen - Wirkungen" beschäftigt sich mit der Emigration rassisch und politisch verfolgter deutscher Wissenschaftler in die Türkei während der Naziherrschaft in Deutschland. Dabei faßt die Arbeit den Begriff "Wissenschaftler" weiter und versteht darunter nicht nur Naturwissenschaftler, sondern auch Musiker, Künstler und Architekten. Bei den Wissenschaftlern, die in die Türkei emigrierten, handelte es sich zumeist um Universitätsprofessoren, denen mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland die Möglichkeit genommen wurde, weiter dort zu arbeiten und zu leben.
Gang der Untersuchung:
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen, wie aus dem Untertitel bereits hervorgeht, die Voraussetzungen, Bedingungen und Wirkungen der Emigration in die Türkei. Es wird sich die Frage stellen, […]

Details

Seiten
122
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
1998
ISBN (eBook)
9783832421212
Dateigröße
1023 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v217954
Institution / Hochschule
Universität Hamburg – Geschichtswissenschaft
Note
2,0
Schlagworte
türkei juden nationalsozialismus emigration istanbul

Autor

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Titel: Die Emigration deutscher Wissenschaftler in die Türkei 1933-1945