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Krieg aus Dilettantismus

Politische Hintergründe für die Eskalation des Konfliktes um die Falkland-/Malvinas-Inseln bis zum Krieg zwischen Großbritannien und Argentinien

Diplomarbeit 1991 115 Seiten

Politik - Sonstige Themen

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
Der Falkland-/Malvinas-Konflikt zwischen Argentinien und Großbritannien, der sich im Frühjahr 1982 zu einem Krieg zwischen zwei dem westlichen Machtbereich angehörenden und mit den Vereinigten Staaten von Amerika verbündeten Ländern auswuchs, bietet ein Paradebeispiel dafür, wie eine politische Krise durch eine dilettantische Diplomatie, den Mangel an funktionstüchtigen Kontrollmechanismen sowie durch das Ignorieren von Eskalationssymptomen derartig außer Kontrolle geraten kann, so dass sich die beteiligten Entscheidungsträger (hier: die Regierungen Argentiniens und Großbritanniens) nicht mehr in der Lage sehen, die Krise außer mit militärischer Gewaltanwendung, das heißt Krieg, zu lösen. Angesichts der sich zur Zeit verschärfenden Krise um Kuwait erhält die vorliegenden Diplomarbeit zufällig einen aktuellen Bezug; dennoch würde es den Rahmen sprengen, etwaige Parallelen zwischen beiden Konflikten näher zu untersuchen.
Gang der Untersuchung:
Diese Arbeit soll sich mit einer Reihe politischer Hintergründe beschäftigen, die den Konflikt um die Falkland-/Malvinas-Inseln, der seit 1833 zwischen Argentinien und Großbritannien zwar öfter für eine Trübung der bilateralen Beziehungen gesorgt hatte, aber bis 1982 keine ernsthafte, zudem gewaltsame Auseinandersetzung verursachen konnte, zu einem mit modernen Waffen geführten Krieg eskalieren ließen. Untersucht werden unter anderem die zwischenstaatlichen Verhandlungen über einen Souveränitätstransfer die Inseln betreffend von Großbritannien an Argentinien im Vorfeld der eigentlichen Krise sowie die fehlerhaft betriebene Politik, die von beiden Kontrahenten unmittelbar vor Kriegsausbruch verfolgt worden war. Unberücksichtigt bleibt die militärisch-strategische Komponente, da die militärischen Kampfhandlungen, die letzten Endes den Kriegsausgang bestimmten, für die Entstehung der Krise nicht verantwortlich sind sowie für die Eskalation der Ereignisse, die schließlich zum Krieg um die Falkland-/Malvinas-Inseln führten, keinerlei Grundlage bilden. Die tatsächliche oder angebliche Relevanz der Inseln im Südatlantik hinsichtlich ihrer natürlichen Ressourcen (Erdöl, Fisch, Krill), soll nur kurz angesprochen werden, nämlich inwieweit tatsächlich ökonomische Interessen oder Hintergründe bei der Führung des Krieges eine Rolle spielten, die vor allem von Großbritannien als Legitimation für die Anwendung seiner gewaltsamen Reaktion auf die argentinische Invasion der Falkland-/Malvinas-Inseln […]

Details

Seiten
115
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
1991
ISBN (eBook)
9783832406660
Dateigröße
5.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v216596
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Unbekannt
Note
1,8
Schlagworte
argentinien falkland-inseln großbritannien lateinamerika thatcher

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Titel: Krieg aus Dilettantismus