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Studien zum Amerikabild Dickens'

Dickens' Eindrücke von seiner Amerikareise 1842

Examensarbeit 1976 72 Seiten

Amerikanistik - Sonstiges

Zusammenfassung

Inhaltsangabe:Einleitung:
In dieser Arbeit sollen Charles Dickens' Eindrücke von seiner Amerika-Reise im Jahre 1842 analysiert werden. Es ist ferner zu klären, wie er zu seinen Beurteilungen darüber gekommen ist. Nach Amerika zu reisen, wünschte er sich schon Jahre vorher. Bereits 1839 hatte er einen großen Teil seines Geldes in Aktien für den Aufbau der Stadt Cairo am Zusammenfluß von Mississippi und Ohio investiert - eine Fehlinvestition, wie sich später herausstellte. Ursache seines großen Interesses an Amerika waren sicher auch die politischen Ereignisse jener Zeit: Vom amerikanischen Unabhängigkeitskampf gegen England und von der französischen Revolution erhofften sich viele Engländer einen Wechsel ihres Status vom viktorianischen Untertanen zum Republikaner. Sie blickten neidvoll über den Atlantik, seitdem Englands älteste und stolzeste Kolonie in der neuen Welt, Virginia, l776 mit ihren "Bill of Rights" ein amerikanische Ideale verkörperndes Grundgesetz erlassen hatte. Während in England der Obrigkeitsstaat herrschte, wuchs drüben die Republik heran, die ebenso vom Vertrauen in die Kraft des einzelnen geprägt war wie vom Mißtrauen in jegliche staatliche Kompetenz.
Amerikas junge Historie wurde Sinnbild der Chancen der Freiheit, des freien Mannes, der Chancen auch des Wagnisses. Fast alle großen Liberalen des 19. Jahrhunderts idealisierten Amerika als Stätte, an der die revolutionären Ideen von der persönlichen Freiheit und der politischen und sozialen Gleichheit realisierbar erschienen. So erging es auch dem Liberalen Dickens, der auf der anderen Seite des Ozeans eine neue demokratische Welt zu finden erwartete. Auch er war davon überzeugt, daß England nun bald in die Fußstapfen Amerikas treten werde.
Hinzu kam, daß der erfolgreiche und populäre Schriftsteller im Laufe des Jahres 1841 von prominenten Amerikanern Briefe voll herzlicher Verehrung erhalten hatte, daß der Gedanke, Amerika zu sehen und die gewonnenen Eindrücke schriftstellerisch zu verwerten, bald zum Entschluß reifte. Vor ihm hatten berühmte Europäer Amerika besucht und ihre Beobachtungen in ihren Werken veröffentlicht, z.B. Alexis Charles Clérel de Tocqueville (1805-1859), der nach einem einjährigen Aufenthalt 1831/32 in Amerika "De la Démocratie en Amérique" schrieb oder Frances Milton Trollope (1780-1863), die von 1829-1832 einen kleinen Laden in Amerika betrieb und ihre Erfahrungen in dem Buch "Domestic Manners of the Americans" niederschrieb7). Eine andere Engländerin, […]

Details

Seiten
72
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
1976
ISBN (eBook)
9783832405755
Dateigröße
3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v216509
Institution / Hochschule
Universität Hamburg – Unbekannt
Note
1,0
Schlagworte
amerikas historie reisebeschreibungen briefen buch american notes sturm kritik

Autor

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