Lade Inhalt...

Kinder im Heim oder in Ersatzfamilien - eine Gratwanderung der Entscheidungen

Diplomarbeit 2006 116 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

1. Einleitung

Ein Kind ist ein vollwertiger Träger eigener Menschenwürde und hat als Grundrechtsträger Anspruch auf den Schutz des Staats[1]. Die allgemein anerkannten Werte wie Achtung vor dem Leben, körperliche Unversehrtheit, Recht und Gerechtigkeit gelten auch und insbesondere für das Kind und sind ihm rechtlich zugesichert. Ein Kind ist darauf angewiesen, dass Eltern ihre eigenen Belange in Einklang bringen mit den Bedürfnissen des Kindes, so dass dieses in seiner Entwicklung keinen Schaden nimmt. Ist sein körperliches, geistiges oder seelisches Wohl gefährdet, so ist alles daran zu setzen, die Gefährdungslage dieses Kindes durch geeignete Maßnahmen abzuwenden und ihm den erforderlichen Schutz zu gewähren. Dieser Begriff der Kindeswohlgefährdung, der sich wie ein roter Faden als Leitlinie des Handelns durch die vorliegende Arbeit ziehen soll, wird wie folgt beschrieben: „Kindeswohlgefährdung ist die Überforderung der Kompetenzen eines Kindes, vor allem der Kompetenzen, die ungenügende Berücksichtigung seiner Bedürfnisse in seinen Lebensbedingungen ohne körperliche und/oder psychische Folgen zu bewältigen.“[2] Dass die Gefährdung von Kindern und Jugendlichen kein Randthema unserer Gesellschaft ist, beweisen die entsprechenden statistischen Daten. Jährlich müssen etwa 5.000 Kinder aus ihrer leiblichen Familie herausgenommen werden[3]. Sie werden aufgefangen vom System der Kinder- und Jugendhilfe, dessen wesentliche Säulen die Heimerziehung und das Pflegekinderwesen sind.

Ich habe lange Jahre als Erzieherin in verschiedenen Heimen gearbeitet, also diese Form der Kinder- und Jugendhilfe sehr gut kennengelernt und mitgestaltet. Dort hatte ich viele Kontakte mit Kindern, die in Pflegefamilien vermittelt wurden oder auch wieder aus solchen zurückkamen. Ich habe persönliches Leid und Freude miterlebt, z.T. bestehen Verbindungen zu Kindern über Jahre hinweg. Sie schreiben Briefe, rufen an und besuchen ihre ehemaligen Erzieher, und man kann ihre Entwicklung ein Stück weit mitverfolgen. Durch das Thema dieser Diplomarbeit besteht nun für mich die Möglichkeit, das Gebiet der Pflege umfassend zu beleuchten. In der Literatur ist das Leben von Kindern im Heim hinreichend betrachtet wurden. Zum Pflegekinderwesen gibt es erst in jüngerer Vergangenheit vermehrt Veröffentlichungen, in denen Stellung, Arbeitsweise und Ziele zum Teil kontrovers diskutiert werden. Deshalb habe ich mir in der vorliegenden Arbeit die Pflegefamilie zum Schwerpunkt gemacht und stelle zur Alternative der Heimerziehung nur vergleichende Betrachtungen an.

Die Arbeit beginnt mit einem allgemeinen theoretischen Teil zur Basis des Pflegekinderwesens; Geschichte, rechtliche Grundlagen, Wirksamkeit und Ausprägung werden dargestellt und abgerundet mit einer Sammlung statistischer Angaben zu wichtigen Größen des Pflegekinderwesens. Aus dem Raum Leipzig haben sich dankenswerterweise acht Pflegefamilien zur Verfügung gestellt, mit denen ich ein ausführliches Interview zu über 100 ausgewählten Fragen durchführen konnte. Dieser Auswertung widmet sich der zweite Teil der Arbeit. Ausgehend von den Erläuterungen der Methodik des Interviews sowie theoretischen Betrachtungen zum Bindungsverhalten und Milieu der Herkunft wird der Verlauf der Pflegeverhältnisse analysiert. Ich nehme einen Vergleich zwischen sozialpädagogischen Sollvorgaben und dem realen Ist-Zustand in den acht Pflegefamilien bzw. zusätzlichen eigenen Erfahrungen vor. Die Zusammenfassung der Resultate, Ratgeber für weiteres Handeln und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung des Pflegekinderwesens bilden den Abschluss der Arbeit.

2. Grundlagen des Pflegekinderwesens

2.1 Begriffsklärungen

2.1.1 Pflegekind

Zur Begrifflichkeit des Pflegekindes existieren rechtlich und sozialpädagogisch uneinheitliche Definitionen. Hier einige Beispiele: Zum einen nennt man Pflegekind einfach ein minderjähriges Kind, das bei einer anderen als seiner leiblichen Familie aufwächst, ohne von ihr adoptiert zu werden[4]. Das JWG formuliert etwas konkreter: „Minderjährige unter 16, die sich dauernd oder nur für einen Teil des Tages, jedoch regelmäßig außerhalb des Elternhauses in Familienpflege befinden, sind Pflegekinder.“[5] Damit werden Jugendliche ab 16 sowie Kinder und Jugendliche, die bei Verwandten unterschiedlichen Grades aufwachsen, aus der Bezeichnung Pflegekind herausgenommen. Aus sozio-psychologischer Sicht sind Pflegekinder Kinder und Jugendliche, die in privaten Haushalten von Einzelpersonen, Familien oder Lebensgemeinschaften kurz- oder langfristig tagsüber oder Tag und Nacht versorgt werden bzw. aufwachsen[6]. Im Öffentlichen Recht gibt es weitere abweichende Beschreibungen. Merkmale der Charakterisierung sind z.B. die Dauer der Pflege oder die Anzahl der Kinder[7]. Die Definitionen meinen im Wesentlichen das gleiche, setzen aber andere Schwerpunkte. Tatsache ist, dass das Pflegekind ein Kind mit zwei Familien ist, da in der Regel die leiblichen Eltern noch existieren. Ausgangspunkte der Herausnahme sind die mangelnde Funktionstüchtigkeit dieser Familie und die damit verbundene Gefährdung des Kindes. Viele Kinder haben Missbrauch, Gewalt und Vernachlässigung erfahren, oft alles gleichzeitig und sind traumatisiert. Mit seiner alten Identität wird das Kind, teilweise erst nach wechselnden Heimaufenthalten in die Pflegefamilie gegeben und muss mit den dort herrschenden Werten und Normen neue Bindungen aufbauen und ggf. eine neue Identität finden. Darauf wird noch ausführlich unter Punkt 3.2 und 3.4 eingegangen. Besonders charakterisiert wird der Status des Pflegekindes durch den vordergründigen Verlust der leiblichen Familie, aber auch durch die Spannungen im Gefüge zwischen dieser leiblichen Familie und der Pflegefamilie sowie durch den Widerspruch zwischen einem privaten Leben in der Pflegefamilie und der staatlichen Kontrolle dieses privaten Lebens.

2.1.2 Familienpflege, Pflegefamilie

Eine Pflegefamilie wird lt. KJHG definiert als „die Personen (auch Alleinstehende), die im Rahmen der Vollzeitpflege für die Betreuung und Erziehung des Pflegekindes zuständig sind“[8]. Ein Kind kann direkt von den Erziehungsberechtigten in eine Pflegefamilie gegeben werden oder es findet eine Vermittlung durch das Jugendamt im Rahmen der Erziehungshilfen statt. Jeder kann sich als Pflegeperson bewerben. Als Motive zur Aufnahme eines Kindes werden genannt – soziale Verantwortung, christliche Nächstenliebe, der Wunsch nach eigenen oder weiteren Kindern, Lebensbereicherung, materielle Gründe oder auch Stabilisierung der eigenen Ehe[9]. Die Pflegefamilie wird beauftragt und nach Erteilung der dafür vorgesehenen Pflegeerlaubnis begleitet vom Jugendamt, d.h. die Pflegefamilie ist keine ausschließlich private Familie mehr, sondern eine Institution des Jugendamtes per Vertrag. Notwendig ist deshalb die Bereitschaft zur Öffnung des Privatlebens gegenüber der Öffentlichkeit. Die Pflegeperson erhält die Personensorge über das Kind, nicht aber das Aufenthaltsbestimmungsrecht, und sie wird auch nicht gesetzlicher Vertreter. Nach gesetzlicher Vorschrift wird ein Hilfeplan erstellt, an dem alle beteiligten Personen mitarbeiten sollen. Dieser Plan wird regelmäßig überprüft. Pflegefamilien erhalten ein Pflegegeld für den Aufwand bei der Betreuung des Pflegekindes und als Entlohnung für die erzieherische Leistung (s. auch 2.3.2).

Das Leben in einer Pflegefamilie bietet für das Kind Überschaubarkeit, zeitliche und personelle Kontinuität, Nähe im praktischen Leben und eine natürliche Alltagswelt im Gegensatz zu Heimerziehung mit künstlichen Strukturen. Familie steht für emotional dichte Beziehungen und Bindungen, für Sicherheit und Geborgenheit[10]. Mit der Vermittlung des Kindes in eine Pflegefamilie wird deshalb ausdrücklich angestrebt, dass Bindungen entstehen. Besonders bei sehr kleinen Kindern können diese entstehenden Bindungen denen von leiblichen Familien ähneln. Diese frühen Bindungen sind besonders zu schützen. Sieht man die Identitätsentwicklung als einen lebenslangen Prozess an, so finden die Kinder in einer Pflegefamilie meist alle Voraussetzungen zur weiteren Persönlichkeitsentwicklung. Die besonderen Chancen in einer Pflegefamilie liegen in der personalen Konzentration und Vertrauen ermöglichenden Übersichtlichkeit. Auch die Intimität der Familie bietet Chancen – jedes Mitglied hat das Gefühl, etwas wert zu sein. Das familiäre Wertesystem kann z.T. öffentlichen Normen widersprechen, aber hat den Vorteil, dass auch der nicht Leistungs- bzw. Konkurrenzfähige nicht verdrängt wird. Es herrscht ein Klima des persönlichen Angenommenseins. Der gesamte Interaktionsbereich kann freundlich gestaltet werden, außerdem ist das Lernfeld überschaubar, so dass Selbstvertrauen und Sicherheit gewonnen werden können.

2.1.3 Pflegekinderwesen

Das Pflegekinderwesen bildet neben der Heimerziehung eine der traditionellen Formen der Fremderziehung außerhalb des Elternhauses[11]. Es stellt genau wie sie ein Angebot zur Sicherung des Erziehungsanspruches Minderjähriger dar. Da wirtschaftliche und politische Konstellationen ihren Einfluss auf die Bewertung des Pflegekinderwesens haben, wechselten sich in der langen Geschichte von Inpflegegabe und Heim- bzw. Anstaltserziehung die Prioritäten regelmäßig ab, die die Gesellschaft diesen beiden Formen beimaß. Schon immer lag also eine Gratwanderung bei den einzelnen Fallentscheidungen vor, deshalb wurde für die vorliegende Arbeit auch der entsprechende Titel gewählt. Das BMJFG schrieb 1980 als aktuellen Stand fest, dass das Pflegekinderwesen der Heimerziehung als vorrangig gilt[12]. Dem ist insofern zuzustimmen, dass der Aspekt der Familie mit seiner Möglichkeit der Sozialisation in einem konstanten Beziehungssystem viele Vorteile bietet (s. 2.1.2). Auch die finanziellen Erwägungen lassen die Pflege in der Familie für die Kommunen günstiger erscheinen als die Heimerziehung. Das Pflegekinderwesen sollte trotzdem kritisch und unvoreingenommen betrachtet werden, da die Institution Familie längst nicht mehr so idealisiert und intakt auftritt, wie immer noch oft behauptet wird. Besonders wirtschaftliche Notlagen führen immer wieder zu Instabilität und Tendenzen der Auflösung. Gefördert werden soll das Pflegekinderwesen dennoch. Der Kostenaspekt ist nach wie vor für die Städte und Gemeinden nicht zu unterschätzen. Und auch wenn das Bild der Familie in Teilen der Realität nicht entspricht, es gibt viele Fälle, in denen das Kind in der Pflegefamilie besser aufgehoben ist als im Heim. Alle Fälle sind genau abzuwägen, und wenn die Vorteile einer Heimunterbringung überwiegen (s. 2.1.4), dann sollte auch die Entscheidung zugunsten des Heims getroffen werden. Konfliktpotential bietet das Pflegekinderwesen in seinem nach wie vor rechtlich ungesicherten Status, in der auf zeitliche Begrenzung angelegten Unterbringung, im Spannungsfeld Herkunftsfamilie – Pflegefamilie und im Paradoxon, dass die Pflegefamilie zugleich private und öffentliche Familie ist. Nötig ist vor allem eine kompromisslose Vertretung des Kindeswohls bei allen juristischen Entscheidungen, hier spielen oft noch die Interessen der beteiligten Erwachsenen eine zu dominante Rolle.

2.1.4 Heimerziehung

Wie bereits erwähnt, stellt die Heimerziehung die zweite traditionelle Form der Fremderziehung dar. Man versteht darunter eine stationäre Maßnahme der familienersetzenden Erziehungshilfe; qualifizierte Mitarbeiter leisten professionelle Erziehungsarbeit. Ihre Aufgabe besteht im wesentlichen darin, „begonnene und durch den vorübergehenden oder dauernden Ausfall der leiblichen Eltern unterbrochene bzw. gestörte Sozialisation fortzuführen“[13]. Dieser Prozess ist so zu gestalten, dass dem Kind eine seinen Anlagen und Fähigkeiten entsprechende Entwicklung zu einer selbständigen, entscheidungsfähigen und gesellschaftlich integrierten Persönlichkeit ermöglicht wird. Heimerziehung findet ihre Anwendung bei plötzlichem und unvorhersehbarem Ausfall der Familie (Krankheit, Unfall, Tod), Versagen der leiblichen Eltern und schwerwiegenden Störungen der kindlichen Entwicklung im emotionalen, sozialen und körperlichen Bereich[14].

Es gibt verschiedene Arten von Heimunterbringung, die es möglich machen, dem Kind eine optimale Hilfe bei der weiteren Entwicklung zu gewährleisten. Heilpädagogische bzw. heilpädagogisch orientierte oder therapeutische Heime bieten andere Möglichkeiten als Erziehungsheime, Behindertenheime und Internate. Kinderdörfer und Kinderhäuser sowie Jugendwohnheime und Jugendwohngemeinschaften lassen altersgerechte Differenzierungen zu.

Die Heimerziehung ist generell langfristigen Zielen verpflichtet. Sie wurden im § 34 KJHG dahingehend formuliert, dass die Rückkehr des Kindes in die leibliche Familie erreicht werden soll; falls dies nicht möglich ist, soll die Erziehung in einer anderen Familie oder familienähnlichen Lebensform vorbereitet werden sowie außerdem die Verselbständigung der Kinder und Jugendlichen gefördert und begleitet werden[15]. Ursprünglich war Heimerziehung auf Dauer angelegt und wurde als eigenständige Erziehungsform betrachtet. Eine Änderung des KJHG im Jahre 1993 präzisiert aber nach vielen vorangegangenen Diskussionen über Vor- und Nachteile der Heimerziehung ihre Aufgabe als „auf längere Zeit angelegte Lebensform, die auf ein selbständiges Leben vorbereitet“[16]. Heimerziehung ist gegenüber anderen Formen der Erziehungshilfe vor allem dann im Vorteil, wenn Verhaltens- bzw. Entwicklungsstörungen ein durchgängig therapeutisches Milieu benötigen, um behandelt werden zu können. Diese Störungen können sich z.B. so auswirken, dass zwei erwachsene Bezugspersonen in einer Familie nicht ausreichen, um die jeweilige persönliche Problematik zu ertragen und zu verarbeiten. Beeinträchtigungen dieser Art können sich außerdem so äußern, dass das betroffene Kind mehr Raum benötigt, als in dem eng strukturierten emotionalen Beziehungsgeflecht einer Familie gegeben ist. Die Bezugsgruppe der Gleichaltrigen, die Möglichkeiten der Identifikation gibt, ist bei Heimunterbringung entsprechend größer als in einer Familie und kann ebenfalls von Vorteil für die weitere Entwicklung sein. Konkrete Vergleiche zu Vor- und Nachteilen der Heimerziehung und Pflegefamilien werden im Laufe der Arbeit noch vorgenommen. Generell kann gesagt werden, dass Heimerziehung ihren festen Platz in der familienersetzenden Erziehungshilfe beansprucht und auch besitzt, ihre Qualität hängt aber u.a. ab von den finanziellen Möglichkeiten und Rahmenbedingungen sowie den eröffneten Handlungsspielräumen.

2.2 Geschichte des Pflegekinderwesens

2.2.1 Die historische Entwicklung von den Anfängen bis 1945

Die Geschichte des Pflegekinderwesens ist prinzipiell so alt wie die Menschheit selbst. Immer hat es Ereignisse gegeben, die Kindern ihr natürliches Umfeld, ihre leibliche Familie zerstörten. Krankheiten, Kriege, Epidemien machten viele Kinder zu Waisen. Aber auch in früher Zeit gab es bereits Verhältnisse, in denen Kinder vernachlässigt, misshandelt oder gar ausgesetzt wurden. Zugleich fand sich aber immer die von Boswell so genannte „Freundlichkeit der Fremden, Menschen, die sich vom Schicksal der Kinder anrühren ließen und ihm eine Wende zu geben sich bemühten“[17]. Dabei entwickelten sich von Anfang an drei Säulen der Hilfe – in der eigenen Familie, in der Anstalt und in der Pflege. Diese Geschichte des Pflegekinderwesens, auch Ammenwesen, Haltekinder- und Ziehkinderwesen genannt, soll im folgenden dargestellt werden.

Von der Antike bis ins Mittelalter hinein wurden Waisen und Halbwaisen in der Regel von der Sippe als nächste Blutsverwandte aufgenommen. Den ältesten männlichen Verwandten bezeichnete man als den „geborenen Vormund“[18]. Für Waisen und Findlinge ohne Sippe hingegen war eine spezielle Fürsorge notwendig. Sie wurden von Anfang an von der Gemeinschaft als besonders schützenswert betrachtet. Es wurden z.B. in einer wieder entdeckten Kirchenordnung des 4. Jahrhundert konkrete Regeln gefunden – „verwaiste christliche Knaben, sollen von Brüdern, die keine Kinder haben, angenommen werden, und Mädchen von einem Mann, der einen Sohn hat“[19]. In dieser Zeit vermittelten die Kirchen die Kinder in so genannte „Inpflegegaben“. Es gab aber auch kleine eigenständige Anstalten zur Versorgung von Fremden, Kranken und Pilgern, die Klöstern angeschlossen waren[20]. Diese Vorkehrungen mussten getroffen werden, um ein Aussetzen oder Töten der Kinder im großen Stil zu verhindern.

Im Hochmittelalter wurden auf Initiative verschiedener Orden, z.B. des Johanniter-Ordens, Hospitäler gegründet, die sich intensiv um die meist vor den Kirchentüren ausgesetzten Kinder kümmern sollten.

Zur Entstehung von bürgerlichen und städtischen Stiftungen kam es im 15. Jahrhundert. Nach und nach wurde es üblich, die Kinder außerhalb der Anstalt zu Ammen zu geben. Um den „fremdplatzierten“ Kindern ein Überleben zu ermöglichen, zahlte man an die Frauen ein geringes Entgelt, den Ziehlohn. Seit dieser Zeit wurden die Kinder als „besondere, der Erziehung bedürftige soziale Kategorie wahrgenommen“[21]. So enthielten die Anstaltsordnungen der Findel- und Waisenanstalten genaue Anweisungen zur Erziehung der Kinder, zu Ernährung und Hygiene. Bis zum Beginn des Dreißigjährigen Krieges 1618 waren ca. ebenso viele Kinder in Pflegestellen untergebracht wie in Findel- und Waisenhäusern[22]. Mit Ausbruch des Krieges nahm die Pflegeerziehung aber stetig ab. Gründe dafür waren die Dezimierung der Pflegefamilien als solche durch Seuchen und Kriegsfolgen, außerdem waren die verbleibenden Familien durch den Krieg meist selbst in Not geraten, so dass die noch nicht zum Familienunterhalt beitragenden Kinder eine zu hohe Belastung darstellten. Außerdem stellten viele Städte ihre Pflegezahlungen durch die Kriegslasten ein.

Im sogenannten Waisenhausstreit, der sich unter Beteiligung vieler Städte über Jahrzehnte von 1770 bis 1820 erstreckte, trafen Befürworter und Gegner der Anstalts- und Familienpflege aufeinander. Am Ende konnten sich die Befürworter einer neuen Waisenhauserziehung argumentativ durchsetzen. Hier einige ausgewählte Punkte, die eine Erziehung in einem Waisenhaus damaliger Zeit notwendig werden ließen: z.B. erhielten die Kinder auf dem Lande keinerlei Schulbildung, weil sie mit in der Landwirtschaft helfen mussten, die hygienischen Verhältnisse waren in der Pflegefamilie keineswegs besser als im Waisenhaus, zur Inpflegenahme eines Kindes erklärten sich nur Familien der untersten sozialen Schichten bereit. Im Ergebnis des Waisenhausstreites folgte eine Reformierung der Anstaltserziehung und eine Systematisierung der Pflegekinderunterbringung[23].

Nach dem Scheitern der bürgerlichen Revolution von 1848 setzte vehement die industrielle Revolution ein. So kam es zur Verarmung breiter Bevölkerungsschichten, was sich wiederum auf die Pflegefamilien auswirkte. Es gab fast nur noch im Industriearbeitermilieu Familien, die sich bereit erklärten, ein Kind in Pflege zu nehmen. Wichtigstes Motiv dafür war eine weitere Arbeitskraft zur Sicherung des Lebensunterhaltes. Wieder einmal häuften sich die Klagen über die mangelnde Qualität von Pflegefamilien und die „Folgen vernachlässigter Pflege“[24].

Das erste Gesetz zum Schutz von Pflegekindern trat 1879 in Hessen in Kraft, welches vorsah, dass Familien, die ein Kind aufnehmen wollen, eine polizeiliche Pflegeerlaubnis benötigen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelten sich erste Ansätze eines Pflegekinderwesens unter behördlicher Aufsicht. Der Deutsche Verein für Armenpflege und Wohltätigkeiten war bemüht, die einheitliche Aufsicht aller bei fremden Leuten untergebrachten Kinder dem Gemeindewaisenrat zu unterstellen. Er erließ außerdem einen detaillierten Katalog von Pflichten und Anweisungen für die Pflegefamilie. Nach ständiger Weiterentwicklung über die nächsten Jahre konnte endlich manifestiert werden, dass nicht mehr die Bedürfnisse der Pflegeeltern nach Unterhalt und Entlastung sowie die kostengünstigste Lösung der Anstaltserziehung im Mittelpunkt stehen, sondern die Bedürfnisse des Kindes, oder zumindest dessen Schutz vor Ausbeutung und Ausnutzung. Die Familienpflege habe den Zweck, für die Kinder neue Aufwuchsbedingungen zu schaffen, „bei denen sie ohne weitere Einschränkungen gleich den Angehörigen der Familien leben“[25]

Durch den I. Weltkrieg stieg die Zahl der Waisenkinder stark an. Die vorhandenen Waisenhäuser konnten die Kinder nicht mehr aufnehmen, für den Bau neuer Heime fehlte das Geld. Daraufhin wurden Kriegswaisen vorwiegend in Familien auf dem Land untergebracht.

Nach dem Krieg kam es mit dem Erlaß des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes zu einer Neuordnung des Pflegekinderwesens. Das Jugendamt wurde als einheitliche Behörde für alle Maßnahmen zur Förderung der Jugendwohlfahrt (Jugendpflege und Jugendfürsorge) bestimmt sowie der Schutz der Pflegekinder, einheitlich für alle Kinder unter 14 Jahren, namentlich benannt und in den §§ 19-31 festgelegt.

In der Zeit des Nationalsozialismus blieb das RJWG im wesentlichen erhalten, wurde aber im nationalsozialistischen Sinne korrigiert. Im Erlass des Preußischen Ministeriums des Innern von 1937 hieß es bspw., es müsse ein Nachweis über die Abstammung des Kindes und der Bewerber vorgelegt werden[26]. Es kam zu einer kurzen Blütezeit der Pflegefamilien. Die Familien wurden als Keimzelle der gesunden Volksgemeinschaft propagiert, sie erhielten auch umfangreiche materielle und staatliche Förderungen sowie öffentliche Belobigungen und Ehrungen. Von der Organisation her blieb die Pflegekinderaufsicht über die Familien beim Jugendamt, soweit es sich um eine hoheitliche Aufgabe handelte. Im Gegensatz dazu wurde die erzieherische Kontrolle der Pflegefamilien nach 1933 der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) übergeben. Sie war somit für den ganzen Prozess der Vorbereitung, Vermittlung und Beratung der Pflegekinder zuständig, was wiederum die Nähe zum nationalsozialistischen Machtapparat sicherte.

Resümierend kann gesagt werden, dass der Familienerziehung im Gegensatz zur Heimerziehung auch im Bereich des Jugendwohlfahrtswesens Vorrang eingeräumt wurde, was der Wertschätzung der Familie entsprach. Aber es gab auch Vorbehalte, da die Pflegekinder nicht zur blutsverwandten Familie gehörten.

2.2.2 Die Geschichte des Pflegekinderwesens nach 1945

Nach Ende des Krieges und des Nationalsozialismus konnte nur langsam mit dem Aufbau eines Pflegekinderwesens begonnen werden. In Zeitdokumentationen wird auf den großen Mangel von Pflegefamilien hingewiesen. Man war gezwungen, die Kinder in den sehr teuren und schlecht ausgestatteten Kinderheimen unterzubringen. Pflegekinder aufzunehmen war zur dieser Zeit nicht attraktiv, es gab nur eine Mindestunterhaltsrente für die Kinder. Immerhin besannen sich einige Städte auf die Tradition aus der Weimarer Republik – es kam zur Wiederbelebung der sogenannten Landpflege. Die ländlichen Pflegefamilien wurden sowohl für die Dauerunterbringung als auch zur Erholungsfürsorge für die Kinder aus vernachlässigten Familien und für Heimkinder genutzt[27].

In der Zeit des Wirtschaftswunders der 50er Jahre entwickelte sich die Familie zum Inbegriff des Ortes, an dem eine positive Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit möglich ist. Deshalb wurde die Inpflegegabe in „intakte“ Familien stark forciert und das Pflegekinderwesen zu einer anerkannten, aber der Heimerziehung nachgeordneten Erziehungsform.

Die Bundesregierung forderte im Dritten Jugendbericht von 1973 von den Jugendämtern „Werbung von Pflegefamilien, intensive vorbereitende und begleitende Hilfe für Pflegekinder, Pflegefamilien und Eltern sowie Sorge für eine angemessene Vergütung für die Erziehungsleistung der Pflegeeltern“[28]. Das bedeutete, dass die Pflegeeltern einen Anspruch auf gezielte Beratung und Unterstützung durch sozialpädagogische Fachkräfte erhalten sollten. Zur Erfüllung dieses staatlichen Auftrages wurden neue Konzepte für Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation mit Pflegeeltern und –kind entwickelt. Im Ergebnis lässt sich konstatieren, dass das Pflegekinderwesen sich allmählich von der Heimerziehung emanzipierte und zu einem eigenen System wurde. Die Zahl der Kinder in Familienpflege erhöhte sich von 1969 bis 1975 um 20.000, bei gleichzeitigem Rückgang von 17.000 Kindern in Unterbringung im Heim[29].

In den 80er Jahren wandelte sich das Bild des Pflegekinderdienstes. Die Pflegefamilie als Ersatzfamilie sollte sich zu einer Ergänzungsfamilie verändern. Aufgrund der gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Bindungstheorie erfuhren die bisherigen Bindungen des Kindes eine zunehmende Wertschätzung. Es ging hier mehr um einen neuen theoretischen Ansatz als um einen radikalen Wechsel in der Praxis des Pflegekinderdienstes. Die Pflegeeltern sollten z.B. mit den Herkunftseltern des Kindes in Beziehung treten und die Kontakte zu ihr für das Pflegekind erhalten. Gegner dieser Kontroverse argumentieren noch heute, dass ständige Kontakte mit der leiblichen Familie gerade der falsche Weg sind, um die Traumata zu verarbeiten und neue Bindungen aufzubauen. Ergebnis dieser Diskussion war auf jeden Fall, dass in vielen Jugendämtern Spezialabteilungen eingerichtet wurden, die sich auf die Arbeit mit Herkunftsfamilien und Pflegefamilien gleichermaßen konzentrieren können.

Die 90er Jahre waren besonders gekennzeichnet durch das Inkrafttreten des Kinder- und Jugendhilfegesetzes am 01.01.1991, aber auch durch finanzielle Krisen der Kommunen. Neben die modernisierte Heimerziehung und das Pflegekinderwesen traten in zunehmendem Maße familienorientierte ambulante und teilstationäre Hilfen. Da die Anforderungen an Pflegeeltern im Zuge der milieunahen Orientierung und dem sich wandelnden Klientel (geschädigte, vernachlässigte, psychisch kranke Kinder) stark stiegen – es wurde z.B. eine bewusste pädagogisch-therapeutische Haltung gewünscht, eine formale Ausbildung, Unterstützung bei der Reintegration in die Herkunftsfamilien u.ä., musste ein deutlicher Rückgang der Bewerber verzeichnet werden, der auch in der Gegenwart anhält. Hier sind Ansatzpunkte für die Tätigkeit der Jugendämter und freien Träger, die vermehrt in diese Arbeit engagiert sind.

Zum Pflegekinderwesen in der ehemaligen DDR geht aus der Literatur nur wenig hervor. Nach Beendigung des II. Weltkrieges dominierte in der DDR weiterhin die Heimerziehung. Bis zur Wende gab es nur wenige Alternativen. Deshalb hat sich der Teil der Geschichte nach 1945 schwerpunktmäßig auf das alte Bundesgebiet konzentriert.

2.3 Rechtliche Grundlagen

2.3.1 Das Recht der Pflegekindschaft im BGB

In Abschnitt 2.2 wurden Anfänge, Entwicklung und wechselnde Wertigkeit der Pflege ausführlich geschildert. Obwohl sie schon Jahrhunderte fester Bestandteil unserer Gesellschaft ist, tut sich der Gesetzgeber schwer, diesen Bereich umfassend rechtlich zu regeln. Auch im Jahre 1900 bei der Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) wurde versäumt, die Pflegekindschaft als wichtiges privatrechtliches Thema auszugestalten bzw. Pflegekinder überhaupt zu erwähnen.

Am 18. Juli 1979 trat das Gesetz zur Neuregelung des Rechts der elterlichen Sorge in Kraft, daraus wurden einige Regelungen in das Familienrecht des BGB aufgenommen. Es folgen nun einige Erläuterungen in numerischer Reihenfolge.

Erster wesentlicher Punkt ist der § 1626. In ihm sind die Grundsätze der elterlichen Sorge geregelt. So heißt es im Absatz 1: 1„Die Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen (elterliche Sorge)“. 2„Die elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und das Vermögen des Kindes

(Vermögenssorge)“. Besonders eingeräumt wird in Absatz 3 der persönliche Umgang des Kindes mit beiden Elternteilen und anderen nahe stehenden Personen, zu denen das Kind Bindungen besitzt. Es wird natürlicherweise davon ausgegangen, dass der Umgang mit diesen Personen dem Wohl des Kindes dient. Bei einem Pflegekind ist aber genau zu prüfen, ob es nützliche oder ungünstige Auswirkungen hat, wenn Kontakt zu den Eltern besteht. Die Trennung von Mutter und Vater erfolgte ja letztlich im Gegensatz zu Scheidungskindern, weil die Eltern nicht in der Lage sind, ihr Kind angemessen zu erziehen[30]. Hier ist die Rechtssprechung gefordert, das Wohl des Kindes stärker zu beachten.

Weiterhin bedeutsam ist der § 1630, darin besonders Absatz 3. Dort heißt es: „Geben die Eltern das Kind für längere Zeit in Familienpflege, so kann das Familiengericht auf Antrag der Eltern oder der Pflegeperson Angelegenheiten der elterlichen Sorge auf die Pflegeperson übertragen“. Durch richterliche Entscheidung erhalten die Pflegeeltern die Rechtsstellung eines Pflegers und werden damit zum gesetzlichen Vertreter des Pflegekindes: Es können z.B. Entscheidungen über die Schullaufbahn des Pflegekindes oder notwendige medizinische Eingriffe des Kindes getroffen werden.

§ 1632, Absatz 4 regelt die Herausgabe sowie die Verbleibensanordnung des Kindes bei Familienpflege. Damit thematisiert man einen der größten Konfliktpunkte zwischen Herkunftsfamilie und Pflegefamilie. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit der Eltern mit Sorgerecht, ihr Kind auch gegen den Willen der Pflegeeltern und des Pflegekindes selbst aus der Pflegefamilie herauszunehmen, um es wieder selbst zu betreuen und zu erziehen. Hier wird nun geregelt, dass die Pflegefamilie einen Antrag auf familienrichterliche Verbleibensanordnung stellen kann bzw. diese auch von Amtswegen erfolgen kann. Voraussetzung ist eine Gefährdung des Kindeswohls durch die Herausgabe an die leiblichen Eltern. Eine Kindeswohlgefährdung wird dann angenommen, wenn in der Pflegefamilie eine faktische Eltern-Kind-Bindung entstanden ist. Die erneute Trennung von primären Bezugspersonen und ein Wechsel in die fremd gewordene leibliche Familie kann die persönliche Entwicklung des Kindes wieder nachhaltig stören. Auch eine Aufhebung der vormaligen Gründe für eine Fremdplatzierung in der Herkunftsfamilie ist nicht ausschlaggebend[31]. In diese Betrachtungsweise fließen die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Bindungsforschung ein, die besagen, dass ein Kind, „das nach einer gewissen Zeit in einer Pflegefamilie seine (neuen) psychologischen Eltern gefunden hat, nicht ohne gravierende Gefährdungen in seine Herkunftsfamilie zurückgegeben werden kann“.[32] Dem entspricht ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 17.10.1984. Dort wurde ebenfalls festgehalten, dass bei länger dauernden Pflegeverhältnissen die gewachsene Beziehung des Kindes zu den Pflegeeltern zu beachten ist. Das zentrale Entscheidungskriterium ist das Wohl des Kindes. Die Rechtssprechung der folgenden Jahre zeigt eine erkennbare Tendenz, Herausnahmen abzulehnen, wenn Pflegeverhältnisse länger als zwei Jahre andauern, auch unabhängig vom Alter des Kindes. § 1632 entspricht damit dem Grundsatz, „dass individuelle Maßnahmen zur Abwehr einer Gefährdung des Kindes den Vorrang vor generellen Regelungen haben“[33]. Die unsichere Stellung der Pflegeeltern ist damit zwar nicht aufgehoben, aber in Teilen gestärkt worden.

Im § 1666 wird über gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des körperlichen, seelischen und geistigen Kindeswohls entschieden. In diesen Paragraphen geht es um den teilweisen oder vollständigen Entzug der elterlichen Sorge. Als Anlässe werden aufgeführt: missbräuchliche Ausübung der elterlichen Sorge, Vernachlässigung, unverschuldetes Versagen, Gefährdung durch das Verhalten Dritter. Hier hat das Familiengericht auch ohne Einwilligung der Eltern die Möglichkeit, erforderliche Maßnahmen zur Abwehr der Gefahr zu treffen. § 1666a regelt die Trennung des Kindes von der elterlichen Familie, wenn einer Gefahr nicht auf andere Weise und nicht mit öffentlichen Hilfen begegnet werden kann. Hier findet sich die Schnittstelle zum KJHG. § 43 regelt dort die Befugnis, das Kind bei Gefahr aus der Familie zu entfernen, um es bei geeigneten Personen oder in eine Einrichtung oder sonstige Wohnform vorläufig unterzubringen.

Bei sehr vielen minderjährigen Kindern und Jugendlichen in der Vollzeitpflege bestehen diese zivilrechtlichen Kindesschutzmaßnahmen nach § 1666 und § 1666a. Wie unter 2.6 ausgeführt, liegt bei 69% der Pflegekinder das Sorgerecht bei einem Vormund.

In den §§ 1684 und 1685 wird der Umgang des Kindes mit seinen Eltern geregelt sowie mit anderen Bezugspersonen, zu denen das Kind eine enge Bindung hat, z.B. Geschwister, Großeltern und ehemalige Pflegeeltern. Jedes Kind hat das Recht auf Umgangskontakte, ist aber nicht dazu verpflichtet. Die leiblichen Eltern haben das Recht und die Pflicht, mit ihrem Kind den Umgang wahrzunehmen, auch wenn ihnen das Sorgerecht entzogen wurde, da man grundsätzlich davon ausgeht, dass der Umgang mit den leiblichen Eltern dem Wohl dienlich ist.

Nach § 1684, Absatz 4 kann es zu Einschränkung oder Ausschluss von Umgangskontakten kommen. Da dem Elternrecht ein hoher verfassungsrechtlich geschützter Rang eingeräumt wird, ist auch ein zeitlich befristeter Umgangsausschluss durch familiengerichtliche Entscheidungen nur dann möglich, wenn eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, und andere Mittel zu seinem Schutz nicht ausreichen, so z.B. der „begleitete Umgang“, d.h. die Anwesenheit einer Fachkraft des Jugendamtes oder freien Trägers oder auch eine Vertrauensperson des Kindes[34].

Im § 1688 werden die Entscheidungsbefugnisse von Pflegepersonen geregelt. Ihnen soll damit bei längerer Pflege das Recht zustehen, Angelegenheiten des Pflegekindes, betreffend das tägliche Leben zu entscheiden. Hierbei geht es um die gesetzliche Zubilligung der „Alltagssorgen“[35]. Pflegeeltern soll es möglich sein, in diesen Dingen ohne Rücksprache mit den Herkunftseltern zu handeln. Laut Gesetzestext handelt es sich hierbei um Befugnisse und Entscheidungen, die oft vorkommen und keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben, z.B. Anmeldung in Vereinen, Unterschrift bei Klassenarbeiten, Entscheidung über ärztliche Behandlungen, Mitwirkung im Rahmen des Schul- und Kindergartenrechts[36]. Allerdings formuliert § 1688, Absatz 3 sehr deutlich, dass diese Rechte nicht gelten, wenn der Inhaber der elterlichen Sorge etwas anderes erklärt. Um in größeren Konfliktsituationen Lösungen zu schaffen, existiert im KJHG § 38 eine separate Regelung, darauf wird unter 2.3.2 eingegangen.

Wie geschildert ist es ein erheblicher Unterschied, ob die Pflegeeltern die elterliche Sorge nach § 1630 ausüben, oder ob sie nur Rahmen des § 1688 handeln dürfen. Weitreichende Angelegenheiten von größerer Bedeutung können die Pflegeeltern nicht treffen. Die Rechte und Pflichten stehen hier in keinem angemessenen Verhältnisses zueinander[37].

2.3.2 Die Vollzeitpflege nach KJHG

Die Kinder- und Jugendhilfe ist seit 1991 grundlegend im Achten Buch des Sozialgesetzbuches geregelt, das auch Kinder- und Jugendhilfegesetz bzw. KJHG genannt wird.

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz bietet eine Reihe von familienunterstützenden, familienergänzenden und familienersetzenden Hilfen für Kinder und deren Eltern mit dem Ziel, Familien in Not zu helfen und die Herstellung eines verantwortungsbewussten Verhaltens bei den Eltern zu erreichen. Das KJHG ist „ein Instrument zur Vorbeugung, zur Hilfestellung und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen…, es verpflichtet die Jugendämter zur Hilfe und schafft den Rahmen für die Unterstützung von Sorgeberechtigten sowie Müttern und Vätern zum Wohl ihrer Kinder“.[38] Somit ist es das bedeutsamste und wichtigste Gesetz für das Pflegekinderwesen. Es regelt umfassend die Kompetenzen und Pflichten des Jugendamtes in Bezug auf Kinder in Pflegefamilien. Im KJHG werden Regelungen zur organisatorischen Ausgestaltung des Pflegekinderwesens und zum Ablauf von Pflegeverhältnissen getroffen. Die Besonderheit des Pflegekinderwesens liegt darin, dass es in diesem Bereich oft zu unversöhnlichen Interessen aller beteiligten Personen kommt sowie zu gegensätzlichen Rechtspositionen, die zum Ausgleich gebracht werden müssen. Auch hier einige Bemerkungen in numerischer Reihenfolge:

Grundprämisse dieses Gesetzes ist der § 1, Abs.1, der festschreibt, „dass jeder junge Mensch ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zur einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit hat“.

§ 33 thematisiert die Vollzeitpflege außerhalb der Familie, dies kann eine zeitlich befristete oder auf Dauer angelegte Erziehungshilfe sein.

Das Jugendamt muss die Entscheidung treffen, welche der beiden Unterbringungsformen für das Kind unter Berücksichtigung von Alter, Entwicklungsstand, persönlichen Bindungen und Rückführungschancen in Frage kommt. Für besonders entwicklungsbeeinträchtigte Kinder sind „geeignete Formen der Familienhilfe zu schaffen und auszubauen“[39]. Damit wird ausdrücklich gefordert, neue Formen im Pflegekinderwesen zu entwickeln. Jeder Einzelfall ist unter Beteiligung auch von Fachkräften anderer Gebiete sorgfältig zu prüfen und die Entscheidung für befristete oder dauerhafte Unterbringung zu treffen. Nach einer für das Kind angemessenen Zeitspanne sind die Umstände, die zu einer Fremdplatzierung geführt haben, zu prüfen, so dass eventuell eine Rückführung des Kindes zu veranlassen ist. Dieser Prognose kommt große Bedeutung zu[40].

Eine zentrale Rolle im KJHG kommt dem § 36 zu. Seine wesentlichen Zielvorgaben bestehen in einer planvollen und fachlichen Hilfe, Festlegung und Fortschreibung der Erziehungshilfe, Selbstkontrolle für das jeweilige Jugendamt, Koordinierung zwischen Jugendamt und den betroffenen Pflegestellen sowie Schaffung von Transparenz im gesamten Jugendhilfeverfahren.[41] Er schreibt vor, über die verschiedenen zur Verfügung stehenden Hilfemaßnahmen zu beraten sowie die Eltern, die Hilfe erhalten sollen, über alle Folgen und Auswirkungen zu informieren. Sie sollen auch an der Auswahl der Unterbringungsstelle beteiligt werden. Nach § 36, Abs. 2 werden in einem individuellen Hilfeplan der konkrete Bedarf und alle zu veranlassenden Schritte erfasst. Es muß regelmäßig überprüft und fortgeschrieben werden, ob alle Maßnahmen noch notwendig und geeignet sind. Dieser Plan soll eine gemeinschaftliche Arbeit von Fachkräften, Herkunftseltern, Pflegekind u.a. Beteiligten sein, zu denen hier auch die Pflegeeltern zu rechnen sind.

Im § 37 wurde die Zusammenarbeit bei Hilfen außerhalb der eigenen Familie zum Thema gemacht. In Absatz 1 werden die Pflegepersonen und Eltern zur Zusammenarbeit „zum Wohl des Kindes und des Jugendlichen verpflichtet“. Grundsätzliches Ziel ist es, die Eltern in die Lage zu versetzen, ihr Kind wieder selbst zu erziehen, und auch deshalb sollen die Pflegeeltern die Beziehungen des Kindes zu den Eltern fördern. Sollte dieses Ziel innerhalb eines vertretbaren Zeitraumes sichtbar nicht erreicht werden können, muss eine andere auf Dauer angelegte Lebensperspektive erarbeitet werden. Als „vertretbarer Zeitraum“ werden dabei zwei Jahre angesehen, bei Säuglingen und Kleinkindern sechs Monate[42]. Damit räumt das Gesetz bei der Anlage der Pflege beide Möglichkeiten ein – die Funktion der „Ersatzfamilie“ und der „Ergänzungsfamilie“. In Absatz 2 wird der Anspruch der Pflegepersonen auf Beratung und Unterstützung vor einer Kindesaufnahme und während der Dauer des Pflegeverhältnisses festgeschrieben, unabhängig davon, ob Leistungen für das Kind bezogen werden oder nicht. Nach Absatz 3 hat das Jugendamt das Recht auf Prüfung der Erziehung in der Pflegefamilie sowie auf wichtige Informationen über das Kind, z.B. zu Umzug oder schweren Erkrankungen.

Einige leibliche Eltern des Pflegekindes bleiben Inhaber der elterlichen Sorge. Wie bereits unter 2.3.1 erwähnt, sieht der § 38 die Einschaltung des Jugendamtes vor, wenn „der Inhaber der Personensorge durch eine Erklärung nach § 1688, Absatz 3, Satz 1 BGB die Vertretungsmacht der Pflegeperson soweit einschränkt, dass dies eine dem Wohl des Kindes oder des Jugendlichen förderliche Erziehung nicht mehr ermöglicht“. Dem Jugendamt kommt hier also eine wichtige Vermittlerfunktion zu. Einziges Orientierungskriterium bei der Entscheidung müssen die Bedürfnisse des Kindes sein, auf diese Aussage ist bei aller Gegensätzlichkeit der Meinungen der involvierten Erwachsenen immer der Fokus zu richten.

Im § 39 sind die materiellen Leistungen an die Pflegepersonen aufgeführt. Danach besteht Anspruch auf Mittel für den gesamten Lebensunterhalt des Kindes und auf ein Entgelt für die Kosten der Erziehung. Der monatliche Pauschalbetrag ist gestaffelt nach dem Alter des Kindes und wird von den zuständigen Landesbehörden festgelegt. Ebenfalls in § 39 ist die Berücksichtigung von Pflegekindern bei Kindergeldbezug und Einkommenssteuerveranlagung geregelt sowie einmalige Beihilfen und Zuschüsse.

Nach § 40 ist bei Bedarf Krankenhilfe aus öffentlichen Mitteln zu leisten, wenn nicht z.B. die Krankenkasse der leiblichen Eltern oder der Pflegeeltern aufkommt.

§ 44 SGB VIII regelt die Pflegeerlaubnis.

Einer Erlaubnis bedarf es in folgenden Fällen nicht[43]:

- im Rahmen von Hilfen zur Erziehung oder Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche aufgrund von Vermittlungen durch das Jugendamt
- als Vormund oder Pfleger im Rahmen seines Wirkungskreises
- als Verwandter bis zum dritten Grad
- bis zur Dauer von acht Wochen
- bei Kinder- und Jugendlichen in Adoptionspflege
- bei Tagespflegestelle
- im Rahmen eines Schüler- und Jugendaustausches

Die Erlaubnis zur Pflege ist in bestimmten Fällen zu versagen, wenn das Wohl des Kindes in der Pflegestelle nicht (mehr) gewährleistet ist. Ist es dagegen gewährleistet, besteht ein Rechtsanspruch auf die Erteilung einer Pflegeerlaubnis. Wenn es zu einer Pflegeerlaubnis kommt, wird diese nicht generell, sondern nur für ein bestimmtes Kind erteilt.

Die Pflegeerlaubnis sowie deren Rücknahme oder Widerruf wird vom örtlich zuständigen Jugendamt ausgestellt.

Auch die Regelung der örtlichen Zuständigkeit nach § 86, Absatz 6 ist von großer Bedeutung. Zu Beginn der Pflege ist das Jugendamt zuständig, in dessen Bereich die leiblichen Eltern ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, in wenigen erfolglosen Fällen greift die höhere Behörde des Landesjugendamtes ein. Nach zweijähriger Pflegedauer und unter der Annahme, dass der Verbleib des Kindes auf Dauer zu erwarten ist, wechselt die Zuständigkeit dahin, wo die Pflegeeltern wohnen. Diese Regelung ist stark in der Kritik wegen der personellen Wechsel und Übergabeschwierigkeiten bei den Fällen.

2.4 Organisation, Aufgaben und Rahmenbedingungen desPflegekinderwesens

Das Pflegekinderwesen ist eines von drei Subsystemen der Kinder- und Jugendhilfe. Neben der Heimerziehung und der familienunterstützenden Hilfe ist es das kleinste System der erzieherischen Hilfe. Im Zuge des Anwachsens der teilstationären und ambulanten Hilfen sinkt seine quantitative Bedeutung weiter, wie unter 2.6 zu sehen. Organisatorisch ist es verankert bei den zuständigen Jugendämtern. Hier gibt es, bundesweit betrachtet, keine einheitlichen Strukturen. 80% der Jugendämter haben eigene Pflegekinderdienste für diese Arbeit bzw. qualifizierte Sozialarbeiter mit Schwerpunkt Familienpflege, z.T. sind es Adoptions- und Pflegekinderdienste, d.h. die Mitarbeiter betreuen beide Bereiche. In einigen Fällen sind Adoption und Pflege aber auch eigenständige Bearbeitungsgebiete. Die übrigen 20% arbeiten mit dem ASD, der die Betreuung der Pflege übernimmt. Teilweise werden einzelne fachliche Aufgaben weitergegeben an freie Träger, die oft einen konfessionellen Hintergrund haben. So besitzen sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche diverse Fachdienste. Bedeutsam sind auch die Initiativen der Pflegeeltern, von denen PFAD die wichtigste ist, diejenige mit der größten Bekanntheit und mit dem weitesten Arbeitsspektrum. Die quantitative Bedeutung der freien Träger ist nicht so hoch, aber von ihnen gehen die nachhaltigsten Impulse für die Weiterentwicklung der Pflege aus. Die Zuständigkeit der Jugendämter für den einzelnen Fall wurde unter 2.3.2 dargelegt.

Im folgenden einige Ausführungen zu den Aufgaben des Pflegekinderwesens:

Informations- und Öffentlichkeitsarbeit

Sie soll Werbung neuer Pflegeeltern umfassen, aber auch das Image der Pflegefamilie in der Öffentlichkeit stärken und erhöhte Anerkennung schaffen. Das ist möglich durch Erstellung von Informationsmaterialien, Durchführung von Informationsabenden und Vorträgen, Nutzung der Medien wie Presse und Funk für Anzeigen, Berichte und Statements.

Anbahnung von Pflegeverhältnissen – Auswahl und Vorbereitung von Bewerbern

Die potentiellen Pflegeeltern müssen sorgfältig ausgewählt, auf ihre Eignung überprüft und ihre speziellen Wünsche ermittelt werden. Nach Abklärung dieser Situation kann eine Pflegeerlaubnis erteilt werden. Außerdem sind vorbereitende Gespräche und Seminare zu rechtlichen, finanziellen u.a. grundlegenden Dingen nötig.

Vermittlung des Pflegekindes

Hier ist die Auswahl der geeigneten Pflegefamilie vorzunehmen, erste Kontakte mit dem Kind müssen arrangiert werden, und sowohl Eltern als auch Kind sind sorgfältig auf die neue Situation vorzubereiten. Es ist notwendig, umfassend und detailliert über die Vorgeschichte, den Entwicklungsstand des Kindes und die aufgetretenen Probleme im Herkunftsmilieu zu informieren. Ist die Entscheidung getroffen, wird ein konkreter Hilfeplan nach § 36 KJHG erstellt.

fachliche Begleitung und Beratung der Herkunfts- und Pflegeeltern, beides unter Berücksichtigung von Sicht und Schutz des Kindes

Bei längerfristiger Hilfe wird die Dauer der Pflege festgelegt und der individuelle Hilfeplan festgeschrieben und regelmäßig überprüft. Dadurch wird die Pflegefamilie im positiven Sinne beaufsichtigt und sozialpädagogisch betreut. Alle erforderlichen Einzelmaßnahmen (rechtlicher, finanzieller, organisatorischer Art) sind zu veranlassen. Je nach Plan, Verlauf und Erfolg der Pflege werden Rückführung, Adoption oder die Pflegebeendigung vorbereitet und begleitet.

[...]


[1] vgl. GG, Art. 1 u. 2

[2] Dettenborn, Harry (2001). – S. 51

[3] www.destatis.de 17.03.06

[4] vgl. Unser Pflegekind. - [S. 4]

[5] JWG § 27, Abs. 1

[6] vgl. Wörterbuch der Sozialarbeit und Sozialpädagogik (1991). – S. 566

[7] vgl. Wörterbuch Soziale Arbeit (1980). – S. 330

[8] Handbuch für Pflege- und Adoptiveltern (2003). – S. 189

[9] vgl. www.sgbviii.de 06.12.2005

[10] vgl. Hanselmann, Paul G. (1986). – S. 24

[11] vgl. Wörterbuch der Sozialarbeit und Sozialpädagogik (1991). – S. 567

[12] vgl. Bericht über Bestrebungen und Leistungen der Jugendhilfe (1980). – S. 37

[13] Heun, Hans-Dieter (1983). – S. 12

[14] vgl. Heun, Hans-Dieter (1983). – S. 52

[15] vgl. Heimerziehung im Blick (2003). – S. 20

[16] KJHG § 34, Satz 3

[17] Boswell, J. (1991). – In: Blandow, Jürgen (2004). – S. 19

[18] Heitkamp, Hermann (1989). – S. 44

[19] Blandow, Jürgen (2004). – S. 21

[20] vgl. Blandow, Jürgen (2004). – S. 21

[21] Blandow, Jürgen (2004). – S. 24

[22] vgl. Heitkamp, Hermann (1989). – S. 44

[23] vgl. Heitkamp, Hermann (1989). – S. 44-46

[24] Blandow, Jürgen (2004). – S. 30

[25] Münsterberg (1910). – In: Blandow; Jürgen (2004). - S. 37

[26] vgl. Blandow, Jürgen (2004). – S. 43

[27] vgl. Blandow, Jürgen (2004). – S. 50

[28] BMJFG (1972). – S.114

[29] vgl. Blandow, Jürgen (2004). – S. 59

[30] vgl. Umgangskontakte von Pflegekindern mit ihren Herkunftsfamilien (2005). – S. 8

[31] vgl. Informationen für Pflegeeltern und –bewerber (2005). – S. 9

[32] Blandow, Jürgen (2004). – S. 98

[33] BVerf G (1968). - S. 176. - In: 2. Jahrbuch des Pflegekinderwesens (2001). - S. 49

[34] vgl. Umgangskontakte von Pflegekindern mit ihren Herkunftsfamilien (2005). – S. 9

[35] Informationen für Pflegeeltern und –bewerber (2005). - S. 17

[36] vgl. Blandow, Jürgen (2004). – S. 96-97

[37] vgl. 2. Jahrbuch des Pflegekinderwesens (2001). – S. 202

[38] Kinder- und Jugendhilfegesetz (1999). – S. 5

[39] Kinder- und Jugendhilfegesetz (1999). - § 33, Satz 2

[40] Umgangskontakte von Pflegekindern mit ihren Herkunftsfamilien (2005). – S. 13

[41] vgl. Handbuch für Pflege- und Adoptiveltern (2003). – S. 148

[42] vgl. Informationen für Pflegeeltern und –bewerber (2005). – S. 14

[43] Handbuch für Pflege- und Adoptiveltern (2003). – S. 185

Details

Seiten
116
Erscheinungsform
Originalausgabe
Jahr
2006
ISBN (eBook)
9783832499570
ISBN (Buch)
9783838699578
Dateigröße
527 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v225073
Institution / Hochschule
Hochschule Merseburg – Sozialwesen
Note
2,0
Schlagworte
familienhilfe sozialwesen pflegekind kindeswohl pflegefamilie

Autor

Zurück

Titel: Kinder im Heim oder in Ersatzfamilien - eine Gratwanderung der Entscheidungen